Potsdam, Bornstedter Friedhof

Friedrich Ludwig Persius

   

Preußischer Architekt; Schüler von Karl Friedrich Schinkel, für den er ab 1821 als Baukondukteur wirkte, u.a. bei Schloß Charlottenhof (1826-28) und den Römischen Bädern (1829-36) im Park von Sanssouci. 1841 wurde er unter König Friedrich Wilhelm IV. Hofarchitekt in Potsdam. Bei seinen Bauten überwiegen historisierende, besonders romanische Stilformen (Rundbogenstil).

Werke u.a.: Heilandskirche in Potsdam-Sacrow (1841-44); Kuppel der Nikolaikirche in Potsdam (1843-50); Friedenskirche in Potsdam-Sanssouci (1844-54).

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Bild: Michi (08/2007)

Franz von Defregger (seit 1883)

1883

 

Österreichischer Maler; entstammte einer wohlhabenden Bauernfamilie; erhielt bei dem Innsbrucker Bildschnitzer Michael Stolz eine Ausbildung, der ihn an die Münchner Akademie zu Karl von Piloty weiterempfahl. Nach einem Aufenthalt in Paris 1863 kehrte Defregger für immer nach München zurück und gehörte neben Gabriel von Max und Hans Makart bis 1870 dem Atelier Piloty an. Dort entstanden seine ersten großen Bilder wie Speckbacher und sein Sohn Andreas, die ihn als Historienmaler bekannt machten, aber auch Bilder vom Tiroler Freiheitskampf. Er schuf in den 1870er Jahren aber auch Landschaften und Porträts.

 

 Tiroler Dirndl (1895)

 

 

 

 

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München, Nordfriedhof

Bild: Klaus Decker

Gustave Doré

          

Französischer Maler und Graphiker; schuf bereits im Alter von 15 Jahren Karikaturen für die Pariser Zeitschrift Journal pour rire und verschiedene englische Zeitungen. Bekannt wurde er 1854 mit seinen Holzstichen zu François Rabelais Gargantua und Pantagruel, 1855 zu Honoré de Balzacs Tolldreiste Geschichten), 1862 zu Gottfried August Bürgers Münchhausen. Mit späteren, von Mitarbeitern gestochenen Blättern (u.a. 1865 zur Bibel) näherte er sich dem Symbolismus; bearbeitete auch sozialkritische Themen.

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Paris, Cimetiére du Père Lachaise

Bild: Amélien Bayle de la Cellery (10/2006) flickr.com

Frédéric-Auguste Bartholdi

              1898

Französischer Bildhauer; Sohn eines Juristen, dessen Familie aus Oberitalien in das Elsaß eingewandert war. 1880 schuf er mit dem in den Fels gehauenen “Löwen von Belfort” das imposante, 22 Meter lange Kriegerdenkmal, das zum Wahrzeichen der Stadt Belfort wurde. Bekannter ist seine in Kupfer getriebene, 46 Meter hohe Freiheitsstatue, für die Gustave Eiffel die Statik berechnete hatte. Die aus 300 gehämmerten Kupferplatten bestehenden Statue wurde zunächst in Paris zusammengesetzt, dann wieder zerlegt und an Bord des DampfersIsère als Geschenk des französischen Volkes an das amerikanische Volk in die neue Welt expediert, wo sie auf Liberty Island im Hafen von New York aufgestellt und 1886 feierlich eingeweiht wurde.

Die Pariser erhalten die Gelegenheit, während der Pariser Weltausstellung im Jahre 1878 den gerade fertiggestellten und auf dem Champ de Mars zur Schau gestellten Kopf der für die USA bestimmten Freiheitsstatue zu bestaunenn.

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Paris, Cimetière du Montparnasse

(Gian) Giovanni Lorenzo Bernini

Selbstbildnis 1623     

Italienischer Bildhauer und Architekt; herausragende Künstlerpersönlichkeit des italienischen Barock, die Skulptur und Architektur des 17. und 18. Jahrhunderts in Italien, Spanien und den Ländern nördlich der Alpen nachhaltig beeinflußt und maßgebend das barocke Rom gestaltet hat, wo er u.a. ab 1629 leitender Architekt an Sankt Peter war. Als solcher schuf er u.a. von 1624 bis 1633 im Auftrage Urbans VIII. den Bronzebaldachin mit aufgesetztem Kreuz auf vier 29 m hohen, gewundenen Säulen direkt über dem Grab des Petrus, die Kolonnaden am Petersplatz zwischen 1656 und 1667 unter Alexander VII. und errichtete in der Zeit von 1647 bis 1651 den Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona unter Papst Innozenz X.. Nur einmal verließ er Rom: er reiste 1665 nach Paris, um auf Wunsch des französischen Sonnenkönigs Ludwigs XIV. einen Entwurf für die Neugestaltrung des Louvre zu erstellen. Ludwig zog jedoch die Pläne des Franzosen Claude Perrault (*1613, †1688) vor. Bernini hinterließ neben seinen Bauten auch ein umfangreiches zeichnerisches und malerisches Werk.

Werke u.a.: (in Rom): Grabmal Urbans VIII., Verzückung der heiligen Theresia in Santa Maria della Vittoria (1644-52), Apoll und Daphne, Galleria Borghese (1622-25), Sant' Andrea al Quirinale (1658-70), Scala Regia im Vatikan (1664-66).

Inschriften: Decus artium et urbis hic humiliter quiescit [Eine Zierde der Kunst und der Stadt ruht er hier bescheiden].

Nobilis familia Bernini hic resurrectionem expectat [Die edle Familie der Berninins erwartet hier die Wiederauferstehung].

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Rom, Basilica Santa Maria Maggiore

Bild: Jennifer Kogut ((07/2007) flickr.com/photos/jennhx/1348893339/

Georges Braque

 

Französischer Maler; der Sohn eines Dekorationsmaler studierte an der École des Beaux-Arts in Paris. Um 1905 schloß er sich der Gruppe der Les Fauves (Die wilden Tiere) an, die im Gegensatz zu der eher differenzierten Farbgebung der Impressionisten den Ausdruck reiner, leuchtender Farben bevorzugten, die sie in großen Flächen nebeneinandersetzten. Etwa 1907 lernte er Pablo Picasso kennen und entwickelte gleichzeitig mit ihm ab 1908 den analytischen Kubismus. Er begann zunächst Landschaften in geometrisierten Formen zu malen. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er 1915 schwer verwundet wurde, entfernte er sich langsam vom Kubismus, malte seit 1918 wieder gegenständlicher, vornehmlich Stillleben und Interieurs. Braque war 1955 Teilnehmer der documenta I, 1959 der documenta II. Posthum war er 1964 an der documenta III in Kassel beteiligt.

Werke u.a.: Vom Geheimnis in der Kunst (Gesammelte Schriften, 1958).

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Varengeville-sur-Mer (Haute Normandie)

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Bildende Künste XLV

Omnibus salutem!