Stüler, Friedrich August

 

  • geb. 28.1.1800 in Mühlhausen / Thüringen
  • gest. 18.3.1865 in Berlin

Deutscher Baumeister; Schüler Karl Friedrich Schinkels; nach der Rückkunft von eoiner Reise nach Rußland wurde er Hofbauinspektor und 1832 preußischer Hofbaurat und Direktor der Schloßbaukommission. Stüler gilt als einer der Hauptvertreter des Historismus um 1850 in Berlin. Gegenüber seinen noch klassizistisch streng strukturierten öffentlichen Bauten wirken seine zahlreichen Kirchenbauten in neugotischem Stil eklektizistisch. eine seiner spektakulärsten Arbeien war der Wiederaufbau der Burg Hohenzollern (1850-67). er gehörte zu den Gründern des Architektenvereins zu Berlin.

Werke u.a.: Entwürfe für den Berliner Dom (1842 ff.), Neues Museum in Berlin (1843-46), 1Universität Königsberg (1844-63), Akademie der Wissenschaften in Budapest (1862-64), Pläne für die Nationalgalerie in Berlin (1866-76 von J.H.Strack ausgeführt), Schweriner Schloß (1851, mit anderen, in heutiger Erscheinung).

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Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Werdersche Gemeinde

Graetz, René

 

  • geb. 2.8.1908 in Berlin
  • gest. 17.9.1974 in Graal-Müritz

Deutscher Bildhauer; der Sohn einer italienischen Mutter und eines russischen Vaters erlernte den Beruf eines Tiefdruckers, ging 1923 nach Südafrika und besuchte in Kapstadt die Bildhauerklasse der Kunstakademie. 1939 kehrte er nach Europa zurück und ließ sich in London nieder, wo er sich mit den Arbeiten Henry Moores, den er in seinem Atelier in London besuchte, auseinandersetzte. Wegen seiner deutschen Staatsangehörigkeit wurde er 1940 interniert und für ein Jahr nach Kanada deportiert; 1944 heiratete er die Grafikerin und Schriftstellerin Elizabeth Shaw, 1948 ließ sich Graetz in Berlin (Ost) nieder, 1952 unternahm er eine Studienreise nach Moskau und 1956 nach Italien (weiterführende Informationen unter www.artgraetz.com).

Werke u.a.: Malayischer Knabe (1939), Frau mit Blumen (1956), Große Sitzende (1958), Stürzender (1960).

Auszeichnungen u.a.: Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR (1973).

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Krüger, Franz

 

  • geb. 10.9.1797 in Grobadegast (Ldkrs. Köthen)
  • gest. 21.1.1857 in Berlin

Preußischer Maler; schuf im Stil biedermeierlichen Realismus Pferde- und Kavalleriebilder (“Pferde-Krüger”), Porträts der preußischen Königsfamilie (s.u.), der Hofgesellschaft, des gehobenen Bürgertums sowie große Paradebilder.

 

 

 

 

Friedrich Wilhelm III. von Preußen

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Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Werdersche Gemeinde

Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Werdersche Gemeinde

Bilder: Martina Schulz

Schievelbein, Friedrich Anton Hermann

 

  • geb. 18.11.1817 in Berlin
  • gest. 6.5.1867 in Berlin

Bildhauer; studierte an der Akademie in Berlin, wo er 1836 erstmals seine Werke ausstellte, war als Lehrling von Ludwig Wilhelm Wichmann der bildhauerischen Tradition Johann Gottfried Schadows verpflichtet. Im Alter von 20 Jahren zog er nach St. Petersburg, wo er bis 1841 unter Joseph Karl Gottlieb Herrmann (*1800, †1869), einem früheren Schüler Bertel Thorvaldsens, arbeitete, wirkte in Sankt Petersburg an der Wiederherstellung der Ausschmückung des Winterpalasts mit, der 1837 teilweise abgebrannt war, und an einigen der Engel auf der Kuppel der Isaak-Kathedrale, ging 1843/44 als Stipendiat der Berliner Akademie nach Rom, ließ sich nach der Rückkehr in Berlin nieder und schuf für die Schloßbrücke monumentale Marmorgruppen. 1853 wurde er Mitglied der Berliner Akademie und 1860 Professor an derselben.

Werke in Berlin u.a.: Marmorgruppe: Pallas Athena unterrichtet den Jüngling im Gebrauch der Waffen (Schloßbrücke), Fries: Untergang Pompejis (Griechischer Hof des Neuen Museums), Gruppe: Pegasus, von Muse getränkt (Altes Museum).

           

                             

                      Eines der Reliefs am Roten Rathaus in Berlin (links F.A.H. Schievelbeim).

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Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Werdersche Gemeinde

Bild: Martina Schulz

Dankberg, Friedrich Wilhelm

 

  • geb. 9.10.1891 in Halle (Westfalen)
  • gest. 13.10.1866 in Berlin

Deutscher Bildhauer und Stukkateur; Studium ab 1839 in Berlin, Akademie der Künste bei Friedrich Wilhelm Holbein, Gehilfe bei Christian Daniel Rauch, gründete 1843 ein Berlin eine nachfolgend renommierte Werkstatt für Ornamentik und Baudekoration; war beteiligt an der Ausstattung von Schlössern (u.a. Babelsberg, Potsdam-Sanssouci, Schwerin); ab 1861 Ausführung des Terrakottareliefs am Roten Rathaus Berlin; Dankbergs Allegorien auf Eisenbahn und Telegraphie am Triumphtor in Potsdam (1850/51) gehören zu den frühesten in Deutschland; schuf sein eigenes Grabmal.

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Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Werdersche Gemeinde

Magritte, René François Ghislain

 

Porträt aus Copyrightgründen leider nicht verfügbar

 

 

 

 

  • geb. 21.11.1898 in Lessines (Hennegau)
  • gest. 15.8.1967 in Brüssel

Belgischer Maler; studierte an der Académie Royale des Beaux-Arts in Brüssel, wo 1927 auch seine erste Einzelausstellung stattfand. Von De Chirico beeinflußt, war Magritte einer der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus, der banale, alltägliche Dinge verfremdend, naturalistisch im Detail in einen neuen Zusammenhang setzte.

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Bilder: Günter Strack

Cranach, Lucas d. Ältere eigentl. Lucas Maler

  Selbstbildnis (Ausschnitt, 1555)

 

  • geb. Oktober 1472 in Kronach
  • gest. 16.10.1553 in Weimar

Deutscher Maler und Zeichner; das älteste von insgesamt neun Kindern, das sich später nach seinem Herkunftsort “Cranach“ nannte, war der Sohn von Hans Maler, der vermutlich Maler war und ihm eine erste Ausbildung angedeihen ließ, bevor er als Geselle auf Wanderschaft ging. Erste bekannte Werke entstanden ca. 1500 in Österreich, wo er in Wien mit seinen Graphiken, Porträts und Landschaftsbildern Aufsehen erregte. 1505 wurde er von dem kursächsischen Herzog Friedrich dem Weisen in seine Residenz nach Wittenberg berufen, wo sich seine Kunst sehr bald zur linienbetonten Form seiner Spätzeit zu wandeln begann. Durch die Aufnahme des weiblichen Aktes, v.a. unter mythologischem Vorwand, wurde sein Themenkreis erweitert. Cranach wurde durch seine Freundschaft mit Martin Luther und Philipp Melanchthon zum Schöpfer einer protestantischen Kunst (er schuf u.a. Holzschnitte zur Bibel und für Reformationsschriften) und trug v.a. mit Lutherbildern wesentlich zu Luthers Bekanntheitsgrad bei. Die Ausführung der Aufträge für Bildnisse, religiöse und mythologische Bilder überließ Cranach allerdings immer mehr seiner Werkstatt, in der auch seine Söhne Hans Cranach (*um 1510, †1537) und v.a. Lucas Cranach d. J. (*1515, †1586), Kinder aus seiner Ehe mit Barbara Brengebier, einer Tochter des Gothaer Bürgermeisters, arbeiteten. Aber er malte nicht nur, sondern betätigte sich vierlfältig, so  entwarf er Kostüme, bemalte Möbel und Stoffe, gestaltete Wappen und Medaillen und stattete Schlösser aus. Außerdem betrieb er neben seinem Haus und der Werkstatt in Wittenberg eine Apotheke mit Weinausschank, ein Farbenhandel sowie eine Druckerei; zeitweise war er auch Bürgermeister von Wittenberg. Heute sind seine Werke über die ganze Welt verteilt und hängen in allen bedeutenden Museen.

Adam und Eva (1513)

Werke u.a.: Ruhe auf der Flucht (1504; Berlin, Gemäldegalerie), Katharinenaltar (1506; Dresden, Staatliche Kunstsammlungen), Torgauer Altar (1509; Frankfurt am Main, Städelsches Kunstinstitut); Venus und Amor (1509; Sankt Petersburg, Eremitage).

Inschrift: Pictor celerrimus (der schnellste Maler [Schnellmaler)].

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Weimar, St.Jacobs-Friedhof

Bild: Josef Aschenbrenner (07/2005)
Bild: Martina Schulz (2002)
Bilder: Josef Aschenbrenner (07/2005)

Bemerkung: Obwohl religiös-mythologisch verbrämt, sind seine freizügen Darstellungen des menschlichen Körpers für die damalige Zeit erstaunlich - wenn man bedenkt, dass im Jahre 2008 das Aufhängen von Plakaten mit Cranachs “Venus” in der Londoner Tube zum Zwecke der Werbung anläßlich der Cranach-Ausstellung untersagt worden war, weil sich Reisende beleidigt fühlen könnten.

Bild: Josef Aschenbrenner (08/2008)
Bild: Martina Schulz (2003)
Bild: Josef Aschenbrenner (08/2008)
Bild. Kunst XII