Pfitzner, Hans Erich

 

  • geb. 5.5.1869 in Moskau
  • gest. 22.5.1949 in Salzburg

Österreichischer Komponist; studierte in Frankfurt am Main, wirkte u.a. in Mainz, wo er von 1894 bis 1896 Theaterkapellmeister war, in Berlin von 1897 bis 1907 als Lehrer für Komposition am Sternschen Konservatorium, wo Otto Klemperer einer seiner Schüler war, seit 1903 zugleich als Kapellmeister am Theater des Westens, in Straßburg von 1908 bis 1918 als Städtischer Musikdirektor und Direktor des Konservatoriums, als Leiter einer Meisterklasse für Komposition an der Akademie der Künste in Berlin von 1920 bis 1929; von 1929 bis 1934 war er Leiter einer Meisterklasse für Komposition in München und wirkte dann international als Dirigent, Pianist und Opernregisseur.

Werke u.a.: Der arme Heinrich (1895), Die Rose vom Liebesgarten (1901), Das Christ-Elflein (1906, Neufassung 1917), Das Herz (1931). Kleine Sinfonie (1939), Sinfonie C-Dur (1940); Fantasie (1947), Klavierkonzert Es-Dur (1922), Violinkonzert h-Moll (1925).

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Bild: W. Burghart (2000)

Wien, Zentralfriedhof

Stolz, Robert

 

  • geb. 28.8.1880 in Graz
  • gest. 27.6.1975 in Berlin (West)

Österreichischer Theaterkapellmeister und Komponist; Theaterkapellmeister in Brünn und Wien. Seinen großen Durchbruch erlebte er, als 1930 im ersten europäischen Musikfilm die von ihm komponierten Lieder gespielt wurden (Zwei Herzen im Dreivierteltakt). Jetzt sang auch der sehr populäre Jan Kiepura seine Lieder (u.a. Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n). Auf Wunsch von Ralph Benatzky , zusätzlich Musik für seine Revueoprette Im weißen Rössl zu schreiben, steuerte der Wahl-Berliner u.a. Die ganze Welt ist himmelblau bei. Jetzt auch in Deutschland bekannt, versuchten die Nationalsozialisten ihn für sich zu gewinnen; er lehnte die Zusammenarbeit jedoch ab, verhalf im Gegenteil gefährdeten Menschen zur Flucht. Unmittelbar vor seiner Verhaftung durch die Gestapo konnte er 1938 nach Paris fliehen; dort lernte er seine spätere fünfte Frau, die 27-jährige Einzi, kennen, die an der Sorbonne Jura studierte (es sei ein “coupe de foudre” gewesen, sagte sie später). Als er mit anderen nach Ausbruch des Krieges im November 1939 in einem Pariser Stadion interniert wurde, löste Einzi ihn mit einer Bestechungszahlung aus. Danach emigrierte er in die Vereinigten Staaten. 1946, inzwischen mit Einzi verheiratet, kehrte er in das geteilte Wien zurück; auch hier half ihm seine Frau bei der russischen Besatzungsmacht: es gelang ihm, wieder in seinen alten Wohnung einzuziehen. Robert Stolz schrieb über 60 Operetten, Musicals sowie Filmmusik.

Werke u.a.:  Mädi (1923), Venus in Seide (1932), Frühling im Prater (1949), Zwei Herzen im Dreivierteltakt (1930), Die ganze Welt ist himmelblau, Im Prater blüh'n wieder die Bäume. Adieu, mein kleiner Gardeoffizier.

Werke u.a.: Venus in Seide (1932), Frühling im Prater (1949), Zwei Herzen im Dreivierteltakt (1930), Die ganze Welt ist himmelblau, Im Prater blüh'n wieder die Blumen. 

Inschrift: Wenn meine Melodien in den Herzen der Menschen einen Platz gefunden haben, dann weiß ich meine Aufgabe erfüllt und nicht umsonst gelebt habe.

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Zeller, Carl Johann Adam

 

  • geb. 19.6.1842 Sankt Peter in der Au (Bez. Amstetten)
  • gest. 17.8.1898 in Baden b. Wien

Österreichischer Komponist; Sohn eines Arztes; war in seiner Jugend Wiener Sängerknabe in der kaiserlichen Hofkapelle, studierte Jura und promovierte zum Dr. iur., und zugleich studierte er Komposition bei Simon Sechter in Wien. Ab 1873 war er Kulturreferent im österreichischen Unterrichtsministerium. Obwohl er die Musik nur als Liebhaberei betrieb, wurde er Hauptvertreter der klassischen Wiener Operette; er komponierte außerdem Chorwerke und zwei Opern. Besonders populär wurde seine Operette Der Vogelhändler (1891) und das darin enthaltene Lied Grüss euch Gott, alle miteinander.

Werke u.a.: Der Vagabund (1886), Der Vogelhändler (1891), Der Obersteiger (1894).

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Millöcker, Karl

 

  • geb. 29.4.1842 in Wien
  • gest. 31.12.1899 in Baden b. Wien

Österreichischer Komponist; war Schüler des Konservatoriums der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (heute Universität für Musik und darstellende Kunst). Neben J.Strauß (Sohn) und Franz von Suppé war er Hauptvertreter der klassischen Wiener Operette. 1864 wurde er auf Empfehlung von Suppé als Theaterkapellmeister nach Graz verpflichtet. Nach Aufenthalten in Budapest und am Wiener Harmonietheater wirkte er von 1869 bis 1883 als Kapellmeister am Theater an der Wien.

Werke u.a.: Gräfin Dubarry (1879), Der Bettelstudent (1882), Gasparone (1884), Der arme Jonathan (1890).

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Ziehrer, Carl Michael

 

  • geb. 2.5.1843 in Wien
  • gest. 14.11.1922 in Wien

Österreichischer Komponist und Dirigent; von Haus aus wie sein Vater Hutmacher, komponierte er bereits im Alter von 19 Jahren eigene Werke. Nach verschiedenen musikalischen Zwischenstationen 1883 wurde er Kapellmeister bei den Deutsch- und Hochmeistern und gab mit diesen auf zahlreichen Reise durch Europa und die Vereinigten Staaten Konzerte. 1907 wurde er als Nachfolger von Eduard Strauß k.u.k Hofballmusikdirektor. Ziehrer schuf 22 Operetten, etwa 600 Tänze, sowie viele Walzer und Märsche.

Werke u.a.: Die Landstreicher (1899).

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Bild: W. Burghart (2000)

David, Johann Nepomuk

 

Porträt aus Copyrightgründen leider nicht verfügbar

 

 

 

 

 

  • geb. 30.11.1895 in Eferding (OÖ)
  • gest. 22.12.1977 in Stuttgart

Österreichischer Komponist: war von 1906 bis 1909 Sängerknabe im Augustiner-Chorherrenstift Sankt Florian (Oberösterreich) und von 1909 bis 1911 Schüler am Gymnasium des Benediktinerstifts Kremsmünster. Anschließend studierte er von 1911 bis 1915 an der Bischöflichen Lehrerbildungsanstalt in Linz. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Volksschullehrer und studierte währenddessen von 1921 bis 1922 in Wien an der Musikakademie und Universität. Von 1922 bis 1924 hatte er die musikalische Leitung der Linzer “Kunststelle“ inne. Von 1926 bis 1934 leitete er in Wels den dort von ihm gegründeten Bach-Chor und war anschließend bis 1934 Organist an der Christuskirche Wels. 1934 wechselte er als Lehrer für Theorie und Komposition an die Kantoreien am Leipziger Landeskonservatorium (ab 1841 Hochschule für Musik) und wurde deren Leiter. Von 1945 bis 1947 war er Professor für Komposition und kommissarischer Leiter des Salzburger Mozart eums, anschließend bis 1963 Professor für Theorie und Kontrapunkt an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart, zugleich von 1949 bis 1952 Dirigent des Stuttgarter Brucknerchores und zugleich von 1950 bis 1953 Dirigent des Hochschul-Kammerorchesters. David suchte bachsche Polyphonie und zeitgenössische Elemente zu vereinen; schrieb Orgelwerke, Sinfonien, Violinkonzerte, Kammermusik, Chöre und Oratorien.

Werke u.a.: Ezzolied (1957).

Inschrift: Ex deo nascimur, in Christo morimur, ex spiritu sacto reviviscimus. (Aus Gott werden wir geboren, in Christo werden wir sterben, aus dem Heiligen Geist werden wir wiedergeboren).

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Wien, Zentralfriedhof

Wien, Zentralfriedhof

Wien, Zentralfriedhof

Wien, Zentralfriedhof

Wien, Zentralfriedhof

Bild: Alexander Krischnig (2006)
Bild: Alexander Krischnig (2006)
Bild: Alexander Krischnig (05/2006)
(04/2006)
Musiker XIII