Lange, Helene

 

  • geb. 9.4.1848 in Oldenburg
  • gest. 13.5.1930 in Berlin

Deutsche Lehrerin und Führerin der deutschen Frauenbewegung; forderte u.a. eine Neuordnung des Mädchenschulwesens unter weiblichem Einfluß und unter Leitung von wissenschaftlich vorgebildeten Lehrerinnen. An der Spitze des von ihr und Auguste Schmidt gegründeten Allgemeinen deutschen Lehrerinnenvereins übernahm sie die geistige Führung der Frauenbewegung (Zeitschrift Die Frau, seit 1893).

 Werke u.a.: Die Frauenbewegung in ihren modernen Problemen (1908), Lebenserinnerungen (1921), Kampfzeiten (2 Bde, 1928).

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Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedhof Heerstr.

Werner, Gerda Johanna

 

  • geb. 28.8.1915 in Offenbach
  • gest. 14.8.2004 in Oberursel

Deutsche Malerin und Kunsterzieherin; die Frau auf der Rückseite des 50-Pfennig-Münze. Ihr Mann hatte Ende der 1940er Jahre an einem Wettbewerb der Bank Deutscher Länder zur Gestaltung der neuen deutschen Währung teilgenommen und mit seinem Entwurf einer knienden, einen Eichensetzling pflanzenden Frau den Zuschlag erhalten. Das Motiv symbolisiert den Wiederaufbau des durch den Zweiten Weltkrieg zerstörten Deutschland.

 

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Oberursel im Taunus, Alter Friedhof

Vetsera, Maria (Mary) Alexandrine Freiin von

 

  • geb. 19.3.1871 in Wien
  • gest. 30.1.1889 in Mayerling (Gemeinde Alland)

Die Geliebte des österreichischen Erzherzog Rudolf, der ihr 1887 auf dem “Ball der Polen” während einer Karnevalveranstaltung auf Vermittlung von Marie Louise Larisch-Wallersee vorgestellt wurde. Sie war die Tochter des österreichischen Diplomaten Albin von Vetsera und dessen Frau Helene, née Baltazzi. Die Beziehung war zum Scheitern vorurteilt, weil sie einerseits nicht standesgemäß gewesen wäre und Rudolf andererseits bereits mit Prinzessin Stephanie, Tochter des belgischen Königs Leopold II., verheiratet war. Beide nahmen sich auf dem Jagdschloß in Mayerling unter nicht ganz geklärten Umständen das Leben. Gemäß der weithin anerkannten Theorie erschoß Rudolf zunächst die 17jährige Maria, ehe er sich selbst mit einem Schuß in den Kopf tötete. Gefunden wurden die Beiden von Rudolfs Kammerdiener Loschek und seinem Freund, dem Grafen Hoyos, als sie die Tür zum Schlafzimmer am folgenden Morgen aufbrachen. Das Kaiserhaus verschleierte die Umstände des Todes. Rudolf habe, so hieß es in einem offiziellen Hofkommuniqué, in “schwerer Geistesverwirung” sein Leben durch Freitod beendet. Ihr beider Wunsch gemeinsam begraben zu werden, erfüllte sich nicht: Während Rudof in der Kaisergruft in Wien beigesetzt wurde, brachte man die Leiche Mary Vetseras zum Friedhof in Heiligenkreuz. Ein erneute Aufsehen um Mary Vetsera gab es, als am 22.12.1992 die Familiengruft im Beisein von Presse und Fernsehen geöffnet und festgestellt wurde, daß die sterblichen Überreste der Baronesse entfernt worden waren: der Linzer Möbelhändler Helmut Flatzelsteiner hatte sie gerichtsmedizinisch untersuchen lassen wollen, um die Umstände ihres Todes zu klären. Am 28.10.1993 wurden die Gebeine unter Ausschluß der Öffentlichkeit wieder beigesetzt, die Gruft allerdings zugeschüttet, um einem erneuten Grabraub vorzubeugen.

Mary Vetsera (rechts) mit ihrer Vertrauten Marie Louise Gräfin Larisch-Wallersee.

 

Inschrift:“Wie eine Blume sprosst der Mensch auf und wird gebrochen”.

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Heiligenkreuz (NÖ), Ortsfriedhof

Cléry, Jean-Baptiste

 

  • geb. 11.5.1759 in Versailles
  • gest. 27.5.1809 in Wien

“Der treue Cléry”, letzter Kammerdiener Ludwigs XVI., begleitete diesen 1793 zur Guillotine. Wegen seiner Treue zu seinem König wurde er im Temple eingekerkert, im März 1793 zwar entlassen, aber bereits im September 1793 im Gefängnis La Force erneut inhaftiert. Erst nach dem Sturz Robespierres wurde er im August 1794 wieder in Freiheit gesetzt und flüchtete 1795 aus dem revolutionären Frankreich nach Österreich. Nachdem man ihm 1801 erlaubte, nach Frankreich zurückzukehren, kam er mit seiner Frau und den Kindern nach Paris zurück. Das angebot Napoléons , der ihn zuvor verfolgt hatte, Kammerherr von Joséphine de Beauharnais zu werden, lehnte er ab und ging nach Österreich ins Exill, wo er sich dauerhaft in Wien niederließ. Er schloß sich Marie Therese in Warschau und Wien an.

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Wien, Hietzinger Friedhof

Mohr, Joseph

 

  • geb. 11.12.1792 in Salzburg
  • gest. 4.12.1848 in Wagrain (Bundesland Salzburg)

Österreichischer Priester (kath.); Verfasser des Textes des weltbekannten Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht, das sein Freund Franz Xaver Gruber vertonte. Das Lied verbreitete sich zunächst nur lokal, bis es 1866 in Salzburg erstmals in das offizielle Kirchenliederbuch aufgenommen wurde. Zuvor hatten es die Familien Rainer aus dem Flecken Fügen und Stasser aus Laimach auf Konzertreisen in Europa verbreitet. Die Rainer-Sänger brachten es schließlich nach Übersee, wohin sie zwischen 1839 und 1843 eine Reise unternommen hatten. Dort wurde es am Weihnachtstag 1839 in New York auf dem Friedhof der Trinity-Gemeine gesungen. Heute ist Stille Nacht, heilige Nacht in ca. 300 Sprachen und Dialekte übertragen.

 

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Wagrain, Am Pfarrhaus

Schicklgruber, Alois  ab 1876 legimitiert als Hitler

 

  • geb. 7.6.1837 in Strones
  • gest. 3.1.1903 in Leonding

Österreichischer Zollamtsoberoffizial; unehelicher Sohn der Maria Anna Schicklgruber, deren Familiennamen Alois bis 1876 beibehielt; war dreimal verheiratet, zuletzt mit der dreiundzwanzig Jahre jüngeren Klara Pölzl (*12.8.1860, †21.12.1907); Aus dieser Ehe ging u.a. Adolf Hitler (*1889, †1945), hervor.

 

Hitler, Klara

 

  • geb. 12.8.1860 in Spital
  • gest. 21.12.1907 in Leonding

Mutter Adolf Hitlers und dessen Schwester Paula.

Näheres zur Famile bei: Joachim Fest, Hitler

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Leonding b. Linz

Bild: Alexander Krischnig (09/2005)
Bild: Alexander Krischnig (09/2006)
Bilder: Alexander Krischnig (10/2006)
Bilder: KN (04.03.2008)
Bilder: Matthias Bauer (05/2008)
02/2006
Sonstige XXI