Bild: Lisa Burks (06/2008)

Groucho Marx eigentl. Julius Henry Marx

 

US-amerikanischer Schauspieler und Entertainer; einer der Marx Brothers (Chico Marx [Leonard, *1891,†1961], Harpo Marx [Arthur, *1893, †1964] und Zeppo Marx [Herbert, *1901, †1979]); der Sohn eines aus dem Elsaß stammenden Vaters und einer deutschstämmigen Mutter - sie kam aus Dornum in Ostfriesland - wuchs mit seinen Brüdern in der Upper East Side New Yorks auf. Die Karriere der Brüder begann Anfang des 20. Jahrhunderts in sogenannten Vaudeville-Shows, nachdem sie eine Musikausbildung durchlaufen waren. Groucho hatte zunächst ganz bewußt seinen deutschen Akzent eingebracht; als das deutsche U-Boot U-20 während des Ersten Weltkriges 1915 das britisches Passagierschiff Lusitania torpediert und versenkt hatten und zahlreiche amerikanische Staatsangehörige ums Leben kamen, legte er diesen Akzent ab. Groucho, mit wilden Haaren, aufgemaltem, grotesken Schnurrbart und und ebenso groteske Augenbrauen ausgestattet, und seine Brüder traten in zahlreichen sehr populären Filmen und Bühnenshows auf, oft mit Dialogen aus dem Stehgreif. Auch im Radio hatte er als Gastgeber eine eigene Sendung, in der er mit Sketchen hervortrat. Die Paramount wurde auf die vier Komiker aufmerksam und schloß mit ihnen einen Vertrag für fünf Filme ab. Beide Broadway-Komödien wurden verfilmt: The Cocoanuts 1929 und Animal Crackers 1930, gefolgt von Monkey Business (1931, dt. Die Marx Brothers auf See), Horse Feathers (1932, dt. Blühender Blödsinn) und Duck Soup (1933, dt. Die Marx Brothers im Krieg). 1935 verließ Zeppo die Gruppe, die drei Brüder arbeiteten jedoch erfolgreich weiter und drehten u.a. A Night at the Opera (1935, dt. Die Marx Brothers in der Oper) und A Day at the Races (1937, dt. Ein Tag beim Rennen). Mit Eine Nacht in Casablanca (1946) brachten sie eine Parodie auf den Bogart-Kultfilm Casablanca (1942) in die Kinos. Den letzte gemeinsamen Film drehten die Marx Brothers 1949 mit Love Happy. Groucho setzte seine Karriere jedoch als Showmaster in der Fernsehserie You Bet Your Life fort. 1974 wurden die Marx Brothers mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet, den Groucho in Empfang nahm.

Bild mit Eltern, Groucho ganz links

 

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Chuck Kevin Joseph Aloysius Connors

 

US-amerikanischer Schauspieler; der Sohn irisch-amerikanischer Eltern trat nach Beendigung seiner Studien am Seton Hall College in die U.S. Army ein. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann Connors eine Basketball-Karriere bei den Boston Celtics, wechselte dann jedoch zum Baseball, spielte für die Brooklyn Dodgers und die Chicago Cubs, erkannte jedoch, daß er nicht genug Tanlent habe, um ein großer Star zu werden, und entschloß sich daher, die Laufbahn eines Schauspielers einzuschlagen. Beim Film reüssierte er hauptsächlich in Western und Kriminalfilmen. Berühmt wurde er durch seine Hauptrolle in der Fernsehserie The Rifleman (1958-62, dt. Westlich von Santa Fé), eine der bekanntesten Western-Serien im Fernsehen, sowie durch den Film Flipper (1963), in dem er Porter Ricks verkörperte.

Filme u.a.: The Big Country (1958, dt. Weites Land), Move Over, Darling (1963, dt. Eine zuviel im Bett), Ammazzali tutti e torna solo! (1968, Töte alle und kehr allein zurück), Support Your Local Gunfighter (1970, dt. Latigo).

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Bild: Lisa Burks (06/2008)

Los Angeles OT Mission Hills, San Fernando Mission Cemetery

Bilder: Matthias Bauer (05/2008)

Maria Andergast eigentl. Maria Pfitzer

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Deutsche Schauspielerin; wuchs nach dem frühen Tode ihrer Eltern bei Verwandten in Wien auf und nahm deren Namen an. Ihren Tanzunterricht mußte sie nach einem schweren Verkehrsunfall abbrechen; statt dessen nahm sie Schauspielunterricht an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien. Nach einem ersten Bühnenengagement 1928 im böhmischen Aussig, war sie am Deutschen Landestheater in Prag und am Theater in der Josefstadt in Wien tätig. Für den Film entdeckte sie 1932 Luis Trenker, für den sie ab 1933 in mehreren seiner Filme das schlichte und solide Mädel verkörperte. Während des Zweiten Weltkrieges wirkte sie in zwei NS-Propagandafilmen mit (Spähtrupp Hallgarten, Sechs Tage Heimaturlaub, beide 1941), außerdem in einer anspruchsvolleren Rolle in dem Film Der liebe Augustin (1941). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges spielte sie am Münchner Residenztheater sowie wieder am Theater in der Josefstadt. in dem Film Der Hofrat Geiger (1947) sang sie den Schlager Mariandl, der zu einem Gassenhauer wurde. Zugleich war dies der Beginn einer Karriere als Sängerin. Seit Mitte der 1950er Jahre trat sie nur noch in Nebenrollen auf und mußte zudem nach einem weiteren Autounfall im Jahre 1966 eine mehrjährige Berufspause einlegen. Nach ihrer Übersiedelung von München nach Wien zog sie sich, nachdem sie in über 50 Filmen mitgewirkt hatte, ins Privatleben zurück. Verheiratet war sie seit 1936 mit dem Regisseur Heinz Helbig, ab 1941 mit dem Schauspieler Siegfried Breuer und ab 1958 bis zu seine Tode mit dem Schauspieler und Regisseur Richard Häußler. in rund 50 Filmen.

Filme u.a.: Der verlorene Sohn (1933/34), Abenteuer eines jungen Herrn in Polen (1934), Hochzeitsreise zu dritt (1939), Der weite Weg (1946), Hallo Dienstmann (1952), Verlobung am Wolfgangsee (1956),

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Wien, Zentralfriedhof

Bilder: Matthias Bauer (05/2008)

Elfriede Datzik

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Österreichische Schauspielerin; kam 1937, im Alter von fünfzehn Jahren, in Wien zum Film. Ihre erste Filmrolle war die einer jungen Studentin in Géza von Bolvárys Lustspiel Finale. Als Darstellerin frischer, unproblematischer junger Mädchen wurde die temperamentvolle dunkelhaarige Darstellerin auf Anhieb populär. An der Seite von Hans Moser war sie in sechs Filmen zu sehen. In ihrer kurzen Karriere spielte sie mit allen zusammen, die im deutsch-österreichischen Film einen Namen hatten. Elfriede Datzik starb völlig unerwartet in ihrem 24. Lebensjahr an einer Blutvergiftung.

Filme u.a.: Hotel Sacher (1938/39), Meine Tochter lebt in Wien (1940), Reisebekanntschaft, Schwarz auf Weiß (beide 1943), Sieben Briefe (1943/44).

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Horn (Niederösterreich)

Bild: Peter alaschitz (05/2008)

Mario Cecchi Gori

 

Italienischer Filmproduzent; produzierte mehr als 200 Filme, vorzugsweise mit Damiano Damiani (*1922), Dino Risi (*1916), u.a. I Mostri und Ettore Scola. Sein unter der Regie von Gianni Amelio produzierte Film Lamerica erhielt als bester Film den European Film Award, der Film Il Postino (1995) wurde als erster italienischer Film beim European Film Award als bester Film nominiert. Ab 1990 bis zu seine Ableben war er Präsident des Fußballclubs AC Florenz (Fiorentina).

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Florenz, Cimitero Monumentale delle Porte Sante

Bild: Hans-Christian Seidel (06/2008)

Billy Jenkins eigentl. Erich Otto Rosenthal

 

Deutscher Zirkus- und Varietékünstler; riß als Jugendlicher von zuhause aus, war während des Burenkriege in Südafrika und des Boxeraufstand in China, und in Texas erlernte er das Cowboyhandwerk. Am 12.6.1909 trat er erstmals im Rose-Theater in Berlin auf, ab 1921 dann abwechselnd in verschiedenen europäischen Varietés und Zirkussen, wie im Zirkus Beketow (1921), Geschwister Birkeneder (1925/26), Schneider (1927/28), Belli, Hagenbeck (1930) und bei Sarrasani, seinen längsten Engagement (1933 und 1936–38). In Varietés war er u.a. in der “Scala”, “Wintergarten” und “Plaza” in Berlin sowie in Hamburg im “Hansa-Theater” zu sehen. Spektakulär war seine Vorführungen als Kunstschütze, bei denen er über die Schulter hinweg Visitenkarten durchlöcherte - trotz verbundener Augen. 1949 zog er zunächst mit einer eigenen Wild-West-Show durch Deutschland, bevor sich in Köln-Nippes niederließ. Von 1949 bis 1963 erschienen auch wieder, wie bereits vor dem Krieg zwischen 1934 und 1939, als sie wegen “undeutschen” Inhalts verboten wurden, die Billy Jenkins Wild-West-Groschenromane im sog. Heftchenformat, aber teilweise auch als Hardcover. Obwohl bekannt in ganz Deutschland, starb Jenkins völlig verarmt.

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Köln, Friedhof Melaten

Los Angeles OT Mission Hills, Eden Memorial Park Cemetery

Theater / TV / Film / Show CXLII

Omnibus salutem!