Melina Mercouri [griech. Μελίνα Μερκούρη}

Stockholm 1982, GFDL (Quelle: http://bild.admin.kth.se/)

 

 

 

 

 

Griechische Schauspielerin, Sängerin und Politikerin; entstammte einer angesehenen Athener Familie (ihr Großvater war 30 Jahre lang Bürgermeister Athens, ihr Vater Abgeordneter und Innenminister), studierte am griechischen National Theater Drama, engagierte sich in der Politik, wurde nach dem Militärputsch im April 1967 ausgebürgert (“I was born Greek, I will die Greek”), kam nach Beendigung der Diktatur 1974 nach Griechenland zurück und schloß sich Papadreous Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK - Panhellenische Sozialistische Bewegung) an, war von 1982 bis 1989 Kulturministerin. Als solche forderte sie - mit Unterstützung ihres Mannes, dem Regisseur Jules Dassin (*1911, †2008), mit dem sie seit 1966 verheiratet war - als erste die Rückgabe der Elgin-Marbles, eine Sammlung griechischer Marmorskulpturen, die der damalige britische Botschafter von Konstantinopel, Thomas Bruce Earl of Elgin, im Jahr 1806 von Athen nach London brachte, von den Briten (allerdings wurde dieser Forderung bis heute nicht nachgekommen, auch wenn sie stets von jeder griechischen Regierung wiederholt wurde). 1993/94 war Mercouri erneut Ministerin für Kultur, Jugend und Sport.

Filme u.a.: Stella (1955), Sonntags... nie! (1959/60), Topkapi (1963), Nasty habits (1977, dt. Eine beispiellose Affäre), A dream of passion (1978, dt. Traum einer Leidenschaft).

Lieder u.a.: Weiße Rosen aus Athen, Ein Schiff wird kommen.

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Athen, Erster Friedhof

Greta Garbo eigentl. Greta Lovisa Gustafsson

Schwedische Schauspielerin; die Tochter eines Hilfsarbeiters war zunächst Friseuse und Fotomodell, danach erfolgte eine Ausbildung an der Königlichen Schauspielakademie. 1923 wurde sie durch Mauritz Stiller für den Film entdeckt, und nach ihren hervorragenden schauspielerischen Leistungen in einer Nebenrolle in dem Stummfilm Gösta Berling saga (1923/24) und in Georg Wilhelm Pabsts Streifen Die Freudlose Gasse (1925) nahm MGM sie 1926 unter Vertrag. Bereits ihr erster Hollywoodfilm The Torrent (1926, dt. Fluten der Leidenschaft) wurde zu einem großen Erfolg und Garbo stieg zu einem der populärsten Stars der Stummfilmzeit auf. Aber auch nach Aufkommen des Tonfilms, bei dem viele Schauspieler scheiterten, so u.a. auch ihr langjähriger Filmpartner John Gilbert, konnte sie ihre Karriere erfolgreich fortsetzen. In Ernst Lubitschs Film Ninotschka (1939) konnte sie auch ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen. 1951 erlangte sie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 1954 wurde sie mit einem Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die zweite Hälfte ihres Lebens verbrachte sie völlig zurückgezogen in New York. “Greta Garbo gehört noch zu jenem Augenblick in der Geschichte des Films, da das Erfassen des menschlichen Gesichts die Massen in die größte Verwirrung stürzte, da man sich buchstäblich in einem menschlichen Abbild verlor wie in einem Liebestrank, da das Gesicht eine Art von absolutem Zustand des Fleisches bildete, den man nicht erreichen und von dem man sich nicht lösen konnte” so Roland Barthes in seinen Mythologies.

Filme u.a.: Love (1927), Mata Hari (1931), Grand Hotel (1932, Menschen im Hotel, Queen Christina (1933, Königin Christine), Anna Karenina (1935).

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Rita Hayworth eigentl. Margarita Carmen Cansino

1942     no_copyright

US-amerikanische Filmschauspielerin; die Tochter eines spanischen Tänzerehepaares arbeitete bereits als Zwölfjährige als professionelle Tänzerin; ab 1935 wirkte sie in zahlreichen Spielfilmen - zunächst unter dem Namen Rita Cansino - in Nebenrollen mit. Bekannt wurde sie durch die Komödie The Strawberry Blonde (1941, dt. Rotblond ist Trumpf/Die Tizianblonde/Die Schönste der Stadt) als Partnerin von James Cagney und Olivia de Havilland und entwickelte sich rasch zu einem Sexsymbol der 1940er Jahre mit dem Spitznamen “Love Goddess”. Einer ihrer bekanntesten Filme war der 1946 gedrehte Film Gilda mit Glenn Ford. Ihre letzte Rolle spielte Rita Hayworth 1972 in dem Western The Wrath of God (dt. Zum Teufel mit Hosianna) als Partnerin von Robert Mitchum. Ab 1981 erkrankte sie an der Alzheimer-Krankheit. Verheiratet war sie fünfmal, u.a. von 1943 bis 1948 mit Orson Welles und von 1949 bis 1951 mit Prinz Ali Khan, dem Sohn des Aga Khan III..

Filme u.a.: Only Angels Have Wings (1939, dt. SOS – Feuer an Bord), König der Toreros (1941), Wer wird schon reich beim Militär (1941), Du warst nie berückender (1942), Es tanzt die Göttin (1944), Die Lady von Shanghai (1947), Das Spiel mit dem Feuer (1957), Getrennt von Tisch und Bett (1958).

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Liesl Karlstadt eigentl. Elisabeth Wellano

 (GNU-FDL)

Bayrische Volksschauspielerin und Soubrette; Tochter eines aus Italien zugewanderten Schwabinger Bäckermeisters; war zunächst als Verkäuferin im von Hermann Tietz auch in München gegründeten Kaufhaus tätig, wandte sich jedoch dem Theater und der Musik zu . Im Alter von 17 Jahren kam sie zu den Münchner Volkssängern, dann an die Volksbühne und zum Kabarett. 1911 lernte sie Karl Valentin bei einem seiner Auftritte im “Frankfurter Hof“ kennen, an dem sie als Soubrette mit ihrem Damentrio im Vorprogramm auftrat. Sie wurde seine Partnerin und arbeitete mit ihm in 400 Sketchen, von denen viele von ihr geschrieben wurden, Komödien und vielen Filmen z.B. in Buchbinder Wanninger, zusammen, bis sie 1939 durch Valentins neue Bühnenpartnerin und Geliebte Annemarie Fischer ersetzt wurde. Ihren Künstlernamen “Liesl Karlstadt“ ist eine Akronym des Namens des seinerzeit sehr bekannten Münchner Gesangshumoristen Karl Maxstadt . Maxstadt, der Valentins Idol war.

An sie und Karl Valentin erinnern Brunnen auf dem Münchner Viktualienmarkt.

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Filme u.a.: Der Weibertausch (1952), Wir Wunderkinder (1958)

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München, Bogenhausener Friedhof

Richard,Burton eigentl. Richard Walter Jenkins

Porträt aus Copyrightgründen leider nicht verfügbar

 

 

 

Englischer Bühnen- und Filmschauspieler; der Sohn eines Bergmanns studierte vorübergehend am Exeter College in Oxford. Nach ersten Bühnenerfahrungen im Jahre 1943 stand er von 1944 bis 1947 im Dienst der Royal Airforce in Kanada. Ab 1948 bewies er seine schauspielerischen Fähigkeiten als Darsteller von Shakespeare-Rollen im Old Vic Theatre in London. Sein Filmdebüt hatte Burton in der Dorfgeschichte The Last Days of Dolwyn (1949). Während der Dreharbeiten lernte er seine erste Frau, Sybil Williams, kennen. Angelockt von den hohen in den Vereinigten Staaten gezahlten Gagen, drehte er nun dort Filme und begründete mit dem nach dem Roman von Daphne du Maurier gedrehten Film My Cousin Rachel (1952, Meine Cousine Rachel), der ihm die erste von insgesamt sieben Oscar-Nominierungen einbrachte (einen Oscar selbst erhielt er niemals), seinen internationalen Ruhm und gehörte bald zu den höchstdotierten Stars des internationalen Films. Während der Dreharbeiten zu dem Film Cleopatra (1963), in dem er Mark Anton verkörperte, lernte er Elizabeth Taylor kennen, mit der er zwei turbulente Ehen führte. 1976 kehrte er mit dem Theaterstück Equus an den Broadway zurück. Seine letzte Rolle hatte er 1984 in dem Film 1984 nach dem gleichnamigen Roman von George Orwell. Bei der Beerdigung legte man ein Buch des von ihm sehr geschätzen, aus seiner Heimat stammenden Schriftsstellers Dylan Thomas auf den Sarg.

Filme u.a.: Das Gewand (1953), Blick zurück im Zorn (1959), Der Spion, der aus der Kälte kam (1965), Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (1966), Der Widerspenstigen Zähmung (1967), Die Ermordung Trotzkis (1972).

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Celigny (CH), Protestantischer Friedhof

Stockholm, Skogskyrkogarda

Errol Flynn

Australischer Schauspieler; der Sohn eines Meeresbiologen besuchte mehrere höhere Schulen in England und Australien, die er jedoch alle wegen schlechter Leistungen nicht beendete. Ab seinem 16. Lebensjahr führte er ein abenteuerliches Leben, u.a. als Schiffskoch, Perlenfischer, Goldsucher, Journalist und Vorarbeiter auf einer Tabakplantage. Sein Leinwanddebüt hatte er in der Rolle des Fletcher Christian in dem halbdokumentarischen australischen Spielfilm In the Wake of the Bounty (1933). Nach Nebenrollen in zwei unbedeutenden Filmen erhielt er 1935 die Hauptrolle in Captain Blood (dt. Unter Piratenflagge), mit der ebenfalls damals noch unbekannten Olivia de Havilland (*1916) an seiner Seite. Schon bald galt er als Prototyp eines verwegenen Draufgängers und spielte vornehmlich in Abenteuer- und Piratenfilmen. 1943 wurde der Frauenheld wegen Verführung Minderjähriger angeklagt, aber freigesprochen, wie sich seine zahlreichen Skandale überhaupt nicht negativ auf seine Karriere auswirkten. Sein letzter wirklich großer Erfolg war der selbstironische Film The Adventures of Don Juan (dt.: Die Liebesabenteuer des Don Juan), der 1948 unter der Regie von Vincent Sherman entstand. In den 1950er Jahren sank sein Stern aufgrund seiner Alkohol- und Drogenprobleme allmählich, obwohl er noch einmal in The Sun Also Rises (1957), und in der Rolle seines Idols John Barrymore in dem Streifen Too Much Too Soon (1958, dt. Ihr Leben war ein Skandal) zu sehen war. Anläßlich einer seiner privaten Touren hielt er sich zusammen mit seinem Freund Victor Pahlen in Kuba auf, als dort unter Fidel Castros (*1926) Führung die Revolution ihren Ausgang nahm. Statt wie die meisten Amerikaner, die Insel stante pede zu verlassen, drehten die beiden den Dokumentarfilm Cuban Story (1958, dt. Die Wahrheit über Fidel Castros Revolution), der allerdings in den Archiven Hollywoods verschwand, bis er nach Jahrzehnten im Fernsehen gezeigt wurde.

Flynn starb - gezeichnet von jahrelangem Raubbau an seinem Körper, seiner chronischen Malaria sowie weiteren organischen Problemen -  nach einem Herzinfarkt und wurde nicht - wie von ihm ausdrücklich gewünscht - in Jamaika beigesetzt, sondern auf Veranlassung seiner dritten Noch-Ehefrau im von ihm wenig geliebten Hollywood zur letzten Ruhe gebettet. Verheiratet war Errol Lili DamitaFlynn 1935 mit der aus Frankreich stammenden Schauspielerin Lili Damita; aus dieser Ehe ging der Sohn Sean Flynn (*1941, vermißt 1970 in Kambodscha) hervor. Nach der Scheidung im Jahre 1942 war er noch zweimal verheiratet: Von 1943 bis 1949 mit Nora Eddington und mit der Schauspielerin Patrice Wymore von 1950 bis zu seinem Tode. 1957 lernte er am Setdes Films Marjorie Morningstar (dt. Die Liebe der Marjorie Morningstar) die 15-jährige Beverly Aadland kennen. Sie wurde seine Geliebte und letzte Lebensgefährtin, und er ließ sich mit ihr in Jamaika nieder, wo er beim Spiel ein Haus gewonnen hatte. Sie spielte an seiner Seite in seinem letztem Film Cuban Rebel Girls (1959) mit.

Filme u.a.: The Charge of the Light Brigade (1936, dt. Der Verrat des Surra Khan), The Adventures of Robin Hood (1938, dt. Robin Hood, der König der Vagabunden), The Private Life of Elizabeth and Essex (1939, dt. Günstling einer Königin), The Sea Hawk (1940, dt. Der Herr der sieben Meere), Against All Flags (1952, dt. Gegen alle Flaggen), The Master of Ballantrae (1953, dt. Der Freibeuter).

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Bild: KN (2000)

Culver City, (CA), Holy Cross Cemetery

Glendale (CA), Glendale Forest Lawn

Bilder: Helmut O. Fischer
Bild: Ukemi 42 (05/2007) flickr.com
Bild: Dorian (07/2007) flickr.com
Bild: Matt (05/2002) flickr.com
Bild: Kent Kanouse (08/2007)
Bild: Alexander Krischnig (10/2007)
Bild: Alexander Krischnig (10/2007)
Bild: Nanda Prado (11/2007)
Bild: Karie (09/2006)
Bild: Lisa Burks (04/2008)
Bilder: Georg stein (02/2009)
Bild: Matthias Bauer (05/2006)

Hinweis: Ihr Mann Jule Dassin wurde 2008 neben ihr beigesetzt.

Theater / TV / Film / Show III

Omnibus salutem!