Nero Claudius Caesar Drusus Germanicus urspr. Lucius Domitius Ahenobarbus

                                          

Römischer Kaiser (seit 13.10.54), Sohn von Domitius Ahenobarbus und der in Oppidum Ubiorum (heute Köln) geborenen Agrippina minor, der Tochter des Germanicus und der Agrippina maior, 50 von Kaiser Claudius adoptiert. Da sein noch kindlicher Halbbruder Britannicus, Sohn des Claudius und der Messalina, als berechtigter Erbe Claudius’ eine ständige Bedrohung seines bzw. seiner Mutter Machtanspruchs darstellte, ließ Nero ihn ermorden (in disputationem). Aprippinas Absicht, zusammen mit den Erziehern Neros,Octavia Burrus und Seneca (*1, †65) zu regieren, scheiterte, da sich Nero sehr bald mit seiner Mutter überwarf und sie 59 ermorden ließ. 62 entledigte er sich seiner ersten Ehefrau, der Tochter von Claudius, der Claudia Octavia minor (*40), mit der er seit 53 verheiratet war, indem er sie zunächst auf die Insel Pandateria verbannen und schließlich am 9.7.62 beseitigen ließ, um Poppaea Sabina, die Ehefrau des späteren Kaisers (68) Marcus Salvius Otho (*32, †69), heiraten zu können. Nachdem Burrus gestorben (†68) war und Seneca sich vom Hof zurückgezogen hatte, trat Nero, vom “Caesarenwahn” besessen, als Sänger, Schauspieler und Poppaea SabinaWagenlenker in der Öffentlichkeit, so z.B. im Circus maximus, in Erscheinung. Als Anhänger der griechischen Kultur gründete er in Anlehnung an die von Olympia in Rom die Neronischen Spiele. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs des verheerenden Feuers in der urbs (Brand von Rom) im Jahre 64, bei dem Dreiviertel der Stadt zerstört wurden und unzählige Menschen um das Leben kamen, befand Nero sich in Antium. Auch bemühte er sich, nach Rom geeilt, helfend einzugreifen; so öffnete er z.B. seine privaten Gärten, ließ Baracken aufstellen, Getreide zu stark ermäßigtem Preis auf den Markt werfen und ging daran, die Schuttmassen der zur einem großen Teil niedergebrannten Hauptstadt beseitigen sowie Wiederaufbaupläne erstellen zu lassen1. Beim Wiederaufbau der Innenstadt ließ er breitere Straßen anlegen, und es wurde darauf geachtet, daß die Feuerwehr einen einfacheren Zugang zu Bränden haben würde. Auch ließ er für eigene Zwecke, z.B. die domus aurea, aber auch für öffentliche Bauten enteignen, was viel böses Blut bei den Enteigneten generierte und Haß gegen ihn schürte. Für seine zahlreichen Bauvorhaben, die er nach dem Brand anging, besonders auch für den Bau der Stadt “Neropolis” benötigte Nero immer mehr Geld. Er ließ daher ab dem Jahre 66 alle Vermögen aus Erbschaften mit 10% versteuern und zog, um schneller an das Geld gelangen zu können, die Vermögen der Kapitalisten in Überseeprovinzen, z.B. in Afrika, ein (so berichtet Plinius der Ältere (*~23), der später beim Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 in Stabiae (heute Castellammare di Stabia) ums Leben kam, in seinenNaturalis historia). Für die Finanzierung des Wiederaufbaus ließ Nero sogar die Tempel in Rom, in denen das den Göttern übereignete Gold gehortet wurde, und im ganzen Reich plündern. 65 schlug er die “Pisonische Verschwörung” nieder; Seneca, der Teilnahme Senecabeschuldigt, nahm sich das Leben, wohl auch, um auf diese Weise das Vermögen der Familie zu retten. Auch sein arbiter elegantiae (Schiedsrichterin Fragen des feinen Geschmacks), Titus Petronius, fiel seiner Eifersucht zum Opfer. 68 führten Aufstände in Gallien und Spanien, der Abfall der Prätorianergarde und die Ächtung durch den Senat zu Neros Selbstmord mit Hilfe seines Sekretärs Epaphroditus durch eine Stich eines Dolches in den Hals. Lt. Sueton (Nero, 49) waren seine letzen Worte: “Qualis artifex pereo” [dt. Welch ein Künstler vergeht mit mir]. Mit ihm erlosch das julisch-claudische Geschlecht. Nachfolger Neros war Galba, mit dem das Vierkaiserjahr begann (Galba, Otho, Vitellius, Vespasian). Zahlreiche Filme wurden über Nero gedreht; einer der aufwendigsten war der 1951 nach dem gleichnamigen Roman von Henryk Sienkiewicz mit Peter Ustinov in der Hauptrolle entstandene Streifen Quo vadis?, (dt. Wohin gehst du?), der zwar die historischen Vorgänge verfälscht, sich jedoch durch eine besonders aufwendige Ausstattung auszeichnet.

______________________________________________________________________ 1 Da sich hartnäckig Gerüchte - in die Welt v.a. von seinen politischen Widersachern, den Senatoren, gesetzt - hielten, er selbst habe die urbs in Brand gesteckt, suchte er nach Sündenböcken, die er in den Christen fand. Sie ließ er wilden Tieren vorwerfen, kreuzigen oder als lebendige Fackeln verwenden.

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Rom, Santa Maria del Popolo

Otto II.

Römischer König (seit 961), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (seit 967); Sohn Ottos I., dem Großen und dessen zweiter Gemahlin Adelheid; Vater Ottos III.; wurde bereits 967 zum Mitkaiser gekrönt und von Otto I. 972 mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu vermählt. Nach dem Tode seines Vater im Jahre 973 übernahm er dessen Nachfolge. 976 schlug er einen Aufstand seines Vetters Herzog Heinrich II., des Zänkers, von Bayern nieder, setzte ihn ab, trennte die Ostmark von Bayern und setzte dort die Babenberger als Markgrafen ein. 980 zog er nach Rom, wo er die Stellung des Papstes gegen den stadtrömischen Adel sicherte. Im Kampf gegen die Sarazenen im süditalienischen Kalabrien erlitt er 982 eine vernichtende Niederlage bei Crotone. Auf dem Reichstag von Verona im Mai 983 ließ er seinen Sohn Otto zum König wählen. Auf dem Weg nach Süditalien, wo er einen zweiten Feldzug plante, starb Otto in Rom an den Folgen der Malaria, wo er als einziger römisch-deutscher Kaiser beigesetzt wurde. Unmittelbar zuvor hatten die Dänen unter ihrem König Harald Blauzahn und die Slawen im Norden während seiner Abwesenheit fast das ganze Aufbauwerk seines Vaters östlich von Saale und Elbe zerstört und beinahe alle Gebiete zurückerobert.

Christus Kaiser Otto (links) und Theophanu segnend

 

 

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Rom, Petersdom

Hinweis: Der Legende nach setzte Kaiser Nero an der Stelle, an der heute die Kirche Santa Maria del Popolo steht, seinem Leben ein Ende. Beigesetzt wurde er in der Begräbnisstätte der Domitier auf dem Marsfeld in einem Porphyrsarkophag. An dieser Steller stand später ein gewaltiger Walnußbaum, der auf Anordnung von Papst Paschalis II. 1099 gefällt wurde, da dort angeblich Neros Geist spukte. Seine Gebeine wurden ausgegraben, verbrannt und die Asche im Tiber verstreut.

Fastrada

 

Königin und vierte, aus Sachsen stammende Gattin Karl des Großen, Tochter des Grafen Radulf. Der Grabstein stammt aus dem vor den Toren Mainz gelegenen Benediktinerkloster St. Alban, wo sie beigesetzt wurde, und ist nach der Zerstörung des Klosters im Jahre 1552 in den Dom verbracht worden.

Inschrift:
      Die fromme Gemalin Karls, Fastrada genannt,
        von Christus geliebt, liegt hier von Marmor bedeckt.
        Im Jahre siebenhundertvierundneunzig.
        Welche Zahl dem Versmaß zu fügen, sich widerstrebt.
        Frommer König, den die Jungfrau trug, gib, wenn sie auch hier zu Asche zerfällt,
        daß ihr Geist Erbe sei des Vaterlandes, das keine Trübsal kennt.

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Mainz, Dom St. Martin und St. Stephan

Grabplatte an der Wand im südlichen Seitenschiff. Aufgrund der Diktion des Lateinischen muß davon ausgegangen werden, daß die Inschrift nicht im 9. Jahrhundert enstanden sein kann.

Karl I., der Große

König der Franken (768-814) und römischer Kaiser (800-814), Sohn des fränkischen Hausmeiers und späteren Königs Pippin des Jüngeren und dessen Frau Bertrada; Enkel Karl Martells. Pippin hatte das Reich vor seinem Tod (768) unter Karl und seinem Bruder Karlmann aufgeteilt, letzterer erhielt die Mittelmeerküste, Burgund und Alemannien, Karl den Rest des Reiches von den Pyrenäen bis nach Thüringen. Zunächst regierten beide das Reich gemeinsam, Karl isolierte diesen jedoch politisch durch ein Bündnis mit dem Langobardenkönig Desiderius (er heiratete dessen Tochter Desiderata, nachdem er seine erste Ehefrau Himiltrud verstoßen hatte) und stellte, als Karlmann 771 starb, die Reichseinheit wieder her, ohne die Ansprüche der Söhne Karlmanns zu berücksichtigen. Erst als Desiderius Papst Hadrian I. zwingen wollte, die mit ihrer Mutter an den langobardischen Hof geflohenen Söhne Karlmanns zu fränkischen Königen zu salben, unternahm Karl auf Ersuchen des Papstes eine Heerfahrt nach Italien, besiegte 774 die ab 568 nach Italien aus Skandinavien eingewanderten Langobarden unter Desiderius und setzte sich selbst deren Königskrone auf. Er hielt sich selber als Rechtsnachfolger Konstantin des Großen und Inhaber eines imperialen fränkischen Königtums. Seitdem nannte er sich rex Francorum et Langobardorum (sein Siegel trägt die Inschrift Renovatio Romani imperii). 778 gliederte er auch das bis dahin weitgehend selbstständige Bayern in sein Reich ein und verbannte den Stammesherzog Tassilo III. 788 in ein Kloster. Die Sachsen hingegen konnten erst in einem über dreißig Jahre dauernden Krieg unterworfen und christianisiert werden. Im Zuge dieses Krieges ließ er 772 die Irminsul, einen heiligen Holzstamm, bei Eresburg an der Diemel zerstören.

Anläßlich eines Aufenthaltes in Rom wurde Karl am Weihnachtstage 800 von Papst Leo III. zum Kaiser der Römer gekrönt (s.u.). Dieser Schritt bedeutete eine Herausforderung für das byzantinische Kaisertum, dem gegenüber Karl von Anfang an die Gleichberechtigung beanspruchte. Im Innern seines riesigen Reiches bemühte sich Karl um die Vereinheitlichung der Reichsverwaltung, die nach der Abschaffung der Stammesherzogtümer weitgehend einem Dienstadel, den Grafen, übertragen wurde. Unter diesen haben die mit Sonderrechten als militärische Befehlshaber und Gerichtsherren ausgestatteten Markgrafen besondere Bedeutung erlangt, die in den neueingerichteten, gefährdeten Grenzmarken eingesetzt wurden. Die rechtliche Eigenständigkeit der Stämme blieb jedoch erhalten; Karl ordnete die Aufzeichnung der Stammesrechte an. Er schuf aber mit seinen Kapitularien auch eine einheitliche Reichsgesetzgebung. Die führenden Adelsfamilien gewann er durch die Übertragung von Ämtern und Lehen, so daß man schon in dieser Zeit von einer Reichsaristokratie sprechen kann. Eine auf lange Sicht zuverlässigere Verfechterin des Reichsgedankens aber wurde die Reichskirche, die Karl durch den Ausbau der Bistumsorganisation, durch Schenkungen, Festigung des Zehntgebots und durch seine Sorge für innere Reformen des kirchlichen und klösterlichen Lebens förderte, aber auch stärker in den Dienst des Reiches stellte. An seinem Hof versammelte Karl die bedeutendsten Gelehrten der Zeit. Die von diesem Kreis ausgehenden geistigen Impulse führten zu einem Aufschwung von Bildung, Wissenschaft und Kunstpflege; wegen der Rückgriffe auf antike und spätantik-christliche Traditionen wurde hierfür der Begriff karolingische Renaissance geprägt. Karl führte auf vielen Gebieten ältere Ansätze fort. Schon seine Zeitgenossen verliehen ihm zu Recht den ehrenden Beinamen “der Große”. Seine Nachfolge regelte er 806 altem fränkischem Brauch gemäß im Sinne einer Herrschaftsteilung. Da die beiden älteren Söhne jedoch vorzeitig starben, erhob er 813 in Aachen, das er im späten 8. Jahrhundert als Ort für seine Lieblingspfalz ausgewählt hatte und die um 805 fertiggestellt worden war, seinen einzigen legitimen Erben Ludwig (den Frommen) zum Mitkaiser und seinem Nachfolger. Ohne Mitwirkung des Papste und der Römer ließ er ihn selber krönen.

Büste als Reliquiar für die Schädeldecke Karls (ca. 1350).

 

Fachleute vermuten, daß der für die damalige Zeit hochbetagte Karl unter den Auswirkungen der Gicht gelitten habe und an einer Lungenentzündung verstorben sei.

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Sarkophag aus Rom, in dem Karl I. bis zu seiner Umbettung gelegen hatte

Désirée née Bernardine Eugenie Désirée Clary

                                   

Königin von Schweden unter dem Namen Desideria, jüngstes von 13 Kindern des wohlhabenden Marseiller Reeders und Seidenhändlers François Clary, Désirée; erhielt dank des aus dem Handel resultierenden Vermögens wie ihre Geschwister eine ausgezeichnete Ausbildung und trat in das Kloster ein, das jungen Mädchen aus den oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten war, um ihre Ausbildung zu vollenden, kehrte jedoch, als während der Französischen Revolution alle kirchlichen Organisationen und damit auch die Klöster geschlossen wurden, in das Haus ihrer Eltern nach Marseille zurück. Dort lernte sie durch Zufall Joseph Buonaparte kennen, dessen Familie Korsika im Juni 1793 hatte verlassen müssen und Ende August desselben Jahres in das kürzlich von den Republikanern befreite Marseille gezogen war, als sie sich bemühte, ihren älteren ihren Bruder Étienne Clary, der auf Anordnung des Revolutionstribunals verhaftet worden war und den Richtern vorgeführt werden sollte, zu befreien. Sie stellte Joseph, dem späteren König von Neapel bzw. König von Spanien, ihre ältere, noch unverheiratete Schwester Julie vor (das Paar heiratete im  August 1794). Sie selber verliebte sich in Josephs Bruder Napoleone und war von April 1795 bis 1796 mit ihm verlobt. Zu Heirat der beiden kam es allerdings nicht, da Napoleone, der sich jetzt Napoléon Bonaparte nannte, in Paris Joséphine de Beauharnais kennenlernt hatte und sie 1796 heiratete. Durch einen zweiten bedeutenden Zufall in ihrem Leben lernte Desirée am selben Tag den französischen Marschall Jean-Baptiste Bernadotte kennen, der 1818 als Karl XIV. Johann König von Schweden und Norwegen wurde und den sie 1798 heiratete. Mit der Krönung ihres Mannes im Jahr 1818 wurde sie unter dem Namen Desideria Königin von Schweden und Norwegen. .Am 4.7.1799 kam ihr Sohn Oskar zur Welt, der seinem Vater auf den Thron folgen wird.

Ihr Leben mit den überraschenden Wendungen wurde bislang zweimal verfilmt: 1941 unter dem Titel Le destin fabuleux de Désirée Clary unter der Regie von Sacha Guitry mit Jean-Louis Barrault als Napoléon und Gaby Morlay als Désirée sowie im Jahr 1954 Desirée mit Marlon Brando als Napoléon und Jean Simmons als Désirée

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Karl XIV. Johann eigentl. Jean-Baptiste Bernadotte

                     

König von Schweden und Norwegen (1818-44); trat 1780 in die französische Armee ein und nahm an den Koalitionskriegen teil, wurde 1797 in Italien zum General befördert. 1798 heiratete er Désirée, die ehemalige Verlobte Napoléon. Er wurde Botschafter in Wien und 1805 von Napoléon zum Marschall ernannt. Nach der Schlacht von Austerlitz (1805) wurde er in Anerkennung seiner Leistungen zum Fürst von Pontecorvo ernannt. Nach der erfolgreichen Teilnahme der Feldzüge gegen Preußen von 1806 bis 1807 überwarf er sich mit Napoléon, wurde 1810 von dem kinderlosen Karl XIII. adoptiert und vom schwedischen Reichstag im gleichen Jahr zum Kronprinzen gewählt. Bernadotte konvertierte zum Protestantismus und änderte seinen Namen in Karl Johann. Nach der Übernahme der Regentschaft von Karl III. widersetze er sich Napoleons Plänen, Schweden als Verbündeten gegen Großbritannien zu gewinnen, schloß sich vielmehr der Koalition gegen ihn an, übernahm in den Befreiungskämpfen das Kommando der Nordarmee gegen Napoléon und zeichnete schließlich 1813 mitverantwortlich für den Sieg über die Franzosen und deren Verbündete in der Völkerschlacht bei Leipzig. Im Vertrag zum Frieden von Kiel (1814) zwang er das Königreich Dänemark Norwegen an Schweden abzutreten.

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Stockholm, Riddarholmskirche

Der Sarkophag Karls XIV. Johann steht hinter dem der Désirée

Bild: Alexander Krischnig (03/2008)

Aachen, Münster / Pfalzkapelle

Stockholm, Riddarholmskirche

Roger II.

König von Sizilien (1130-54); Graf von Sizilien (1105-54); zweiter Sohn Rogers I., des normannischen Eroberers von Sizilien; Neffe Robert Guiscards; brachte 1127 Kalabrien unter seine Herrschaft, wurde am 22.8.1128 von Papst Honorius II. im Friedensschluß in Benevent mit dem Herzogtum Apulien belehnt. Weihnachten 1130 nahm er den Titel eines ”Königs von Sizilien, Kalabrien und Apulien" an. Er begründete eine Erbmonarchie mit autokratisch-beamtenstaatlicher Organisation, die 1140 in den “Assisen von Ariano” eine Rechtsordnung erhielt.

Christus segnet König Roger II.

Sein Hof in Palermo entwickelte sich zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum. Nach der Eroberung Siziliens durch die Normannen baute der gebildete und sprachgewandte Roger II. - er sprach alle Sprachen seines Lande, also auch Griechisch und Arabisch -, die im 9. Jahrhundert erbaute Sommerresidenz des Emirs von Palermo zu seinem Regierungssitz um (Normannenpalast). Die Wände der von Roger im arabisch-byzantinisch-normannischen Stil errichtete Hofkapelle, die Cappella Palatina, ließ er mit Goldgrundmosaiken verkleiden. 1147 ließ Roger den Krieg gegen Byzanz wieder aufleben und leitete von 1148 bis 1160 Feldzüge nach Nordafrika.

Seine Erbtochter Konstanze heiratete den späteren staufischen Kaiser Heinrich VI..wodurch der sizilianische Thron an die Staufer kam.

Cappella Palatina, Hofkapelle im Normannenpalast in Palermo (Deckengewölbe)

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Bild: Hartmuth Riehm (08/2005)

Eleonore von Kastilien

Königin von England; Tochter von Ferdinand III., König von Kastilien; erste Gemahlin Eduards I. von England, den Sohn von Heinrich III.. Die Heirat fand im Oktober 1254 in Burgos statt.

Nach ihrem Tod ließ ihr Gatte, der ihren Leichnam nach London überführen ließ, überall dort, wo der Trauerzug Station gemacht hatte, Gedenkkreuze aufstellen. 

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Bilder: Neddyseagoon (06/2006) Wikipedia.en

Lincoln, Kathedrale

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Hinweis: Eleonore von Kastilien wurde in der Westminster Abbey in London beigesetzt. In Lincoln befinden sich ihre Eingeweide .Der Sarkophag wurde allerdings demjenigen in London nachgebildet.

Karl XI.

1666                      

König von Schweden (1660-97); als Karl I. Herzog von Pfalz-Zweibrücken (1681-97); als Karl XI. Herzog des Herzogtum Bremen und Verden (1660-97); Sohn von Karl X. Gustav; Vater von Karl XII.; stand ab 1660 unter Vormundschaft seiner Mutter und von fünf höchsten Staatsbeamten, die Regierungsgeschäfte führten;. bis er diese am 18./28.12.1672 selber übernahm. 1674 trat Karl auf der Seite Ludwigs XIV. von Frankreich in den Niederländisch-Französischen Krieg ein, verlor aber - schlecht vorbereitet - in der Auseinandersetzung mit dem Großen Kurfürsten in der Schlacht bei Fehrbellin im Jahre 1675 einen Teil Schwedisch-Pommerns. Er erhielt es jedoch im Vertrag von Saint-Germain-en-Laye 1679 zurück. Als Konsequenz aus der Niederlage reorganisierte Karl das Heer und die Flotte. Innenpolitisch beschränkte er durch die Einziehung von Krongütern die Macht des Adels und seiner einstigen Regenten. 1682 übertrug ihm der Riksdag, das schwedische Parlament, das alleinige Gesetzgebungsrecht und damit nahezu unbeschränkte Macht. Allmählich gekang es ihm, die staatsschulden zu reduzieren und konnte ab 1693 auf außerordentliche Steuererhebungen verzichten. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Karl XII..

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Bild: Jacob Truedson Demitz (03/2007) sv.Wikioedia.org

Stockholm, Riddarholmskirche

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Bild: Dr. Herta Lepie (10/2019)

Palermo, Kathedrale

Adel / Regenten XII

Omnibus salutem!