
Deutscher Kabarettist und Schauspieler; der Sohn eines Journalisten wuchs in Berlin auf und trat nach dem Besuch eines Realgymnasium in Seesen 1902 erstmals an Wanderbühnen in Ostpreußen und Schlesien auf. Nach einer Schauspielausbildung an der Schauspielschule des Düsseldorfer Schauspielhauses bei Louise Dumont wurde er Ensemblemitglied des Stadttheaters Posen. Nach einer Verwundung im Ersten Weltkrieg war er als Unterhaltungskünstler in Lazaretten und Kasernen tätig. Schon vorher hatte er Gastauftritte als Kabarettist in verschiedenen Städten. Nach dem Ende des Krieges kehrte er wieder auf die Bühne zurück, spielte in Operetten und Revuen. Bekannt wurde er als Conférencier im “Kabarett der Komiker”, dessen Direktor er von 1938 bis 1944 war; in den 1930er Jahren war er aber auch immer wieder in zahlreichen Filmen in Nebenrollen zu sehen.
Filme u.a.: Peter Voß, der Millionendieb (1932), Ich heirate meine Frau, Prinzessin Turandot (beide 1934), Alle Tage ist kein Sonntag, Im weißen Rößl (beide 1935), Rote Orchideen (1938), Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein (1953),
Inschrift: Was wir sammeln, was wir speichern, mag’s die Erben noch bereichern, einst vergeht’s. Nur der Schatz der Seelenspenden wächst je mehr wir ihn verschwenden jetzt und stets.
Deutscher Schauspieler; besuchte die Staatliche Musikhochschule in Köln und nahm zusätzlich Schauspielunterricht. Bühnenengagements erhielt er u.a. in Aachen und München, legte seinen beruflichen Schwerpunkt aber auf die Arbeit in Film und Fernsehen. Dabei spielte er in Krimiserien wie Tatort, Derrick oder Der Alte ebenso wie in den Simmel-Verfilmungen Alle Menschen werden Brüder und Bitte lasst die Blumen leben oder in internationalen Co-Produktionen, z.B. als Bösewicht in dem Mehrteiler La Nouvelle malle des Indes (dt. Wettlauf nach Bombay). Daneben lieh Seipold seine Stimme zahlreichen prominenten Kollegen, u.a. Burt Reynolds, Steve Martin, Bill Murray oder Bruce Willis.
Oberaudorf, Friedhof Floriansberg


Deutscher Schauspieler, Sänger und Moderator; nach einer Ausbildung zum Bühnenbildner und einer privaten Schauspielausbildung zwischen den Jahren 1934 und 1936 in Berlin arbeitete er vor dem Zweiten Weltkrieg an diversen Theatern. Ab 1949 wirkte er am Berliner Ensemble, wo er vor allem in Werken von Bert Brecht auftrat. Einem breiten Publikum wurde er bekannt durch seine im DDR-Fernsehen in der Zeit von 1955 bis 1990 über 400 mal ausgestrahlten Sendung Rumpelkammer, in der Ausschnitte aus alten UfA- und DEFA-Filme gezeigt wurde.
Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Friedrichswerdersche Gemeinde
Deutsche Schauspielerin österreichischer Abstammung; die Tochter eines k.u.k.-Offiziers nahm nach ihrer Schulzeit Schauspielunterricht, debütierte 1919 am Württembergischen Landestheater in Stuttgart und wechselte 1920 an das Deutsche Theater Berlin, wo sie Mitglied des Ensembles wurde. Gastspiele führten sie an verschiedene andere Bühnen, darunter auch 1928 nach New York. Bereits zu Stummfilmzeiten wirkte sie in Filmproduktionen mit, wurde allerdings erst in den 1940er Jahren bekannter. Neben ihrer Tätigkeit beim Film - sie wirkte in über 150 Leinwandproduktionen mit - spielte sie immer wieder Theater. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gastierte sie u.a. an der Kleinen Komödie in München und an der Komödie in Berlin. Zuletzt wirkte sie auch in Fernsehfilmen mit. Erika von Thellmann war zweimal verheiratet: kurzzeitig mit dem Sänger Tino Pattiera, sowie mit einem Sanatoriumsdirektor Dr. Römer.
Filme u.a.: Frauen sind doch bessere Diplomaten (1940), Kohlhiesels Töchter (1942), Ball der Nationen (1954), Ein Engel auf Erden (1959), Ein Student geht vorbei, Der brave Soldat Schwejk (beide 1960), Der verkaufte Großvater (1961), Onkel Toms Hütte 1964).




Deutscher Schauspieler und Kabarettist; stand seit den 1930er Jahren auf der Theaterbühne und trat ab Mitte der 1930er Jahre gelegentlich in Nebenrollen in Filmproduktionen auf. 1935 gründete er zusammen mit Günter Neumann und Tatjana Sais in Berlin das Kabarett Tatzelwurm. 1948 war er einer der Gründungsmitgliedern des Kabaretts Die Insulaner, die zunächst nur im nur über den Sender Radio im amerikanischen Sektor (RIAS), später auch im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Oftmals trat er dort als Herr Kummer auf, der sich per Telefon mit einem Herrn Pollwitzer über die täglichen Begebenheiten in der geteilten Stadt Berlin unterhielt, aber auch solche in Bonn karikierend beleuchtete. Fritz wirkte insbesondere in den 1950er Jahren in zahlreichen Filmen als “Urberliner” mit.
Filme u.a.: Frau Luna (1941), Die Frau von gestern Nacht (1950), Pension Schöller (1952), Lügen haben hübsche Beine (1956), Der Eiserne Gustav (1958), Der Traum von Lieschen Müller (1961).
Berlin, Friedhof Schmargendorf

Blandine Ebinger eigentl. Blandine Loeser
Deutsche Schauspielerin und Chansonsängerin; ihre schauspielerische Karriere begann bereits in Leipzig, als sie dort als Kinderdarstellerin auf der Theaterbühne stand, und als Backfisch sang sie in bekannten Berliner Kabaretts wie Schall und Rauch und in dem 1920 von Rosa Valetti gegründeten Größenwahn.. Bald schon war sie fester Bestandteil der Berliner Musikszene und sang Lieder von Klabund und Balladen von Walter Mehring im renommierten Kabarett der Komiker. 1937 verließ sie Deutschland, nachdem sie ab 1933 die Leitung des Tingel-Tangel-Theaters innehatte und an einigen Filmen mitgewirkt hatte - erstmals hatte sie bereits als 17-Jährige eine Rolle in einem Stummfilm übernommen. 1933 übernahm sie die Leitung des von Trude Hesterberg zehn Jahre zuvor gegründeten Tingel-Tangel-Theaters und weiterhin kleinere Rollen in Filmen, ehe sie 1937 in die USA emigrierte. Wie viele deutschsprachige Emigranten auch konnte sie dort jedoch nicht recht Fuß fassen, so daß sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Europa und 1948 schließlich nach Berlin zurückkehrte, wo sie bis Anfang der 1950er Jahre in einigen DEFA- und zahlreichen westdeutschen Filmproduktionen und später auch in Nebenrollen im Fernsehen mitwirkte und bis in das hohe Alter hinein bei Chansonabenden auftrat. Verheiratet war sie mit dem Komponisten Friedrich Hollaender, der für sie den Liederzyklus Lieder eines armen Mädchens komponierte.
Filme u.a.: Der Knabe in Blau (1919), Kopf hoch, Charly! (1927), Der Biberpelz (1937), Das Beil von Wandsbek (1951), Mädchen in Uniform (1958).
Berlin-Dahlem, Städtischer Waldfriedhof


Berlin OT Charlottenburg, Waldfriedhof Heerstr

Omnibus salutem!