Deutsche Lehrerin und Führerin der deutschen Frauenbewegung; forderte u.a. eine Neuordnung des Mädchenschulwesens unter weiblichem Einfluß und unter
Leitung von wissenschaftlich vorgebildeten Lehrerinnen. An der Spitze des von ihr und Auguste Schmidt
gegründeten Allgemeinen deutschen Lehrerinnenvereins übernahm sie die geistige Führung der Frauenbewegung (Zeitschrift Die Frau, seit 1893). Werke u.a.:
Die Frauenbewegung in ihren modernen Problemen (1908), Lebenserinnerungen (1921), Kampfzeiten (2 Bde, 1928).
Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedhof Heerstr.
Deutsche Malerin und Kunsterzieherin; die Frau auf der Rückseite des 50-Pfennig-Münze. Ihr Mann hatte Ende der 1940er Jahre an einem Wettbewerb der Bank Deutscher Länder zur
Gestaltung der neuen deutschen Währung teilgenommen und mit seinem Entwurf
einer knienden, einen Eichensetzling pflanzenden Frau den Zuschlag erhalten. Das Motiv symbolisiert den Wiederaufbau des durch den Zweiten Weltkrieg zerstörten Deutschland.
Oberursel im Taunus, Alter Friedhof
Vetsera, Maria (Mary) Alexandrine Freiin von

Die Geliebte des österreichischen Erzherzog Rudolf, der ihr 1887 auf dem “Ball der Polen” während einer Karnevalveranstaltung auf Vermittlung von
Marie Louise Larisch-Wallersee vorgestellt wurde. Sie war die Tochter des österreichischen Diplomaten Albin von Vetsera und dessen Frau Helene, née Baltazzi. Die Beziehung war zum Scheitern vorurteilt, weil sie einerseits nicht standesgemäß gewesen wäre und Rudolf
andererseits bereits mit Prinzessin Stephanie, Tochter des belgischen Königs
Leopold II., verheiratet war. Beide nahmen sich auf dem Jagdschloß in Mayerling unter nicht ganz geklärten Umständen das
Leben. Gemäß der weithin anerkannten Theorie erschoß Rudolf zunächst die 17jährige Maria, ehe er sich selbst mit einem Schuß in den Kopf tötete. Gefunden wurden die Beiden von Rudolfs Kammerdiener Loschek
und seinem Freund, dem Grafen Hoyos, als sie die Tür zum Schlafzimmer am folgenden Morgen aufbrachen. Das Kaiserhaus verschleierte die Umstände des Todes. Rudolf habe, so hieß es in einem offiziellen
Hofkommuniqué, in “schwerer Geistesverwirung” sein Leben durch Freitod beendet. Ihr beider Wunsch gemeinsam begraben zu werden, erfüllte sich nicht: Während Rudof in der Kaisergruft in Wien beigesetzt
wurde, brachte man die Leiche Mary Vetseras zum Friedhof in
Heiligenkreuz. Ein erneute Aufsehen um Mary Vetsera gab es, als am 22.12.1992 die Familiengruft im
Beisein von Presse und Fernsehen geöffnet und festgestellt wurde, daß die
sterblichen Überreste der Baronesse entfernt worden waren: der Linzer Möbelhändler Helmut Flatzelsteiner hatte sie gerichtsmedizinisch untersuchen lassen wollen, um die Umstände ihres Todes zu klären. Am 28.10.1993 wurden
die Gebeine unter Ausschluß der Öffentlichkeit wieder beigesetzt, die Gruft allerdings zugeschüttet, um einem erneuten Grabraub vorzubeugen.
Mary Vetsera (rechts) mit ihrer Vertrauten Marie Louise Gräfin Larisch-Wallersee.
Inschrift:“Wie eine Blume sprosst der Mensch auf und wird gebrochen”.
Heiligenkreuz (NÖ), Ortsfriedhof

“Der treue Cléry”, letzter Kammerdiener Ludwigs XVI., begleitete diesen 1793 zur Guillotine. Wegen seiner Treue zu seinem König wurde er im Temple eingekerkert, im März 1793 zwar entlassen, aber bereits im September 1793 im Gefängnis La Force erneut inhaftiert. Erst nach dem Sturz Robespierres wurde er im August 1794 wieder in Freiheit gesetzt und flüchtete 1795 aus dem revolutionären Frankreich nach Österreich. Nachdem man ihm 1801 erlaubte, nach Frankreich zurückzukehren, kam er mit seiner Frau und den Kindern nach Paris zurück. Das angebot Napoléons , der ihn zuvor verfolgt hatte, Kammerherr von Joséphine de Beauharnais zu werden, lehnte er ab und ging nach Österreich ins Exill, wo er sich dauerhaft in Wien niederließ. Er schloß sich Marie Therese in Warschau und Wien an.
Wien, Hietzinger Friedhof
Österreichischer Priester (kath.); Verfasser des Textes des weltbekannten Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht, das sein Freund Franz Xaver Gruber
vertonte. Das Lied verbreitete sich zunächst nur lokal, bis es 1866 in Salzburg erstmals in das offizielle Kirchenliederbuch aufgenommen wurde. Zuvor hatten es die Familien Rainer aus dem Flecken Fügen und Stasser aus Laimach auf Konzertreisen in Europa verbreitet. Die Rainer-Sänger brachten es schließlich nach Übersee, wohin sie zwischen 1839 und 1843 eine Reise unternommen hatten. Dort wurde
es am Weihnachtstag 1839 in New York auf dem Friedhof der Trinity-Gemeine gesungen. Heute ist
Stille Nacht, heilige Nacht in ca. 300 Sprachen und Dialekte übertragen.
Wagrain, Am Pfarrhaus
Schicklgruber, Alois ab 1876 legimitiert als Hitler
Österreichischer Zollamtsoberoffizial; unehelicher Sohn der Maria Anna Schicklgruber, deren Familiennamen Alois bis 1876 beibehielt; war dreimal
verheiratet, zuletzt mit der dreiundzwanzig Jahre jüngeren Klara Pölzl (*12.8.1860, †21.12.1907); Aus dieser Ehe ging u.a. Adolf Hitler (*1889, †1945), hervor.

Hitler, Klara

Mutter Adolf Hitlers und dessen Schwester Paula.
Näheres zur Famile bei: Joachim Fest, Hitler
Leonding b. Linz










