Bild: Sven Harmsen (07/2005, stones & art)

Claire Waldoff eigentl. Clara Wortmann

 

Deutsche Schauspielerin und Diseuse; elftes von 16 Kindern einer Gastwirtsfamilie; trat ab 1906 an Berliner Theatern auf und war von 1910 bis 1933 Diseuse an verschiedenen Berliner Kabaretts, darunter der Scala und dem Wintergarten. Mit dem Vortrag von Chansons von Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender u.a. galt sie als Verkörperung der volkstümlichen Berliner Plakat aus dem Jahr 1914Volkssängerin. Mit einem ihrer bekanntesten und populärsten Lieder Hermann heeßt er! - ein Lied über einen geliebten Mann namens Hermann, das der Komponist Ludwig Mendelssohn für sie geschrieben und vertont hatte - war sie seit 1914 aufgetreten. Während des Dritten Reiches ist dieses Lied von einem unbekannten Verfasser um einen Spottvers ergänzt worden, der sich auf den Reichsmarschall Hermann Göring bezog. Dieser Vers lautet:

 

        Rechts Lametta, links Lametta,
        Und der Bauch wird imma fetta,
        Und in Preußen ist er Meester -
        Hermann heeßt er!

Die reservierte Einstellung von Claire Waldorff, die mit ihrer Freundin Olga von Roeder zusammenlebte, gegenüber den Nationalsozialisten brachte ihr nach der “Machtübernahme” ein Auftrittsverbot ein; nachdem sie der Reichskulturkammer beigetreten war, wurde es jedoch wieder aufgehoben, so daß sie in Berlin wieder auftreten konnte, u.a. in einem Doppelprogramm mit Lene Ludwig, bei dem parodistische Tänze in Masken von Prominenten aufgeführt wurden. 1936 ereilte sie jedoch seitens Propagandaminister Joseph Goebbels eine Auftrittsverbot für die Berliner Scala. 1939 verließ sie Berlin, zog sich in eine Dorf im Berchtesgadener Land zurück und wirkte nur noch in Wunschkonzerten im Rundfunk mit. Im Krieg arbeitete sie auch in der Truppenbetreuung, so trat sie 1942 im besetzten Paris vor deutschen Soldaten auf. Nach dem Krieg konnte sie an ihre Erfolge nicht mehr anschließen; sie verarmte. Zu ihrem Repertoire gehörte ca. 300 Couplets und Lieder; ein von ihr getextetes und komponiertes Lied nimmt die Unfreundlichkeit und Gereiztheit der Menschen im Umgang miteinander auf’s Korn:

        Die Menschen heutzutage, die sind alle so nervös
        über jede Kleinigkeit da werden se giftig bös.
        Schimpft einer auf den andern, dann sing ich voll Humor,
        damit er nicht mehr schimpfen soll, mein kleines Liedchen vor:
        Wer schmeißt denn da mit Lehm?
        Der sollte sich was schäm’n,
        Der sollte doch was anders nehm’n
        Als ausgerechnet Lehm. 
 

Lieder u.a.: Wer schmeißt denn da mit Lehm, Da geht mir de Hut hoch.

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Stuttgart, Pragfriedhof (Columbarium)

Marisa Mell eigentl. Marlies Theres Moitzi

 

Österreichische Schauspielerin; besuchte die Schauspielschule in Graz und anschließend das Max-Reinhardt-Seminar in Wien von 1958 bis 1959; schon zuvor hatte sie ihr Schauspieldebüt im Alter von 15 Jahren gegeben. Zunächst erhielt sie zwar regelmäßig Filmrollen, aber es waren immer kleinere. In den 1970er und 1980er Jahren wirkte sie dann in vielen internationalen Filmen mit – oft als “femme fatale” -, u.a. mit Marcello Mastroianni, Alain Delon, Michel Piccoli (†2020).

Filme u.a.: Casanova ´70 (1964), Casanova & Co (1976), In Zeiten wie diesen (1983), I love Vienna (1991).

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Wien-Döbling, Friedhof Kahlenbergdorf

Lou van Burg eigentl. Louis van Weerdenburg

Bild: Herbert Greite

Holländischer Showmaster und Entertainer; “Onkel Lou” wie die Medien ihn nannten, begann seine Karriere als Sänger und Tänzer in den 1950er Jahren in Pariser Nachtclubs. Dann gehörte er zu den ersten Radiomoderatoren von Radio Luxemburg und hatte im ORF eine TV-Sendung. Bundesweit bekannt wurde Lou van Burg, dessen sein Ausruf “Wunnebar legendär wurde, durch die ab Dezember 1964 vom ZDF ausgestrahlte Fernsehsendung Der goldene Schuß, die in 24 Ausgaben bis August 1967 lief. Seine  erfolgreiche Karriere im deutschen Fernsehen endete jedoch abrupt, angeblich als die Affaire des verheirateten van Burgs, der noch andere Affairen hatte, mit seiner Sekretärin bekannt wurde, mit der er zusammenlebte. Sein Nachfolger in der Sendung wurde Vico Torriani. Der Versuch, an die Karriere wieder anzuschließen, gelang auch 1976 nicht mit der von van Burg moderierten ZDF-Musiksendung Wir machen Musik..

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München, Neuer Südfriedhof

Bilder: Matthias Bauer (2005)

Jean Nicolas Camille “CamilloFelgen

Nationaal Archief, Den Haag, Rijksfotoarchief: Fotocollectie Algemeen Nederlands Fotopersbureau (ANEFO), 1945-1989 - negatiefstroken zwart/wit, nummer toegang 2.24.01.05, bestanddeelnummer 913-6609cc_somerightsreserved

Luxemburgischer Schlagersänger, Texter, Radio- und Fernsehmoderator und Entertainer; studierte nach dem Abitur Schauspiel, Gesang und Oper in Brüssel und Lüttich, wobei er sich das Studium durch Tätigkeiten als Dolmetscher für die US-amerikanischen Streitkräfte und Reporter verdiente. Seine Karriere begann 1946, als er unter zahlreichen Bewerbern als Nachrichtensprecher für das französische Programm von Radio Luxemburg ausgewählt und engagiert und zugleich auch Mitglied des Rundfunkchores wurde. Das Lied seiner ersten Platte mit dem Titel Bonjour les amis wurde die Erkennungsmelodie für das französische Programm von Radio Luxembourg. 1958 war er einer der Gründer der deutschsprachigen Sparte vonRadio Luxemburg, wurde zum Programmleiter des neuen Senderbereichs ernannt und ging am 6. April erstmals mit seiner fortan populären Jugendsendung Hitparade, die bis 1963 ausgestrahlt wurde, auf Sendung. Bis 1968 blieb er im Dienst des Privatsender, als Frank Elstner sein Nachfolger wurde. In dieser Zeit war er auch erfolgreich als Schlagersänger; 1959 hatte Camillo seinen ersten großen Erfolg in Deutschland mit dem Hit Sag warum; 1973 hatte er einen weiteren großen Erfolg mit Ich hab' Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren, ein Lied, daß er für seine Mutter geschrieben hatte. Zwischen 1965 und 1973 wurde er in Europa mit der WDR-Fernsehsendung Spiel ohne Grenzen, die er 125 moderierte, bekannt, und er verfaßte unter dem Pseudonym Jean Nicolas über 2.000 Lieder, u.a. die Texte für Peter Alexanders Ich zähle täglich meine Sorgen und die deutschen Texte für die US-Amerikanerin Connie Francis u.a.Schöner fremder Mann, 1964 traf er in Paris die Beatles, die dort ihre beiden deutschsprachigen Titel Sie liebt dich und Komm, gib mir deine Hand aufnahmen, die er unter dem Pseudonym Jean Nicolas verfaßt hatte. Nach seinem Abschied von der TV-SendungSpiel ohne Grenzen moderierte er 250 Ausgaben des Radio- und TV-Wunschkonzerts Was darf's denn sein? Zweimal trat Felgen beim Grand Prix d’Eurovision für sein Heimatland an. Seine Vornamen änderte er in Camillo, inspiriert durch die aus den Don Camillo-Filmen bekannten Schauspieler Fernandel und Guareschi..

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Kayl OT Tétange / Tetingen (Luxemburg), Gemeindefriedhof

Bilder: Alexander Krischnig (07/2005)

Josephine Baker

 Photo by: Carl Van Vechten, October 20, 1949

Französische Tänzerin und Chansonsängerin uneheliche Tochter eines jüdischen Schlagzeugers afroamerikanischer Herkunft; wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und verließ mit 13 Jahren die Schule und wurde mit dem wesentlich älteren Willie Wells verheiratet; die Ehe scheiterte bereits wenige Wochen später. 1921 heiratete sie den Zugbegleiter Willie Baker, den sie 1925 verließ, um zunächst in New York, dann in Europa eine Karriere zu beginnen. In Paris trat sie noch im selben Jahr - am 2. Oktober - am Théâtre Champs-Elysées nackt auf. Nach einer erfolgreichen Europa-Tournée mit ihrem Programm La Revue Nègre mit Stationen Brüssel und Berlin, wo sie am 14. Januar 1926 im Nelson-Theater am Kurfürstendamm erstmals in Deutschland auftrat, blieb sie in Frankreich, nahm 1937 die französische Staatsbürgerschaft an und wurde zum Star der Folies Bergères. Ihr Markenzeichen war ihr Auftritt mit nacktem Oberkörper und einem Röckchen aus Bananen. Sie spielte auch in Filmen mit. Während des Zweiten Weltkrieges trat sie vor französischen Truppen auf und war Mitglied der Résistance, der französischen Widerstandsorganisation während der Besatzung Frankreichs durch deutsche Truppen. Sie hatten den Rang eines Leutnant; nach Kriegsende wurde sie u.a. mit der Rosette der Legion d'honneur ausgezeichnet. Baker litt ein Leben lang 1927darunter, schwarz zu sein. Aus Protest gegen Rassendiskriminierung adoptierte sie in den 1950er Jahren Kinder aller Hautfarben - ihren "Rainbow Tribe" (Regenbogenfamilie), fühlte sich allerdings - trotz eines umfangreichen Personals - letztendlich überfordert und litt zudem unter finanziellen Problemen. 1940 hatte sie das renovierungsbedürftige, im südfranzösischen Perigord liegende Schloß Les Milandes gemietet, das sie 1947, nach der Heirat mit dem Komponisten Jo Bouillon, erwarb, um dort mit ihm und ihren 12 adoptierten Kindern und zwei Hunden zu leben. Um die Restauration des Schlosses zu finanzieren, ging sie wieder in den Vereinigten Staaten auf Tournee. Allerdings ging dieser Plan nicht auf; aufgrund eines Vorfalls im New Yorker Stork Club1 mußte sie wegen beim US-amerikanischen Publikum hervorgerufenen Aversionen die Tournee abbrechen. Sie kehrte nach Paris zurück. Nicht nur ein Herzinfarkt machte ihr zu schaffen, sie hatte nun auch Schulden in Höhe von US-Dollar 500.000, die sie nicht bedienen konnte. Glücklicherweise erhielt sie ein Engagement für eine Gala, die das Fürstentum Monaco für das Rote Kreuz veranstaltete. Obwohl sie 1956 ihren Rückzug von der Bühne erklärt hatte, trat sie 1961 wieder auf, und 1973 hatte sie Erfolg beim Publikum in der Carnegie Hall - die Kritiker waren weniger zufrieden mit dem “Star von gestern.” Auf einer weiteren Tournee erlitt sie in Kopenhagen einen weiteren Herzinfarkt und einen Schlaganfall, der sich auf ihr Gedächtnis auswirkte, so daß sie auch alte Texte vergaß; aber wegen ihrer drückenden Steuerschulden arbeitete sie weiter, so daß sie 1974 im Palladium in London in einer Zweistunden-Show auftrat. Am 8. April 1975 lieferte sie anläßlich ihrer 50-jährigen Bühnenjubiläums auf der Bühne des Bobino auf dem Montparnasse in Paris eine große Show. Am späten Nachmittag des Folgetages fand sie ein Freundin ohne Bewußtsein auf ihrem Bett liegend; sie erwachte aus dem Koma nach einem Schlaganfall nicht mehr.

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1 Als sie in dem Club, den sie mit einer Freundin besuchte, nicht bedient wurde, rief sie ihren Anwalt an, damit dieser diesen Affront publik machen sollte. Im Laufe dieses Ereignisse kritisierte sie den bekannten Radiomoderator Walter Winchell, indem sie ihm öffentlich vorwarf, während des Vorfalls weggeschaut zu haben. Winchell revanchierte sich verärgert, indem er Baker Antisemitismus und Kollaboration mit den Nazis und mit Mussolini vorwarf. Aufgrund der Reaktion des Publikums wurde ihre Arbeits-Aufenthaltgenehmigung beendet und alle Verträge gekündigt.

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Monaco, Cimetière de Monaco

Bild: Alexander Krischnig (8/2005)
Bilder: Klaus Paap (05/2012)

Edgar Bessen eigentl. Behsen

 

Deutscher Schauspieler; besuchte nach einer Tischlerlehre die Schauspielschule von Hildburg Frese in Hamburg. Entdeckt wurde er von Hans Mahler, dem Intendaten des Ohnsorg-Theaters, der ihn 1960 dorthin engagierte. Knapp 20 Jahre lang spielte er an der Seite seines Onkels Henry Vahl, Heidi Kabel und Heidi Mahler und konnte in etwa 90 Rollen große Erfolge feiern. Zu den bekanntesten Theaterstücken des Publikumlieblings zählten Opa wird verkauft (1961) und Tratsch im Treppenhaus (1962). Als er 1979 das Ohnsorg-Theater verließ, folgten Engagements u.a. am Ernst Deutsch Theater, am Thalia Theater, der Komödie Winterhuder Fährhaus, der Landesbühne Schleswig, dem Deutschen Schauspielhaus, dem Theater am Turm (TAT) in Frankfurt am Main und dem Berliner Theater am Kurfürstendamm. Hinzu kamen zahlreiche Fernsehproduktionen - darunter die TV-Zoll-Serie Schwarz-Rot-Gold, in der auch Uwe Friedrichsen mitwirkte, sowie einige Tatort-Episoden. In der Jugendserie Ein Fall für TKKG spielte er die Rolle des Kommissar Emil Glockner. Diesen hatte Bessen bereits in der gleichnamigen Hörspielreihe seine Stimme geliehen. Zur Jubiläums-Spielzeit 2002/03 des Ohnsorg-Theaters kehrte Bessen für die Rolle des Jan Kreyenborg im Klassiker Wenn de Hahn kreiht dorthin zurück. Fünf Jahre später folgte ein weitere Gastspiel.für das Lustspiel Allens Böse to’n Geburtsdag. Seine letzte Rolle in dem Theater, spielte er 2008 in Mien Mann, de fohrt to See.

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Bild: Werner Farwick (08/2012)

Hamburg, Ohlsdorfer Friedhof

Luitgard Im

 

Deutsche Theater- und Schauspielerin; nach einer Schauspielausbildung an der Falckenberg-Schauspielschule in München folgten Engagements an Theatern in Köln, Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Den Höhepunkt ihrer Karriere erlebte sie unter dem Regisseur Boleslaw Barlog am Berliner Schloßpark- und Schillertheater als Elektra und als Judith in den gleichnamigen Theaterstücken von Jean Giraudoux sowie als Cleopatra in George Bernard Shaws Cäsar und Cleopatra. Luitgard Im war aber auch in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen erfolgreich, so in den Fernsehfilmen Das Arrangement (1967) nach dem Roman von Elia Kazan, dem Unterhaltungsfilm Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft (1969) von Wolfgang Liebeneiner, Kurz vor dem Sprung (1969) unter der Regie von Wolfgang Becker.oder Meine Frau erfährt kein Wort (1970), in dem Franz Josef Wild Regie führte.

Auszeichnungen u.a.: Goldene Kamera für ihre Darstellung in der Fernsehproduktion des ZDF Judith von Giraudoux (1965)

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Bilder: Manfi B. (07/2012) Wikipedia.de

Wemding (Lkrs. Donau-Ries)

Hinweis: Das Grab Lou van Burgs wurde 2012 aufgelassen. Der Grabstein wurde lt einer Mitteilung von RP online vom 1.5.2012 von seiner Tochter Yasmine (*1968) in den Garten ihres Hause in Holthausen überführt.

Otto Heinz Tausig

Bild: Manfred Werner - Tsui (9/2009) Wikipedia.de cc_somerightsreserved

 

Österreichischer Theater- und Filmschauspieler, Drehbuchautor und Regisseur; Sohn eines Würstlverkäufers; nach dem ”Anschluß“ Österreichs an das Deutsche Reich flohen seine Eltern nach Shanghai, während er selber mit einem Kindertransport nach London verschickt wurde, wo er als ”feindlicher Ausländer“ interniert wurde und dann als Land- und Fabrikarbeiter arbeitete. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Tausig 1946 zunächst nach Wien zurück und begann dort ein Studium am Max Reinhardt-Seminar. 1948 spielte er am kommunistischen Neuen Theater in der Scala und war dort auch als Regisseur und Chefdramaturg tätig. Als das Theater 1956 schließen mußte, hatten er wie alle dort Beschäftigten wegen der ausgesprochen antikommunistischen Stimmung der damaligen Zeit große Mühe an anderen Theatern unterzukommen, so daß Tausig sich entschloß, nach Ostberlin zu gehen, wo er am Deutschen Theater, das von 1949 bis 1954 Bertolt Brechts Berliner Ensemble beherbergte, und der Volksbühne arbeitete und als Drehbuchautor und Regisseur an satirischen Kurzspielfilmen der DEFA mitwirkte. Unter dem Eindruck ständiger Bespitzelungen und Drangsalierung seitens des Regimes wandte er sich vom Kommunismus ab und wechselte 1960 an dasSchauspielhaus Zürich. Er arbeitete fortan als freischaffender Schauspieler und Regisseur. 1970 wurde er Ensemblemitglied desBurgtheaters in Wien. 1983 verließ er nach dreizehn Jahren das Burgtheater, spielte aber weiterhin Theater. Abgesehen von seiner Mitwirkung in mehr als einhundert Filmen hatte Tausig in der langen Zeit seiner Karriere zahllose Auftritte in Filmen und Theaterstücken, die er selbst inszenierte oder Rollen, die er auf Theaternbühnen in Wien, Berlin, Münster, Zürich und wieder in Wien spielte. Er wirkte auch immer wieder in Tatort-Episoden und anderen TV-Krimiproduktionen mit

Sein politisches Interesse hatte Tausig nicht abgelegt: Er gründete eine Amnesty-International-Gruppe zur Unterstützung von politisch verfolgten Schauspielern und Künstlern, mit der er sich u.a. Václav Havel einsetzte, engagierte sich in der Friedensbewegung und nahm in den 1980er Jahren an Demonstrationen gegen die Stationierung von Raketen in Ostberlin wie auch in Mutlangen teil und war dabei, als 1981 die Auslieferung von Steyr-Panzer an die argentinische Militärdiktatur blockiert wurde.

Filme u.a.: Professor Bernhardi (1964), Die letzten Tage der Menschheit (1965), Kurzer Prozeß (1967), Locker vom Hocker (1979), Keine Leiche ohne Lilli (1980), Egon Schiele (1980), Der Bierkönig (1988), Auf Wiedersehen Amerika (1994), Die Bartholomäusnacht (1994), Kronprinz Rudolfs letzte Liebe (2006), Bis später, Max (2007).

Autobiographie: Kasperl, Kummerl, Jud. Eine Lebensgeschichte (2003).

Auszeichnungen u.a.: Nestroy-Preis für sein Lebenswerk (2009)

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Bild: Heinz Knisch (08/2012)

Wien, Zentralfriedhof

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Hinweis: Die sterblichen Überreste der Künstlerin werden im November 2021 von hier in das Pantheon in Paris überführt werden.

Theater / TV / Film / Show LV

Omnibus salutem!