Émile Jaques-Dalcroze

 

Schweizer Komponist und Musikpädagoge; der Sohn eines Schweizer Uhrenfabrikanten studierte in Wien bei Anton Bruckner und in Paris bei Léo Delibes. Während seiner Lehrtätigkeit als Professor der Harmonielehre am Konservatorium in Genf von 1892 bis 1910 entwickelte die “Rhythmiklehre”, nach der durch Körperrhythmik Gestalt und Wesen der Musik erlebt und dadurch gleichzeitig alle seelisch-schöpferischen Kräfte gelöst und gesteigert werden können. Von 1911 bis 1914 war er der künstlerischer Leiter der “Bildungsanstalt Jaques-Dalcroze” in Hellerau (heute zu Dresden). nach 1914 arbeitete in Genf. Jaques-Dalcroze schrieb mehrere Opern, zwei Violinkonzerte, drei Streichquartette sowie Klavierstücke und viele Lieder.

Schriften u.a.: Méthode Jaques-Dalcroze (1907-14), Rhythmus, Musik und Erziehung (1921).

Zurück zur Personenliste           

Bilder: Alexander Krischnig (02/2008)
Bild: Hans-Christian Seidel (02/2006)

Max Butting

 

Deutscher Komponist; der Sohn eines Eisenhändlers erhielt seinen ersten Musikunterricht von seiner Mutter, einer Klavierlehrerin, und später durch den Organisten Arnold Dreyer. Von 1908 bis 1914 studierte Butting an der Akademie der Tonkunst in München. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, in dem er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes nicht dienen mußte, trat er in das Geschäft seines Vaters ein, komponierte aber in seiner Freizeit. 1925 war er als Musikkritiker für die Sozialistischen Monatsheften tätig. Zwischen 1926 und 1933 war Butting Mitglied des Kulturbeirates der Funkstunde, von 1928 bis 1933 Leiter eines Studios für Rundfunkinterpretation am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium und hielt parallel dazu Meisterkurse für Hörspielkomposition an der Rundfunkversuchsstelle der Berliner Hochschule für Musik ab. Im Dritten Reich unter Druck geraten, mußte er alle seine öffentlichen Tätigkeiten aufgeben und war wiederum gezwungen, für seinen Lebensunterhalt im Geschäft seines Vaters zu arbeiten, das er Anfang 1939 übernahm. Um den Erhalt der Eisenwarenhandlung zu sicher, trat er 1940 schließlich der NSDAP bei. Nach dem Ende des Krieges lebte er als freier Komponist in Ost-Berlin, wurde 1948 Mitglied des Kulturbundes und Cheflektor im Staatlichen Rundfunkkommitee der DDR, war 1950 Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste und von 1956 bis 1959 deren Vizepräsident. Seit 1951 war er Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Komponisten und Tonsetzer (VdK der DDR) sowie Vorsitzender des Beirates der Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte (AWA). Größere Bekanntheit erlangten Butting, der u.a. zehn Sinfonien, Kammermusik, eine Oper (Plautus im Nonnenkloster, 1959, nach einer Novelle von Conrad Ferdinand Meyer) sowie Klavier- und Chorwerke schrieb, durch Aufführungen seiner Werke auf den Musikfesten der Gesellschaft für Neue Musik, in deren deutscher Sektion Butting zwischen 1925 und 1933 als Vorstandsmitglied arbeitete, und den Donaueschinger Musiktagen.

Auszeichnungen u.a.: Vaterländischen Verdienstorden in Silber (1961), Nationalpreis (1973).

Zurück zur Personenliste           

Berlin-Pankow, III. Städt. Friedhof

Genf OT Pleinpalais, Cimetière des Rois

Bild: Hans-Christian Seidel (06/2006)

Franz Schreker eigentl. Schrecker

 1912

 

Österreichischer Komponist; der Sohn eines jüdischen, aus Böhmen stammenden Hoffotografen studierte in Wien Komposition bei Robert Fuchs (*1847, †1927). 1911 gründete er das Philharmonischen Chores und wurde dessen Leiter. Ab 1912 leitete eine Kompositionsklasse an der Akademie für Tonkunst in Wien. Von 1920 bis 1931 war er Direktor in der Berliner Hochschule, geriet jedoch als Halbjude nach der Machtübernahme in das Fadenkreuz der Nationalsozialisten und wurde zum Rücktritt von seinem Amt als Direktor der Berliner Musikhochschule gezwungen. Schreker, der außerdem von 1932 bis 1933 Leiter einer Meisterklasse für Komposition an der Preußischen Akademie der Künste war, wurde auch hier in den Ruhestand versetzt, den Max von Schillings, als Nachfolger Max Liebermanns Präsident der Preußischen Akademie der Künste, veranlaßt hatte. Schreker schrieb Opern mit spätromantisch-impressionistischem Klangraffinement, ferner Tanzspiele, Orchesterwerke und Lieder.

Werke u.a.: Der ferne Klang (1912), Die Gezeichneten (1918), Der Schatzgräber (1920), Irrelohe (1924), Der Schmied von Gent (1932).

Zurück zur Personenliste           

Berlin, Städtischer Waldfriedhof Dahlem

Bild: Chris Goddard (04/2001)

Jenny Lind eigentl. Johanna Maria Lind

                       

Schwedische Sängerin; aus einer armen Familie stammend, studierte sie an der Gesangsakademie ihrer Heimatstadt. 1838 hatte sie ihr vielumjubeltes Debüt am Hoftheater Stockholm als Agathe in Der Freischütz von Carl Maria von Weber. Im Alter von 20 Jahren wurde sie Mitglied der Königlich Schwedischen Musikakademie in Stockholm und zur Hofsängerin ernannt. 1844 ging sie nach Berlin, wo sie Deutsch lernte, fuhr anläßlich der Krönungsfeierlichkeiten für König Oskar I. nach Schweden zurück, um anschließend wieder nach Berlin zurückzukehren, wo sie in Giacomo Meyerbeers Feldlager in Schlesien sang und Mitglied des Ensembles der dortigen Oper wurde. Im folgenden Jahr machte sie eine Tournee nach Hamburg, Köln und Koblenz. 1845 lernte sie Felix Mendelssohn Batholdy kennen und sang unter seiner Leitung noch im selben Jahr im Leipziger Gewandhaus. 1846 schrieb er für sie den Solosopranpart des Elias. Sie feierte auf den europäischen Opernbühnen große Triumphe, bis sie 1848 Frédéric Chopin auf dessen letzter Konzertreise in London kennenlernte. Aus Enttäuschung, daß er sie trotz gegenseitiger Sympathie nicht heiraten wollte, zog sie sich auf der Höhe ihres Ruhmes mit nur 29 Jahren überraschend von der Opernbühne zurück und widmete sich ausschließlich dem Konzertgesang. Auf einer Tournee durch die Vereinigten Staaten von 1850 bis 1852, zu der sie P.T.Barnum eingeladen hatte, wurde sie dort frenetisch gefeiert. In Boston heiratete die dort und in Europa als “schwedische Nachtigall” gefeierte Lind den Leiter des Londoner Bach-Chores, den Deutschen Komponisten Otto Goldschmidt. 1859 wurde sie britische Staatsbürgerin. Ihr letzter öffentlicher Auftritt fand 1870 in Düsseldorf statt. Sie leitete jedoch von 1883 bis 1886 die Meisterklasse für Gesang am Royal College of Music in London.

Als Amina in Vincenzo Bellinis Oper La Sonnambula (1831, dt. Die Nachtwandlerin).

 

 

 

Zurück zur Personenliste           

Great Malvern, Friedhof

Werner Richard Heymann

   Genehmigung:E. Trautwein

Deutscher Komponist und Dirigent; der Sohn eines jüdischen Getreidehändlers trat bereits im Alter von 12 Jahren in der Königsberger Philharmonie als Violinist auf. Im Jahre 1912 zog seine Familie nach Berlin, wo er die Königliche Hochschule für Musik besuchte. In Berlin begann auch seine Karriere als Komponist zunächst von sog. ernster Musik, von Liedern und symphonischen Werken. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat, wurde jedoch kurze Zeit später krankheitsbedingt aus der Armee entlassen. 1918 wurde seine Rhapsodische Sinfonie von den Wiener Philharmonikern unter Felix Weingartner (*1863, †1942) uraufgeführt. 1919 wandte er sich dann dem Kabarett und der Bühnenmusik zu, war gemeinsam mit Friedrich Hollaender musikalischer Leiter von Max Reinhardts Kabarett “Schall und Rauch”, schrieb für Rosa Valettis “Cabaret Größenwahn“ und “Die Rampe“ und war 1921 bis 1923 der musikalische Leiter von Trude Hesterbergs Kabarett “Die wilde Bühne“. In dieser Zeit vertonte er insbesondere Texte von Walter Mehring (Die kleine Stadt, Die Kälte, An den Kanälen), Klabund (Matrosenlied, In Algier sind die Mädchen schwarz) Kurt Tucholsky (Das Leibregiment). 1923 wandte er sich dem Film zu und wurde 1925 auf Vermittlung des Filmproduzenten Erich Pommer (*1889, †1966) Assistent des Generalmusikdirektors der UFA und bereits ein Jahr später deren Generalmusikdirektor. Bis zu seiner Entlassung und Emigration im Jahre 1933 komponierte er Musik für zahlreiche UFA-Filme zahlreiche Hits, u.a. für Liebeswalzer (1930) Du bist das süßeste Mädel der Welt, für Die Drei von der Tankstelle (1930) Liebling, mein Herz lässt dich grüßen und Ein Freund, ein guter Freund, für Bomben auf Monte Carlo (1931) Das ist die Liebe der Matrosen, für Der Kongreß tanzt (1931) Das muß ein Stück vom Himmel sein und Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder, Musik, die Interpreten wie Hans Albers, Willy Fritsch, Lilian Harvey, Paul Hörbiger, Oskar Karlweis, Heinz Rühmann oder die Comedian Harmonists interpretierten. Zuerst in Paris, emigrierte er nach Hollywood, konnte dort jedoch zunächst nicht Fuß fassen und kehrt in die Seinestadt zurück, ging dann nach London, um Ende der 1930er Jahre - diesmal mit Erfolg - in den Vereinigten Staaten zu reüssieren. In Hollywood komponierte er erfolgreich zahlreiche Filmmusiken und wurde mehrmals für einen Oscar nominiert, u.a. für die Musik für den Film Blaubarts achte Frau, die in Kooperation mit Friedrich Hollaender entstand, sowie für die Filme Ninotschka und To Be or Not To Be, die den Academmy Award für die Musik bekamen. 1951 kehrte er schließlich nach Deutschland zurück und widmete sich weiterhin dem Komponieren. Heymann war viermal verheiratete, zuletzt mit der Schauspielerin Elisabeth Millberg. Dieser Verbindung entstammt die Tocher Elisabeth-Charlotte (*1952).

Zurück zur Personenliste           

München, Waldfriedhof, Alter Teil

Sidney Bechet

 

US-amerikanischer Jazzmusiker; der Sohn eines Schusters erlernte das Klarinettespielen in seiner Heimatstadt bei George Baquet. 1916 spielte er bereits in mehreren Jazzbands, u.a. bei Clarence Williams und King Oliver. 1919 ging er zusammen mit Will Marion Cook und dem Southern Syncopated Orchestra auf Europatournee. In Paris kaufte er sich ein gerades Sopransaxophon, das ab da zu seinem Markenzeichen wurde und mit dem er als einer der Großen des New Orleans Jazz reüssierte. 1921 kehrte er wieder nach New York zurück. In den 1920er Jahren machte er seine ersten Schallplattenaufnahmen mit der Clarence William Blues Five und mit Louis Armstrongs Red Onion Jazz Babies. Eine zweite Europatournee und eine Tournee durch Rußland folgte, und 1928 schloß er sich Noble Sissles Band in Paris an. Wegen einer Schießerei mußte er mehrere Monate im Gefängnis verbringen und spielte mit dem Gedanke, die Musik ganz aufzugeben, um als Schneider zu arbeiten. Er besannt sich jedoch und gründete eine eigene Band, die New Orleans Feetwarmers, und setzte auch seine Zusammenarbeit mit Armstrong fort. 1950 ließ er sich dauerhaft in Frankreich nieder und vermittelte der dortigen Dixieland-Szene entscheidende Impulse. Aus dieser Zeit stammen einige seiner bekanntesten Stücke, u.a. Petite Fleur (1952) und Les Oignons (1953). Bechet, der zu den wichtigsten Vertretern des New-Orleans-Jazz gehörte und dessen Sopransaxophonspiel stilbildend war, war berühmt für seinen voluminösen Ton und sein starkes Vibrato. Verheiratet war er seit 1951 in dritter Ehe mit der Deutschen Elisabeth Ziegler - die Mistinguett war Trauzeugin des Paares.

Aufnahmen u.a.: Maple Leaf Rag, Shag, I’ve Found a New Baby, Lazy River, Sweet Lorraine, Summertime.

Zurück zur Personenliste          

Garches (Dép. Hauts-de-Seine), Cimetière de Ville

Bilder: Matthias Bauer (05/2006)
Bild: © Pim de Bie-Holland (2008)
Bild: Hartmut Riehm (03/2008)
Bild: Steffi Eckold (09/2008)
Bild: Hans-Christian Seidel (05/2011)

Mary Krebs-Brenning

 

Deutsche Pianistin; Tochter einer Opernsängerin; wurde bereits von ihrem sechsten Lebensjahr an von ihrem Vater im Klavierspiel unterrichtet. 1863 gab sie ihr erstes Konzert im Dresdner Hotel de Saxe, gefolgt von zahlreiche weitere Konzerten in Leipzig, Hamburg und auch in England, und als “Wunderkind” bewundert, wurde sie bereits im Alter von 13 Jahren von König Johann zur königlichen Kammervirtuosin ernannt. Im Oktober 1870 trat sie eine zwei Jahre währende Konzertreise durch die Vereinigten Staaten an. Sie begleitete u.a. die Koloratursopranistin Adelina Patti am Piano und musizierte gemeinsam mit Artur Rubinstein sowie der Königlichen Hofkapelle und dem Gewerbeorchester. Es folgen Reisen nach England, Sankt Petersburg und Moskau. Nach ihrer Verheiratung mit dem königlichen Stallmeister Theodor Brenning im Jahre 1887 zog sich immer öfter auf ihr Gut in Strehlen zurück.

Zurück zur Personenliste                   

Dresden, Alter Kathol. Friedhof

Bild: Hans-Christian Seidel (05/2011)

Arno Schellenberg

 

Deutscher Kammersänger (lyrischer Bariton) und Gesangspädagoge; studierte ab 1926 an der Akademischen Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg Gesang. Sein Debüt als Sänger gab er 1929 am Düsseldorfer Opernhaus. Von 1930 bis 1931 war er an der Oper Köln engagiert, anschließend trat er am Opernhaus in Königsberg als erster Bariton auf, bevor er 1932 von Fritz Busch an die Sächsische Staatsoper Dresden verpflichtet wurde. In den 1930er Jahren avancierte er zu einem der führenden Sänger der Dresdner Semperoper, an der er bis 1949 wirkte. Nach dem Zweiten Weltkriegs war er einer jener Künstler, die am Wiederaufbau des Dresdner Musiklebens maßgeblich beteiligt waren. Schellenberg trat auch im Ausland, in Italien und Österreich, auf. 1950 war er einer neben Hanns Eisler und Rudolf Wagner-Régeny einer der ersten Professoren an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, wo er Gesang unterrichtete. Im Jahr 1966 beendete Schellenberg seine Laufbahn als Sänger und übernahm eine Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Im Jahr 1968 ernannte ihn die Sächsische Staatsoper zum Ehrenmitglied.

Zurück zur Personenliste                   

Dresden OT Weißer Hirsch, Waldfriedhof

Peter Wimberger

 

 

Österreichischer Opernsänger (Bassbariton); studierte Gesang an der Musikakademie Wien, wo er Schüler von Paul Schöffler und Adolf Vogel war, und gab sein Bühnendebüt 1963 am Opernhaus Dortmund als Pietro in Simon Boccanegra von Giuseppe Verdi. Es folgten Engagements an den Opernhäusern von Mainz, Freiburg und an der Deutschen Oper am Rhein. Er trat in Deutschland außerdem am Opernhaus Frankfurt am Main, am Staatstheater Karlsruhe, am Staatstheater Kassel 1972 als Wotan in Wagners Oper Die Walküre und an der Bayerischen Staatsoper auf. International sang er u.a. an der New Yorker Met, der Mailänder Scala, und nach Engagements in Kopenhagen, Barcelona, Lyon, Buenos Aires sowie den Salzburger und Bregenzer Festspielen, An der Wiener Staatsoper gab er sein Debütals Mitglied des Ensembles  im September 1972 als Sprecher in Die Zauberflöte.

Bis 2002 sang er an über 900 Abenden 57 Rollen in 44 verschiedenen Opern. Zu seinen meistgesungen Partien zählen der Polizeikommissär in Richard StraussDer Rosenkavalier (131 Mal), 78 Mal als Graf von Monterone in Giuseppe Verdis Rigoletto , , 78 Mal als Erste Nazarener in Strauss’ Salome , als Don Bartolo in Mozarts Le nozze di Figaro, Geisterbote in Die Frau ohne Schatten (33 Mal) sowie Ferrando in Il trovatore und Angelotti in Tosca (je 32 Mal). Mehrfach gastierte er bei den Bregenzer Festspiele. In der Spielzeit 1990/91 übernahm er an der Wiener Volksoper in einer Neuinszenierung der Oper Der Freischütz die Rolle des Eremiten.

Seinen letzten Staatsopernauftritt absolvierte Peter Wimberger, der 1986 zum österreichischen Kammersänger ernannt wurde, am 5. Mai 2002 in Die Meistersinger von Nürnberg.

Inschrift: Wandel und Wechsel liebt, was lebt (abgewandelter Aphorismus von Richard Wagner): Wandel und Wechsel liebt, wer lebt.

Zurück zur Personenliste                             

Bilder: Heinz Knisch (07/2021)

Wien, Zentralfriedhof

Franz Bartzsch

 

 

Deutscher Musiker, Sänger, Arrangeur und Komponist; erlernte nach Abschluß der Polytechnischen Oberschule im Jahre 1964 erlernte bis 1967 den Beruf des Elektromonteurs und spielte nebenher bei der Terosit-Combo. Nach Beendigung der Armeezeit im Herbst 1968 besuchte er von 1968 bis 1972 die Musikschule Friedrichshain in Ost-Berlin mit den Fächern Klavier und Tanzmusik. Erste professionelle Schritte als Musiker unternahm Bartzsch in Dresdner Bands. In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) schrieb der Komponist viele Titel u.a für Veronika Fischer (*1951) die Klassiker Daß ich eine Schneeflocke wär, Auf der Wiese, Klavier im Fluß, Blues von der letzten Gelegenheit und In jener Nacht .

1980 kehrte Bartzsch von einem Auftritt in West-Berlin nicht mehr in die DDR zurück, arbeitete anschließend als Studiomusiker und Filmkomponist und schrieb Musik für Roland Kaiser, Udo Jürgens, Milva und den Titel I feel good für die Disco-Formation Boney-M.

Der 62- jährige Franz Bartzsch wurde am 6.1.2010 in seinem Auto in Berlin aufgefunden.

Zurück zur Personenliste                 btn_up            

Bild: Dirk Gebauer (01/2021)

Berlin, Friedhof a.d. Stubenrauchstraße

Musiker LXVI

Omnibus salutem!