Don Adams eigentl. Donald James Yarmy

 

US-amerikanischer Schauspieler ungarischer Abstammung; seine erste Berührung mit dem Theater hatte er als Platzanweiser. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, in dem er bei den US Marines im Pazifik diente, begann er eine Karriere als Stand-Up-Komödiant. Im Fernsehen trat er schon ab 1948 auf, aber bekannt wurde er erst durch seine Rolle als Geheimagent Maxwell Smart, in der Comedy-Serie Get Smart (dt. Mini-Max), die zwischen 1965 und 1970 entstand und für die er für einige Episoden das Drehbuch schrieb und auch Regie führte. Unvergessen auch die Szenen, in denen er seinen Schuh auszog, um von dem im Absatz eingebauten Telefon aus zu telefonieren. Die Serie war als komödiantisches Pendant zu den Agentenfilmen der 1960er Jahre wie z.B. The Man from U.N.C.L.E. (Solo für O.N.C.E.L.) mit Robert Vaughn (*1932) und David McCallum (*1933) oder The Avengers (dt. Mit Schirm, Charme und Melone) mit Patrick Macnee (*1922) entwickelt worden. Die Rolle als Agent 86 brachte ihm drei Emmys ein und eine Nominierung für den Golden Globe. Später übernahm die Sprechrolle des Inspektor Gadget in dem gleichnamigen Cartoon, trat in einigen Werbespots auf, bei denen er auch Regie führte und war Gast in zahlreichen Talk Shows. Den Namen Adams hatte er nach seiner Heirat mit der Sängerein Adelaide Efantis angenommen, die ihn als Bühnennamen verwendete. Auch nach der Scheidung von ihr behielt er diesen Künstlernamen bei.

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Bild: Mark Melville (01/2003)

Hollywood, Hollywood Forever Cemetery

Bild: Damon D'Amato (03/2008)

Lionel Barrymore eigentl. Lionel Blythe

 (Ausschnitt)

US-amerikanischer Schauspieler; älterer Bruder von Ethel Barrymore (*1879, †1959) und John Barrymore. Sein Bühnendebüt hatte er 1893 in New York, wo er zusammen mit seiner Großmutter Louisa Lane Drew auftrat und dort zunächst als Theaterschauspieler arbeitete,bevor er von 1906 bis 1909 er Kunst in Paris studierte. Unmittelbar nach seiner Rückkehr in die Staaten kam er in New York zum Film und arbeitete ab 1911 bei der dortigen Filmgesellschaft “Biograph Company” des Schauspielers und Produzenten D.W. Griffith, der nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten in New York 1919 gemeinsam mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks sen. und Charles Chaplin die Filmfirma United Artists gründete, um von den mächtigen Studiobossen unabhängig zu sein. Bei Biograph war Barrymore Partner von bekannten Stars wie Mary Pickford oder Lillian Gish in deren Film A Cry for Help (1912). 1926 wechselte er, als sich der Niedergang der Filmproduktion an der Ostküste abzeichnete, an die Ostküste nach Hollywood, wo er mit Louis B. Mayer, dem Chef der Filmgesellschaft MGM einen Vertrag schloß, und arbeitete für sie die nächsten 27 Jahre. Den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm schaffte er mühelos. Neben seiner Arbeit als Schauspieler übernahm er bei einigen Filmen die Regie,so z.B. 1929 in Madame X., wandte sich jedoch nach einem wirtschaftlichen Mißerfolg des Films Ten Cents a Dance (1931) mit Barbara Stanwyck wieder vollständig der Schauspielerei zu. 1931 erhielt er einen Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Darstellung eines Starverteidigers in A Free Soul. an der Seite von Norma Shearer und Clark Gable. Ab Mitte der 1930er war Barrymore,der an Arthritis litt, gezwungen, im Rollstuhl zu sitzen, spielte aber weiterhin in auf ihn zugeschnittenen Rollen,u.a. in It's a Wonderful Life (1946, dt. Ist das Leben nicht schön?) und Key Largo (1948,dt. Gangster in Key Largo).

Filme u.a.: The Temptress (1926, dt. Dämon Weib), Mata Hari (1931), Grand Hotel (1932, dt. Menschen im Hotel), Camille (1936, dt. Die Kameliendame), Duel in the Sun (1946, dt. Duell in der Sonne).

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John Barrymore eigentl. John Blythe

US-amerikanischer Bühnen- und Filmschauspieler; jüngerer Bruder der Schauspielerin Ethel Barrymore (*1879, †1959) und Lionel Barrymore. Barrymore,der Theaterdebüt 1903 in Chicago gab, spielte 1905 in London und tourte mit einem amerikanischen Ensemble durch Australien. Seine Theaterarbeit machte ihn zu einem der berühmtesten und beliebtesten Schauspieler der Vereinigten Staaten. Bekannt geworden war er 1922 durch seine bemerkenswerte Darstellung des Hamlet im gleichnamigen Drama William Shakespeares. Erste Filme drehte er ab 1913, und ab 1925 arbeitete er überwiegend für den Film, oftmals zusammen mit seinem Bruder, so u.a. an der Seite von Greta Garbo in dem Streifen Grand Hotel (1932, dt. Menschen im Hotel) nach dem gleichnamigen Roman von Vicki Baum oder in Rasputin and the Empress (1932, dt. Rasputin: Der Dämon Rußlands), in dem auch seine Schwester mitwirkte. Ab Mitte der 1930er Jahre wurde es für ihn immer schwerer, Rollen zu bekommen, da er wegen seiner Alkoholkrankheit als unzuverlässig galt und auch schon einmal betrunken am Set auftauchte. In seinen letzten aktiven Jahre spielte er überwiegend in B-Filmen.

Filme u.a.: Doctor Jekyll and Mr. Hyde (1920), Moby Dick (1930), Dinner at Eight (1933, dt. Souper um Acht), Twentieth Century (1934, dt. Napoleon vom Broadway), The Invisible Woman (1940, dt. Die unsichtbare Frau).

Inschrift: Gute Nacht, süßer Prinz.

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East Los Angeles, Calvary Cemetery

Lillie Langtry eigentl. Emilie Charlotte Le Breton

pinxit John Everett Millais        1880

langtry_us

Britische Schauspielerin; sechstes von sieben Kinder, einzige Tochter des Vertreters der Englischen Kirche (Dean of England) auf Jersey; heiratete 1874 den Grundbesitzer Edward Langtry (†1897), Stiefbruder der Ehefrau ihres Bruders William, und überredete ihn, mit ihr nach London zu ziehen und sich im vornehmen Stadtteil Belgrave niederzulassen. Als die Geschäfte ihres Mann in Konkurs gingen, begann die bekannte Schönheit, auch "Jersey Lily" genannt, als Schauspielerin zu arbeiten, debütierte im Dezember 1881 im Theatre Royal Haymarket mit dem Stück She Stoops to Conquer von Oliver Goldsmith und wurde sehr schnell bekannt. 1877 lernte sie auf einem Empfang den Prince of Wales kennen, den späteren König Eduard VII.. Albert Eduard, im Freundeskreis auch Bertie genannt, verheiratet mit Prinzessin Alexandra von Dänemark und Vater von sechs Kindern, war als Schürzenjäger bekannt und hatte das Treffen arrangiert. 1877 wurde sie seine Mätresse. Eduard ließ für sie im Badeort Bournemouth ein Haus erbauen, in dem sie sich trafen und das heute als Hotel (Langtry Manor House) dient. Als die Liaison 1878 beendet war, wurde sie diejenige von Prinz Louis von Battenberg (*1854, †1921), Admiral der Royal Navy, wobei Eduard ihn ermuntert hatte, sie in seine Fußstapfen zu treten. Nachdem eine Tochter heimlich zur Welt gekommen war, ließ Battenberg sie fallen; sie ging an das Theater zurück und verdiente Geld mit Publikumwerbung für Seife, Haarwuchsmittel und Tonic-Wasser. In dem Jahr, in dem sie US-amerikanische Staatsbürgerin wurde (1877), ließ sich sich von ihrem Mann in Kalifornien scheiden. Dort hatte sie eine Weindomäne in einer Größe von 17 km² erworben, die sie allerdings 1906 wieder abstieß. 1899 heiratete erneut, einen wesentlich jüngeren Mann namens Hugo Gerald de Bathe, einen Pferderennstallbesitzer, mit dem sie sich später nach Monaco zurückzog, dort allerdings von ihm getrennt lebte: Sie sahen sich nur anläßlich gesellschaftlicher Ereignisse. Zuvor, 1903, war sie erstmals in den Vereinigten Staaten aufgetreten, wohin sie 1906 und 1912 erneut zurückkehrte und in Vaudeville-Theatern (Unterhaltungstheater mit Musik- und Varieteeinlagen) zu bewundern war.

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Bilder: Cheryl & David Marshall (10/2005) flickr.com/photos/26384082@N04/2770721888/

Jersey, St. Saviour Churchyard

Bilder: Jörg Lux (08/2008)

Günter Mack

 

Deutscher Schauspieler; seine Liebe zur Schauspielerei wurde bei ihm geweckt, als die Familie wegen der Bombardierung der Heimatstadt in den Allgäu evakuiert worden war und er dort in einer Laienspielgruppe auftrat. Obwohl er wegen Mangels an Begabung der Otto-Falckenberg-Schule in München wieder verlassen mußte. Er gab jedoch nicht auf und besuchte eine private Schauspielschule. Ein erstes Engagement hatte er 1949 an den städtischen Bühnen in Augsburg, gefolgt von Engagements in den 1950er Jahren am Landestheater Coburg, den städtischen Bühnen Münster und am Pfalztheater Kaiserslautern. In den 1960er Jahre spielte er u.a. an den städtischen Bühnen Heidelberg, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, an der Freien Volksbühne Berlin sowie am Schauspielhaus Bochum und trat verstärkt in Fernsehspielen in Erscheinung. Insgesamt wirkte er in ca. Fernsehproduktionen mit, zuletzt im ZDF in den Serien Unter einem Dach und Alle meine Töchter (1995). Von 1969 bis zu seinem Tod arbeitete Mack als freier Schauspieler.

Filme und Fernsehproduktionen u.a.: Das Feuerschiff (1962), Abschied von gestern (1966), Der Stoff, aus dem die Träume sind (1972), Die Antwort kennt nur der Wind (1974), Erfolg (1991), Rosamunde Pilcher: Zerrissene Herzen (2000).

Inschrift: Schiller: Ich denke einen langen Schlaf zu tun, sorgt,daß sie nicht zu zeitig mich erwecken. Wallenstein 5.Akt

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Gröbenzell, Gemeindefriedhof

George Randolph Scott

 

US-amerikanischer Schauspieler; 1917 meldete sich der Sohn einen Verwaltungsingenieurs freiwillig zur Armee und kam in Frankreich an die Front. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges blieb er zunächst in Frankreich, kehrte dann aber 1919 in die Staaten zurück, begann ein Studium am Georgia Institut of Technology undsetzte es anschließend an der University of North Carolina fort. Er ging dann nach Los Angeles und erhielt von Howard Hughes, den sein Vater kennengelernt hatte, eine winzige Rolle in dem Film Sharp Shooters (1928). Nach und nach erkletterte er mit Filmen wie Weary River (1929) oder The Virginian (1929, dt. Der Mann aus Virginia) mit Gary Cooper die Karriereleiter. Seine Karriere umspannte - in den 1920 Jahren beginnend - schließlich vier Jahrzehnte, wobei der Höhepunkt seiner Popularität die 40er und 50er Jahre des 20. Jahrhunderts waren. Einige der bekannstesten Filme des 1,93 Meter großen Schauspielers waren Virginia City (1940, dt. Goldschmuggel nach Virginia), The Tall T (1957, dt. Um Kopf und Kragen), Ride the High Country (1962, dt. Sacramento). Er wurde zwar überwiegend durch Rollen in Western bekannt, hat allerdings auch in Kriminal-, Abenteuer- und Kriegsfilmen und weiteren Genres mitgewirkt.

Filme u.a.: Roberta (1935), Rebecca of Sunnybrook Farm (1938, dt. Shirley Temple), My Favourite Wife (1940, dt. Meine Lieblingsfrau), Western Union (1941, Überfall der Ogalalla), Gung Ho! (1943, dt. Unternehmen Donnerschlag),

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Charlotte (North Carolina), Elmwood Cemetery

Bilder: Liz Kearley (08/2008)

Hinweis: Lionel Barrymore war zunächst auf dem Mount Vernon Cemetery in Philadelphia beigesetzt worden. Seine sterblichen Überreste wurden später hierher umgebettet.

Theater / TV / Film / Show CXLVIII

Omnibus salutem!