
Samuel Goldwyn eigentl. Samuel Goldfish
US-amerikanischer Filmproduzent; ging im Alter von elf Jahren nach England, wo er bei Verwandten unterkam; drei Jahre später emigrierte in die Vereinigten Staaten, wo er 1902 die Staatsbürgerschaft erwarb. Nach einigen Jahren als Handschuhfabrikant in New York gründete er 1913 zusammen mit Jesse L. Lasky und Cecil B. De Mille, die Jesse L. Lasky Feature Picture Play Company. Mit seinem ersten Film (The Squaw Man, 1914) gelang ihm ein großer finanzieller Erfolg; noch im gleichen Jahr folgten 21 weitere Filme. Nachdem sich die Firma 1916 mit Adolph Zukors “Famous Players” verbunden hatte, drängte Lasky Goldwyn, der zunächst Geschäftsführer war, nach Querelen aus der Firma. Er gründete daraufhin 1918 zusammen mit Edgar Selwyn die Goldwyn Pictures Corporation. 1922 schloß sich Goldwyn, der die Firma verließ, mit “Metro Pictures Corporation” und Louis B. Mayer Productions zu Metro-Goldwyn-Mayer Inc. zusammen, verkaufte jedoch wenig später seine Geschäftsanteile und arbeitete ab 1923 als unabhängiger Produzent. Goldwyn beschäftigte die besten Drehbuchautoren seiner Zeit und brachte eine Reihe von Stars heraus: unter den Filmstars, die er verpflichtete, befanden sich u. a. Rudolph Valentino, Gary Cooper, Danny Kaye, Pola Negri, Will Rogers und Susan Hayward.



US-amerikanische Filmschauspielerin; die Tochter eines bekannten Komikers, die 1926 zur “Miss Dallas” gewählt wurde und bei der anschließenden Wahl zur “Miss America” den vierten Platz belegte, begann ihre schauspielerische Karriere am Broadway in New York, wo sie u.a. in The Trial of Mary Dugan neben Ann Harding auftrat. Zum Film kam sie, nachdem sie 1929 neben James Cagney eine Rolle in der Revue Penny Arcade spielte, die im Folgejahr unter dem Titel Sinner's Holiday verfilmt wurde. Sie erhielt von Warner Brothers einen Vertrag, 1931 gehörte sie zu den WAMPAS1 und war in den nächsten Jahren in zahlreichen erfolgreichen Filme zu sehen. 1939 verließ sie Warner Bros. und wechselte zugleich auch ihr Image: Sie versuchte sich im dramatischen Fach. 1951 wurde sie als beste Nebendarstellerin in dem Melodrama The Blue Veil (dt. Herz einer Mutter) für den Oscar nominiert. Verheiratete war sie mit dem Schauspieler Dick Powell und dem Filmproduzenten Michael Todd.
Filme u.a.: The Public Enemy (1931, dt. Der öffentliche Feind), Bullets or Ballots (1936, dt. Wem gehört die Stadt), There’s Always a Woman (1938), Topper Returns (1941, dt. Topper 2 – Das Gespensterschloß), Cincinnati Kid (1965)
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1 Jährlich zwischen 1922 und 1934 wurden von der Western Association of Motion Picture Advertisers jeweils (mit einer Ausnahme im Jahr 1932) dreizehn junge Frauen ausgewählt, von denen man glaubte, sie wüden in der nächsten Saison zu Leinwandstars reüssieren. Ihnen zu Ehren wurde unter dem Namen “WAMPAS Frolic” eine Party ausgerichtet, um sie der Presse vorzustellen. Zu den WAMPAS gehörten neben Joan Blondell u.a. Clara Bow (1924), Mary Astor (1926), Dolores Costello (1926), Joan Crawford (1926), Janet Gaynor (1926), Dolores Del Rio (1926), Fay Wray (1926), Sally Rand (1927), Loretta Young (1929), Anita Page (1929), Joan Blondell (1931) und Ginger Rogers (1932).

Robert Taylor eigentl. Spangler Arlington Brugh
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US-amerikanischer Filmschauspieler; der Sohn eines Arztes begann zunächst ein Musikstudium, ging dann jedoch nach Los Angeles, um Medizin zu studieren. Am dortigen Pomona College wurde er Mitglied einer Theatergruppe. Er war schon drauf und dran, eine Schauspielschule zu besuchen, als er 1933 von einem Talentscout der MGM entdeckt wurde. Seine erste Rolle spielte er 1935 in dem Film Society Doctor; ein Jahr später erhielt er seine erste große Rolle in dem Leinwandstreifen Camille (dt. Die Kameliendame) neben Greta Garbo. Im gleichen Jahr spielte er u.a. in Private Numbers (dt. Frauenehre) neben Loretta Young, in Small Town Girl (dt. Kleinstadtmädel) neben Janet Gaynor und in The Gorgeous Hussy (dt. Karriere) neben Joan Crawford. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte Taylor zunächst nicht an seine bisherigen Erfolge anknüpfen. Erst Anfang der 1950er Jahre gelang ihm mit Monumental- und Historienfilmen wie Quo Vadis (1951), Ivanhoe (1952, dt. Ivanhoe, der schwarze Ritter), Knights Of The Round Table (1953, dt. Die Ritter der Tafelrunde) und The Adventure of Quentin Durward (1955, dt. Liebe, Tod und Teufel) ein Comeback. Daneben wirkte er auch in zahlreichen Western mit. Verheiratet war Taylor in erster Ehe mit Barbara Stanwyck (*1907, †1990).
Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park
US-amerikanischer Filmschauspieler und Regisseur; begann seine Karriere als Sänger in verschiedenen Big Bands, ehe er 1932 mit einem Vertrag bei Warner Brothers nach Hollywood ging. 1933 wurde er an der Seite von Ruby Keeler in Musicals wie 42nd Street (1933, dt. Die 42. Straße), Footlight Parade (1933, dt. Parade im Rampenlicht) und Gold Diggers (1933, dt. Goldgräber) bekannt. Nachdem seine Karriere gegen Mitte der Dekade zunehmend verblaßte, gelang ihm 1945 ein überraschendes Comeback als hartgesottener Privatdetektiv in Filmen wie Murder My Sweet (1944, dt. Leb wohl, Liebling). Später arbeitete er als Regisseur für Fernsehen und Rundfunk und gründete zusammen mit Charles Boyer, Ida Lupino und David Niven die Fernsehproduktionsfirma “Four Star Production”. Verheiratet war er in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Joan Blondell, die er für June Allyson verließ.

Gloria Swanson eigentl. Gloria May Josephine Svensson
Quelle: Library of Congress, Prints & Photographs Division (Ausschnitt)
US-amerikanische Filmschauspielerin und -produzentin; zählte zu den bekanntesten Stars der Stummfilmzeit. Die Tochter eines Offiziers arbeitete bereits als 14-Jährige in den Filmstudios von Chicago als Statistin. Mit ihrem ersten Ehemann Wallace Beery zog sie 1915 nach Hollywood und wirkte ab 1915 in Stummfilmen von Mack Sennett mit. Bereits im Folgejahr erhielt sie ihre erste Hauptrolle. Mit den Filmen von Cecil B. De Mille aus den Jahren 1918 bis 1921, so z.B. in Don’t Change Your Husband, Male and Female oder For Better for Worse (alle 1919) avancierte sie zu einem internationalen Sexidol. Während ihrer gesamten Karriere gelang es ihr aufgrund guter Beziehungen zu Regisseuren, nur in solchen Filmen mitzuwirken, in denen sie vorteilhaft zur Geltung kam. 1928 gründete sie zusammen mit Joseph Kennedy, dem Vater John F. Kennedys, des späteren Präsidenten der Vereinigten Staaten, eine Produktionsfirma, die mit United Artists eng verbunden war. 1928 brachte ihr die Mitwirkung an der Verfilmung des Somerset-Maugham-Stückes Sadie Thompson an der Seite von Lionel Barrymore eine Oscarnominierung ein. Ohne Probleme gelang Swanson der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm. In ihrem ersten Tonfilm (The Trespasser, 1929) sang sie den Schlager “Love, Your Magic Spell Is Everywhere”. Ein Jahr später drehte sie mit der Komödie What a Widow! (1930) einen ihrer besten Filme. Nach diesem Erfolg zog sie sich weitgehend von der Leinwand zurück und engagierte sich verstärkt im Theater und im Rundfunk. Nach vereinzelten Auftritten Anfang der 1940er Jahre kehrte sie erst 1950 zum Film zurück. An der Seite von William Holden, Erich von Stroheim und Buster Keaton spielte sie unter der Regie von Billy Wilder die weibliche Hauptrolle in dem Noir-Klassiker Sunset Boulevard (1950, dt. Boulevard der Dämmerung). Für ihre Darstellung der alternden Stummfilmdiva Norma Desmond wurde sie zum dritten Mal für den Oscar nominiert. Nach diesem großen Erfolg äußerte sie: „I’m still big, it’s the pictures that got small.” In den 1950er Jahren wandte sie sich wieder der Bühnenarbeit zu. Letztmalig trat sie vor die Kamera für den Katastrophenfilm Airport 1975 (1974).
Filme u.a.: My American Wife (1922), Manhandled (1924), Stage Struck (1925), Indiscreet (1931), Perfect Understanding (1933), Father Takes a Wife (1941).
Autobiographie: Swanson on Swanson (1980).
New York City, Church of Heavenly Rest
US-amerikanischer Schauspieler; der Sohn irischer Einwanderer begann nach Absolvierung der Stuyvesant High School ein Studium an der Columbia University, brach es jedoch ab und nahm Gelegenheitsjobs an, um seine Familie finanziell unterstützen zu können. 1919 trat er erstmals im Varieté als Stepptänzer, Sänger und Komödiant auf, 1920 spielte er am Broadway in der Musical-Revue Pitter Patter, ab 1925 übernahm er auch Hauptrollen. Sein Filmdebüt gab Cagney 1930 in Sinner’s Holiday, der Verfilmung eines Theaterstücks, in dem er mit großem Erfolg bereits am Broadway mitgewirkt hatte. Seinen Durchbruch hatte er 1931 in dem Gangsterfilm The Public Enemy (dt. Der öffentliche Feind). Ab da war Cagney der Filmgangster der 1930er und 1940er Jahre; in über 60 Filmen verkörperte er sie, vom Kleinkriminellen bis zum psychopathischen Gewalttäter. In den 1950er Jahren spielte er dann auch in Western-Filmen mit u.a. in Robert Wises (*1914, †2005) Tribute To A Bad Man, (1955, dt. Mein Wille ist Gesetz). Seine einzige Regiearbeit war der Gangsterfilm Mit dem Satan auf du (1957). 1961 verkörperte er unter der Regie von Billy Wilder in der schwarz-weiß Filmkomödie One, Two, Three (1961, dt. Eins, zwei, drei) an der Seite von Horst Buchholz einen amerkanischen Vertreter der Firma Coca-Cola im geteilten Berlin. Nach einer Pause von 20 Jahren kehrte Cagney für Milos Formans (*1932) Film Ragtime (1981) zum Film zurück. Seine letzte Rolle spielte er 1983 in dem Fernsehfilm Terrible Joe Moran (dt. Nick sitzt in der Klemme). Verheiratet war Cagney seit September 1922 bis zu seinem Tode mit der Tänzerin Frances Willard “Billie” Vernon (*1899, †1994).
Filme u.a.: The Crowd Roars (1932, dt. Der Schrei der Menge) 'G' Men (1935, dt. Der FBI-Agent), Angels with Dirty Faces (1938, dt. Chicago), The Roaring Twenties (1939, dt. Die wilden Zwanziger), White Heat (1949, dt. Maschinenpistolen), Love Me or Leave Me (1955, dt. Tyrannische Liebe).
Auszeichnungen u.a.: Oscar für seine Darstellung in Michael Curtiz’ Yankee Doodle Dandy (1942), Life Achievement Award des American Film Institute für sein Lebenswerk (1974).
Memoiren: Cagney by Cagney (1975).
Hawthorne, Gate of Heaven Cemetery


Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park
Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park
Glendale (CA), Forest Lawn Memorial Park

Omnibus salutem!