Tony Randall eigentl. Arthur Leonard Rosenberg

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US-amerikanischer Schauspieler; der Sohn eines Antiquitätenhändlers absolvierte die Playhouse Schauspielschule in New York City und besuchte die Northwestern University in Evanston (Illinois), bei der er Rede und Drama belegte. Am Broadway trat er in Nebenrollen auf. In dem 1940er Jahren wurde er durch die Rundfunk-Episodensendung I Love a Mystery bekannt. Im Zweiten Weltkrieg war er im United States Army Signal Corps, weigerte sich allerdings, an Truppenbetreuungprogarmmen teilzunehmen. 1958 übernahm er in der Musikkommödie Oh, Captain!, in der zuvor im Film Alec Guinness reüssiert hatte, die Hauptrolle. Weltweit bekannt wurde Randall, der in über fünfzig Filmen zu sehen war, in Komödien mit Doris Day (*1924) und Rock Hudson (*1925, †1985) Pillow Talk (1959, dt. Bettgeflüster), Lover Come Back (1961, dt. Ein Pyjama für zwei) und Send Me No Flowers (1964, dt. Schick mir keine Blumen).
Filme u.a.: Let's Make Love (1960, dt. Machen wir's in Liebe), (Boys' Night Out (1962, dt. Sexy! 1962), 7 Faces of Dr. Lao (1964, dt. Der mysteriöse Dr. Lao)
Autobiographie: Which Reminds Me (1989).

Hastings-on-Hudson, N.Y., Westchester Hills Cemetery


Lino Ventura eigentl. Angiolino Giuseppe Pasquale Borrini
Französischer Schauspieler italienischer Herkunft; kam im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern nach Frankreich, wo er sich später als Gelegenheitsarbeiter u.a. als Buchhalter und Vertreter durchschlug. 1950 wurde er Europameister im Freistilringen; diese Karriere mußte er jedoch wegen einer Verletzung aufgeben. Drei Jahre später hatte er ohne vorherige Schauspielerfahrung oder gar einer Schaupielausbildung sein Debüt in dem Gangsterfilm Touchez pas au grisbi (1953, dt. Wenn es Nacht wird in Paris) an der Seite von Jean Gabin, mit dem er befreundet war und der ihn förderte, und Jeanne Moreau (*1928). Weitere Filme in den 1950er Jahren waren Louis Malles (*1932, †1995) Klassiker Ascenseur pour l’échafaud (1957, dt. Fahrstuhl zum Schafott) - mit Maurice Ronet und ebenfalls mit Jeanne Moreau - in dem er zwar nur relativ kurz auftrat, aber in der für ihn typisch sparsamen Mimik eindrucksvoll den ermittelnden Kommissar verkörperte, und Edouard Molinaros (*1928) Un Témoin dans la ville (1959, dt. Der Mörder kam um Mitternacht). In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gelang Ventura dann der Sprung in das Charakterfach. In dem Kassenschlager Le Clan des Siciliens (1969, dt. Der Clan der Sizilianer) trat er zusammen mit Alain Delon (*1935) und Jean Gabin als seinem Gegenspieler auf. 1984 spielte er den Carabinieri-General Carlo Alberto Dalla Chiesa in dem Film Cento giorni a Palermo (dt. Die 100 Tage von Palermo), der 1982 von der Mafia ermordet worden war. Ein letztes Mal trat er in dem Filmthriller Rumba (1987) auf. Ventura starb überraschend plötzlich an einem Herzinfarkt.
Filme u.a.: Der zweite Atem (1966), Le dossier Valachi (1972, dt. Ich - Die Nummer eins, Die Valachi-Papiere), Dernier domicile connu (1970, dt. Der Kommissar und sein Lockvogel), Die Macht und ihr Preis (1975), Das Verhör (1981), Der Maulwurf (1983).
Le Val St. Germain (Dép. Essonne)


Martine Carol eigentl. Marie-Louise Jeanne Nicolle Mourer
Französische Schauspielerin; die Tochter eines Spediteurs arbeitete, nachdem sie die Schule der Dominikanerinnen von Neuilly und die Ecole des Beaux-Arts in Paris besucht hatte, als Fotomodell. Durch die Bekanntschaft mit dem französischen Akteur André Luguet (1892-1979) beschloß sie eine Karriere Schauspielerin einzuschlagen und schloß sich der Theatergruppe um Gaston Baty (1885-1955) an, wo sie Schauspielunterricht bei Robert Manuel (1916-1995) und später bei René Clair und Jean Wall (1900-1959) erhielt. In dieser Zeit nahm sie den Künstlernamen Maryse Arley an und war in den 1940er Jahren am Pariser Théâtre de la Renaissance und Théâtre Montparnasse in Stücken wie La Route du tabac neben Marcel Mouloudji (1922-1994), Phaidra, Alfred de Mussets Les Caprices de Marianne oder William Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung zu sehen.
Cannes, Cimetière de Grand Jas

Olga Stepanowna Chochlowa (auch Khoklova od. Koklowa) [russ. Ольга Степа́новна Хохло́ва]
Russische Tänzerin; Tochter eines Offiziers der zaristischen Armee; Muse Picassos; 1909 trat sie dem Ensemble Ballets Russes unter der Leitung von Serge Djagilew bei. Mit diesem Ensemble bereiste sie große Teile Europas. Am 18. 5.1917 tanzte sie als Primaballerina bei der Premiere des Balletts Parade am Theatre du Chatelet in Paris. Während der Vorbereitungen zu dem Ballett lernte sie Pablo Picasso kennen, der gemeinsam mit Erik Satie und Jean Cocteau für die Gestaltung der Kostüme und Bühnenbilder für das Ballets Russes verantwortlich war. Als die Ballettruppe zu einer Tournee nach Südamerika aufbrach, blieben sie und Picasso in Barcelona zurück und gingen dann nach Paris, wo sie am 18.6.1918 nach russisch-orthodoxem Ritus, dem Glauben der Braut, heirateten. Als Trauzeugen fungierten Jean Cocteau und der Dichter Max Jacob. Durch Olga bekam Picasso Zugang zur besseren Gesellschaft. Bis zur Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Paulo (Paul) Ruiz Picasso (*1921, †1975) galt die Ehe als außerordentlich glücklich. Das veränderte sich jedoch, als Picasso im Jahre 1927 eine heimliche Liebschaft mit Marie-Thérèse Walter (*1909, †1977) begann, die er in den Galeries Lafayette kennegelernt hatte und die sein Modell wurde. Nachdem sie von Picasso schwanger geworden und die Tochter Mará de la Concepción, gen. Maya (*1935), geboren war, lebte Picasso jetzt offen mit seiner Geliebten zusammen. Daraufhin verließ Olga ihren Mann, zog mit ihrem Sohn nach Südfrankreich und reichte 1935 die Scheidung ein, die allerdings durch die jahrelangen Auseinandersetzungen um die Vermögensaufteilung verhinderte wurde.



Britischer Schauspieler; wuchs in ärmlichen Verhältnissen in London auf, arbeitete zunächst bei einer Werbeagentur und durchlief eine Ausbildung zum Schauspieler. 1934 debütierte er am Theater, und bereits zwei Jahre später war er Ensemblemitglied am legendären Old Vic, wo er mit den damals größten britischen Theaterstars - Sir Laurence Olivier, Sir John Gielgud und Sir Ralph Richardson - auf der Bühne stand. Erstmals vor der Kamera stand Guinness 1946 für den Fim Great Expectations (dt. Geheimnisvolle Erbschaft). Kassenschlager waren u.a. seine Filme Kind Hearts and Coronets (1949, dt. Adel verpflichtet), The Ladykillers (1955, dt Ladykillers) bzw. The Bridge on the River Kwai (1957, dt. Die Brücke am Kwai), dessen Titelmelodie seinerzeit in aller Munde war. Nach einer eher ruhigeren Zeit und diversen Nebenrollen, kam Guinness durch George Lucas mit 63 Jahren zu einem großen Erfolg und zugleich Comeback durch den Film Star Wars (1977, dt. Krieg der Sterne); später wirkte er in noch zwei weiteren Lucas-Filmen mit: 1980 in The Empire Strikes Back (dt. Das Imperium schlägt zurück) und 1983 in Return of the Jedi (dt. Die Rückkehr der Jedi-Ritter). 1980 gelang ihm mit seiner Darstellung in der Verfilmung des von der britischen Autorin Frances Hodgson Burnett (*1849, †1924) verfaßten Roman Little Lord Fauntleroy (dt. Der kleine Lord) ein weiterer großer Erfolg. Ab Ende der 1980er Jahre war Guinness nur noch selten auf der Leinwand zu sehen.
Filme u.a.: Oliver Twist (1948), The Lavender Hill Mob (1951, dt. Einmal Millionär sein auch: Das Glück kam über Nacht), The Swan (1956, dt. Der Schwan), Our Man in Havana (1959, dt. Unser Mann in Havanna), Lawrence of Arabia (1962, dt. Lawrence von Arabien), Doktor Schiwago (1965).
Auszeichnungen u.a.: Ehren-Oscar für das Lebenswerk (1979).
Peterfield, Churchyard - Saint Lawrence's Roman Catholic Church

US-amerikanische Schauspielerin; die Tochter eines Investmentbankiers und einer Theaterkritikerin wuchs in New York City auf. Nach Absolvierung des Colleges nahm sie Schauspielunterricht am Berkshire Theater in Stockbridge (Massachusetts), und nach einigen Rollen am Broadway nahmen sie die Universal Studios 1934 unter Vertrag. Ihr Filmdebüt hatte sie noch im selben Jahr in dem Streifen One More River. Aber sie spielte auch immer wieder am Broadway Theater. Bekannt wurde sie in Deutschland besonders durch Rollen in zahlreichen US-Fernsehserien, u.a. in Father Knows Best (1954, dt. Vater ist der Beste) oder in der Star Trek-Serie, in der sie Amanda Grayson, die Mutter von Mr. Spock verkörperte.
Filme u.a.: Lost Horizon (1937, dt. In den Fesseln von Shangri-La), Gentleman's Agreement (1947, dt. Tabu der Gerechten), House by the River (1950, dt. Das Todeshaus am Fluß).
Los Angeles (County), San Fernando Mission Cemetery

Cannes, Cimetière de Grand Jas

Omnibus salutem!