Deutsche Film- und Fernsehschauspielerin; nach einer Ausbildung zur Sängerin (Sopran) und einer Schauspielausbildung an der Folkwangschule in ihrer Heimatstadt, wo sie auch ihr erstes Bühnenengagement erhielt, wirkte sie seit 1960 in zahlreichen Fernseh- und Filmproduktionen mit, u.a. 1971 als Sexfilm-Darstellerin in Hausfrauen-Report, 1991 in Schloß Pompon Rouge und 1999 in Die rote Meile. Regisseur Rainer Werner Fassbinder drehte mit ihr 1981 die Filme Lili Marleen und Lola sowie 1982 Die Sehnsucht der Veronika Voss. Einem breiten Publikum wurde sie jedoch als Mutter Jolanthe von Scheußlich der Klimbim-Familie aus der 36-teiligen TV-Serie von Regisseur Michael Pfleghar bekannt. Zuletzt arbeitete sie auch als Synchronsprecherin, so lieh sie ihre Stimme der Marge Simpson in der US-amerikanischen Zeichentrickserie The Simpsons. Sie wurde am 27.7.2006 tot in ihrer Wohnung aufgefunden.
Auszeichnungen u.a.: Deutscher Comedy-Preis
München, Waldfriedhof, Neuer Teil 421 (anonym)
Deutscher Theater- und Filmschauspieler; war als Nachfolger Dr. Richard Ohnsorgs ab 1947 Intendant des Hamburger Ohnsorg-Theaters, das insbesondere durch die ab 1954 regelmäßig stattfindenden Übertragungen des deutschen Fernsehens bundesweit bekannt wurde. Allerdings wurde für die bundesweiten Fernsehübertragungen, die der NDR aufzeichnete, das Plattdeutsche “verstehbar” gemacht, man sprach dann “Missingsch“. Seit 1937 war Mahler mit der Volksschauspielerin Heidi Kabel verheiratet. Aus dieser Ehe sind die Kinder Jan-Rasmus Mahler (*1938), Heiko Mahler (*1942) und Heidi Mahler (*1944) hervorgegangen. Letztere ist ebenfalls Schauspielerin am Ohnsorg-Theater.
Deutsche Theater- und Filmschauspielerin; besuchte die Schauspielschule des Schillertheaters in Berlin und studierte anschließend Ballett. Sie wirkte von 1957 bis 1958 am Schauspielhaus in Zürich und anschließend unter Gustaf Gründgens am Schauspielhaus in Hamburg. Bekannt wurde sie in den 1960er Jahren als “deutsche Marilyn Monroe”. Sie stand in zahlreichen deutschen Film vor der Kamera u.a. an der Seite von Heinz Rühmann, Romy Schneider, Maria Schell, O.W.Fischer und drehte mit Rainer Werner Fassbinder Faustrecht der Freiheit und Berlin Alexanderplatz, machte sich jedoch auch einen Namen als Mitglied der “Münchner Lach- und Schießgesellschaft”. Seit 1994 wirkte sie für den Privatsender RTL in der TV-Serie Unter uns mit.
Filme u.a.: Fanfaren der Liebe (1951), Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren (1951), Hoppla, jetzt kommt Eddie (1958), Die Tausend Augen des Dr. Mabuse (1960), Axel Munthe - der Arzt von San Michele (1962), Die Venusfalle (1988).
Berlin, Waldfriedhof, Zehlendorf Potsdamer Chaussee


Deutsche Schauspielerin und Theaterleiterin; gilt als die Neuberin des 20. Jahrhunderts. Sie spielte von 1896 bis 1902 insbesondere Ibsen-Rollen am Deutschen Theater in Berlin. 1905 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann Gustav Lindemann das Schauspielhaus Düsseldorf, das sie bis zu ihrem Tode führte. Dem Theater angegliedert war eine Schauspielschule. Einer ihrer Schüler und zugleich ihr berühmtester war Gustaf Gründgens.
Düsseldorf, Nordfriedhof
Hinweis: Bei der Skulptur auf dem Grab handelt es sich um ein Werk Ernst Barlachs.
Hilde Krahl eigentl. Hildegard Kolačný
Österreichische Schauspielerin; die Tochter eines Eisenbahningenieurs begann zunächst ein Musikstudium in Wien, wechselte dann jedoch in die Schauspielschule, die sie 1936 mit Prüfungsabschluß beendet. Im gleichen Jahr gab sie ihr Theaterdebüt im Kabarett Literatur am Naschmarkt in Wien mit einer Parodie auf Paula Wessely, trat anschließend im Raimund-Theater und in der Skala auf. Dort entdeckte sie Ernst Lothar Jahr und engagierte sie an das Theater in der Josefstadt, dessen Ensemble sie bis 1966 angehörte. Heinz Hilpert holte sie 1938 auch an seine Berliner Bühne. Bereits 1936 trat sie erstmals in einem Film (Die Puppenfee) auf. Willi Forst verpflichtete sie für den Film Serenade. Bekannt wurde sie durch den Leinwandstreifen Der Postmeister mit Heinrich George (1940). 1944 heiratete sie den Ufa-Produktionschef Wolfgang Liebeneiner, mit dem sie u.a. Großstadtmelodie drehte. Nach dem Krieg konnte sie ihre Karriere erfolgreich fortsetzen: sie spielte an verschiedenen Theatern, von 1945 bis 1954 an den Hamburger Kammerspielen unter Ida Ehre, am Schauspielhaus Zürich, am Schauspielhaus Düsseldorf, an der Kleinen Komödie München, am Theater im Zoo Frankfurt am Main, am Renaissance-Theater Berlin, trat bei den Festspielen in Bad Hersfeld und Recklinghausen in Gastrollen auf. 1959/60 spielte sie am Wiener Burgtheater, wiederum an den Hamburger Kammerspielen und 1961 am Wiener Volkstheater. Besonders eindrucksvoll verkörperte sie die erste Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner in dem Film Herz der Welt (1952). Ab 1954 trat sie im Fernsehen auf. Ihren Körper vermachte sie der Anatomie der ‘Universität Wien.
Filme u.a.: Anuschka (1942/43), Draußen vor der Tür (1948/49) von Wolfgang Borchert, Kinder, Mütter und ein General (1954/55), Die Möwe (1963), Das Glas Wasser (1969), Begegnung im Herbst (1977)
Auszeichnungen u.a.: Filmband in Gold (1961), Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (1983).
Wien, Zentralfriedhof (Gedenkstätte der Anatomie)


Deutscher Schauspieler; wirkte in den 1950er Jahren in zahlreichen sog. Heimatfilmen mit und war zusammen mit Gustl Bayrhammer, Max Grießer und Erni Singerl Mitglied des Ensembles des Komödienstadels des Bayerischen Rundfunks (BR). Bundesweit bekannt wurde er jedoch erst durch seine Mitwirkung in der vom BR zwischen 1961 und 1963 ausgestrahlten Fernsehserie Funkstreife Isar 12, in der er den Polizeimeister Alois Huber verkürperte.
Filme und TV-Serien u.a.: Elf Jahre und ein Tag (1963), Der verkaufte Großvater (1967), Unsere schönsten Jahre (1983), Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger, Das Königlich Bayerische Amtsgericht.
München, Waldfriedhof







Gedenkstein auf dem Ostfriedhof im München


Omnibus salutem!