Deutscher Liederdichter, Komponist und Schauspieler; neben dem Studium an der Berliner Schauspielschule arbeitete er als Pianist, spielte Theater und trat in Varietés auf, und er schrieb seine ersten Liedertexte. Von einer Verwundung während seiner Zeit als Soldat an der Front genesen, wirkte er in den 1940er Jahren in einigen Filmen propagandistischen Inhalts mit, von denen er sich nach dem Krieg distanzierte. Nach dem Krieg arbeitete er in Hamburg bei einem Musikverlag. Danach widmete er sich dem Texten und Komponieren von Schlagern: er schrieb an die Tausend Schlager und Chansons. Er war Mitglied der SPD und unterstützte in den 1990er Jahren die PDS.
Schlager u.a.: Am Tag als der Regen kam (gesungen von Dalida), Tulpen aus Amsterdam, 100 Mann und ein Befehl, Heimwehr, brennend heißer Wüstensand (beide gesungen von Freddy Quinn), Die Welt ist schön Milord (gesungen von Mireille Mathieu), Tiritomba.


Norderstedt, Garstedter Friedhof

Kassel, Hauptfriedhof
Louis Spohr eigentl. Ludewig Spohr

Deutscher Komponist, Violinist und Dirigent; das ältestes Kind des Medizinalrates Dr. Karl Heinrich Spohr erhielt bereits im Alter von 15 Jahren (1799) in Braunschweig eine erste Anstellung als herzoglich-braunschweigischer Kammermusiker; der Herzog von Braunschweig förderte Spohr auch weiterhin, indem er ihm erlaubte, den Violinvirtuosen Franz Eck (*1774, †1804) 1802/03 als seinen Schüler nach Sankt Petersburg zu begleiten. Nur ein Jahr später (1804) trat er erstmals öffentlich auf und fand spontan hohe Anerkennung. In den folgenden Jahren hatte er verschiedenen Positionen inne, so war er von 1805 bis 1812 Konzertmeister der Hofkapelle in Gotha, von 1813 bis 1815 Orchesterleiter des Theaters an der Wien, von 1817 bis 1819 Leiter der Oper am Frankfurter Stadttheater und ab 1822 Hofkapellmeister in Kassel, dort ab 1847 Generalmusikdirektor. Er unternahm erfolgreiche Konzertreisen durch Deutschland, die Schweiz und Italien (1815-17), nach Paris und nach England, wo er besonders mit seinen Oratorienaufführungen großen Erfolg hatte. Seine 1832 erschiene Violinschule gilt als Standardwerk deutscher Geigenpädagogik im 19. Jahrhundert. Spohr komponierte neben zehn Opern auch Violin- und Klarinettenkonzerte, geistliche und weltliche Chormusik. Er verfaßte eine aus zwei Bänden bestehende Selbstbiographie (herausgegeben 1860-61).
Kompositionen u.a.: Faust (1816), Jessonda (1823), Der Berggeist (1825), Die Weihe der Töne (1832).


Italienischer Pianist und Komponist; hat maßgeblich zur Entwicklung des Klavierspiels und der Klaviermusik beigetragen (u.a. Doppelgriffpassagen). Er schrieb über 100 Sonaten und Sonatinen. Sein bekanntestes Werk ist das dreibändige Etüdenwerk Gradus ad Parnassum (1817-26).
London, Westminster Abbey


Shura Cherkassky eigentl. Alexander Isaakowitsch Tscherkasskij
US-amerikanischer Pianist russischer Herkunft; floh nach Ausbruch der russischen Oktoberrevolution in die Vereinigten Staate, wo er am "Curtis Institute of Music" in Philadelphia bei Josef Hofmann studierte. Er galt als Wunderkind, ging schon mit 16 Jahren auf Konzerttourneen und war mit 25 Jahren ein weltberühmter Pianist. Sein Stern sank, als in den vierziger Jahren die Pianisten Arthur Rubinstein und Wladimir Horowitz ihm den Rang abliefen. Sein Repertoire reichte von Johann Sebastian Bach bis hin zur zeitgenössischen Musik. Sein Spiel war immer von außerordentlicher Klarheit und mit großer Interaktion zum Publikum.
London, Highgate North Land Cemetery


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Britischer Dirigent ungarischer Herkunft; studierte in Budapest u.a. bei Béla Bartók, Ernst von Dohnányi, Leó Weiner und Zoltán Kodály und wurde 1930 Repetitor an der Budapester Oper. Von 1935 bis 1937 war er Assistent Bruno Walters und Arturo Toscaninis in Salzburg. Als Jude in öffentlichen Ämtern nicht mehr erwünscht, ging er in die Schweiz, wo er in Genf 1942 einen Klavierwettbewerb gewann. Nach dem Ende des Krieges wurde er zunächst Dirigent an der bayerischen Staatsoper in München. Ab 1952 arbeitete er an der Oper Frankfurt am Main, wohin ihn deren Intendat Harry Buckwitz geholt hatte, und hatte zunehmend Gastauftritte bei großen Orchestern und Opernhäusern in aller Welt. Nach einem kurzen Engagement beim Los Angeles Philharmonic Orchestra war er von 1961 bis 1971 Leiter der Covent Garden Opera in London, wo ihm 1972 - inzwischen britischer Staatsbürger - der Titel “Sir” verliehen wurde. Von 1969 bis 1991 arbeitete er als Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra und war daneben musikalischer Direktor des Orchestre de Paris 1971 bis 1975. Von 1979 bis 1983 war Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra, von 1992 bis 1994 Leiter der Salzburger Osterfestspieleund seit 1995 künstlerischer Berater des Schleswig-Holstein Musik-Festivals.
Budapest, Farkasréti-Friedhof

Ungarischer Komponist; der Sohn eines Kantorlehrer entstammte einer donauschwäbischen Familie. Er studierte in Großwardein und Pressburg Musik und gilt als der Begründer der ungarischen Nationaloper. Erkel war von 1838 an als Operndirigent in Budapest tätig und gründete dort 1853 die Philharmonische Gesellschaft. Er komponierte insgesamt neun Opern, die den Rossini-Stil mit der ungarischen Volkstanz-Musik vermengen.
Budapest, Kerepesi Temetö

Omnibus salutem!