Carl Wery eigentl. Wery de Lemans

 

Deutscher Schauspieler; von Haus aus Kaufmann und Direktor einer Holzfabrik, spielte er den Faust in Bielefeld. Nach einem Engagement in Münster arbeitete er ab 1932 am Berliner Schiller- und Residenztheater, von wo ihn Otto Falckenberg an die Münchener Kammerspiele verpflichtete, dem er von 1934 bis 1948 angehörte. Danach trat er überwiegend in Filmen auf.

Filme u.a.: Königswalzer (1935), Wasser für Canitoga (1939, mit Hans Albers), Kleine Residenz (1942), Via mala (1945), Hab’ Sonne im Herzen (1952, mit Liselotte Pulver), Der Weibertausch (1952).

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München, Bogenhausener Friedhof

Bild: Helmut O. Fischer

Werner Kreindl

 

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Österreichischer Schauspieler und Regisseur; aufgewachsen in im oberösterreichischen Vöcklabruck, besuchte das Gymnasium in Gmunden und studierte in Wien Germanistik und Theaterwissenschaften, wobei er paralleldazu in einem Studententheater spielte. In den 1950er Jahren spielte er erstmals am Wiener Burgtheater, danach an verschiedenen Theatern in Deutschland (Hamburg, Bonn, Darmstadt, München) sowie an den Festspielen von Hersfeld und Salzburg. Kreindl war in zahlreichen Stücken Protagonist von Gestalten der dramatischen Weltliteratur (u.a. 1981 in Brechts Leben des Galilei den Galileo Galilei am Wiener Volkstheater). In den 1960er Jahren war er im Fernsehen zu sehen, u.a. in dem Mehrteiler Nobile – Sieben Wochen auf dem Eis (1967) und als Herman Göring in dem von Hessischen Fernsehen (hr) produzierten Fernsehfilm Der Reichstagsbrandprozeß.

Filme und Fernsehserien u.a.: Die rote Kapelle (1972), Der Winter, der ein Sommer war (1976), Soko 5113 (1978-92), Wallenstein (1978), Der Schüler Gerber (1981)

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Bild: Helmut O. Fischer

Karl Schönböck

 Bild: Mario Nutsch

Österreichischer Filmschauspieler; Sohn eines Kapitäns der Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (DDSG); begann nach der Matura (Abitur) zunächst ein Philologiestudium in Wien, wechselte jedoch bereits nach zwei Semestern an die Akademie für Musik und darstellende Kunst und nahm zusätzlich Gesangsunterricht. 1930 debütierte er in Meißen in Vater sein dagegen sehr. Seine erste Hauptrolle erhielt er für den UFA-Film Das Mädchen Irene (1936) an der Seite von Lil Dagover als graumelierter englischer Lord. Schönböck, der über Jahrzehnte einer der beliebtesten deutschen Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler war, spielte 1900 in Helmut Dietls Satire Schtonk, einem Film über die um die von Konrad Kujau gefälschten Hitler-Tagebücher. Seine letzte größere Rolle war die des Vaters von Friedrich von Thun in mehreren Filmen der ZDF-Krimiserie Die Verbrechen des Professor Capellari.

Auszeichnungen u.a.: Filmband in Gold.

Filme u.a.: Titanic, Die Wirtin zum weißen Rößl (beide 1943), Peter Voss, der Millionendieb (1946), Höllische Liebe (1949), Die Försterchristl (1952), Fanfaren der Ehe (1953), Zigeunerbaron (1954), Feuerwerk (1954, mit Lilli Palmer.Eine hübscher als die andere, Es muß nicht immer Kaviar sein (beide 1961).

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München, Waldfriedhof

Bilder: Helmut O. Fischer

Paul Verhoeven

 

Deutscher Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter; Vater des Filmregisseurs Michael Verhoeven und der Schauspielerin Lis Verhoeven; Schwiegervater der Schauspieler Mario Adorf und Senta Bergers; Verhoeven spielte und führte Regie in München, Dresden, Wien und Frankfurt am Main, 1933 am Deutschen Theater in Berlin, 1943/44 war er Intendant des Theaters unter den Linden; von 1945 bis 1949 Intendant des Bayerischen Staatstheaters; arbeitete aber auch als Drehbuchautor und Filmregisseur.

Filme u.a.: Das kalte Herz (1950), Heidelberger Romanze (1951).

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Jean Harlow eigentl. Harlean Carpenter

Amerikanische Schauspielerin; die Tochter eines Zahnarztes, die im Alter von 16 Jahren von zu Hause durchbrannte, ging 1923 nach Hollywood und erhielt 1927 eine erste Rolle in Why is a Plumber?. Nach einigen weiteren kleineren Rollen wurde sie von dem Filmproduzent und -regisseur Hal Roach (*1892, †1992) unter Vertrag genommen und wirkte u.a. in dem Laurel-und-Hardy-Film Double Whoopee (1928) mit. Ihre erste bedeutende Hollywoodrolle übernahm Harlow 1929 in The Saturday Night Kid. Aber erst als sie 1930 von dem Filmproduzent Howard Hughes entdeckt wurde und in Hell’s Angels spielte, begründete diese Rolle ihr Image als Amerikas neues Sexsymbol. Berühmt geworden ist ihr aus dem Film stammender Satz “Would you be shocked, if I put on something more comfortable?” (“Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich in etwas Bequemeres schlüpfte?”). Sie spielte u.a. in zahlreichen Filmen an der Seite von Clark Gable. 1932 war sie in den Skandal um den mysteriösen Selbstmord des Direktors der Metro-Goldwyn-Mayer Studios (MGM) Paul Bern, den sie 1932 geheiratet hatte, verwickelt. Sie starb 1937 kurz vor Ende der Dreharbeiten zu dem Film Saratoga an einem Nierenleiden. Ähnlich wie im Falle von Marilyn Monroe wurde sie durch ihren frühen Tod zu einer Kultfigur.

Filme u.a.: The Public Enemy (1931, dt. Der öffentliche Feind), Platinum Blonde (1931, dt. Vor Blondinen wird gewarnt), Dinner at Eight (1933), Bombshell (1934).

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Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park

Günter Pfitzmann

            

Bild (l) Herbert Greite; (r) Claus Harmsen

Deutscher Schauspieler; Sohn eines Kaufmanns; seinen ursprünglichen Wunsch, Sportler zu werden, mußte er wegen einer schweren Kriegsverletzung aufgeben, nahm nach Kriegsende Schauspielunterricht an der Berliner Schauspiel-Akademie Der Kreis und hatte sein Schauspieldebüt 1946 am Landestheater in Potsdam in Iphigenie auf Tauris. Nach mehreren Engagements an Berliner und Münchener Bühnen war er zusammen mit Wolfgang Gruner, Jo Herbst und Wolfgang Neuss 1949 Begründer des Kabaretts Die Stachelschweine. Bekannt wurde Pfitzmann durch mehrere, sehr populäre Fernsehserien in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts.

(Fernseh-) Filme u.a.: Hunde wollt ihr ewig leben (1958), Die Brücke (1959), Am grünen Strand der Spree, Gestatten, mein Name ist Cox, Drei Damen vom Grill, Praxis Bülowbogen, Der Havelkaiser.

Auszeichnungen u.a.: Berliner Kunstpreis (1956), Goldenen Kamera (2000), Goldener Wuschel (2002).

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Berlin, Waldfriedhof, Potsdamer Chaussee

Bild: Josef Aschenbrenner (07/2005)
Bild: Dieter Müller (2004)
Bilder: Matthias Bauer (05/2007)
Bild: Alan Light (09/2006)
Bilder: Lisa Burks (03/2006) www.lisaburks.com

München, Bogenhausener Friedhof

München, Waldfriedhof

Bild: Rebekka Schmidt (2011)
Theater / TV / Film / Show XVII

Omnibus salutem!