
Deutscher Schriftsteller; nach einer kaufmännischen Ausbildung arbeitete er mehrere Jahre als Volontär im Nahen Osten, u.a. 1899/1904 in Ägypten.
Später war er Chefredakteur des Lübecker Tageblatts. Ab 1914 begann eine achtzehnjährige Tätigkeit am Theater. Nach der “Machtergreifung” durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 lebte er zurückgezogen als freier
Schriftsteller. Von 1951 bis 1957 war er Präsident des “Deutschen P.E.N.-Zentrums Ost und West”. Seine Werke wurden hauptsächlich in der DDR, wo er seit 1957 lebte, verlegt. Er war Verfasser zahlreicher Romane, die
historische Prozesse anhand der Schicksale bedeutender Persönlichkeiten zum Thema haben. Werke u.a.: Osmanische Tetralogie: Roxelane (1942), Irene von Trapezunt (1947), Malchatun (1952), Der Eunuch (1956).
Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Werdersche Gemeinde
Bild: Wilfried Wittkowsky (GNUFDL)
Deutscher Polit-Kabarettist, Schriftsteller und Schauspieler; der als einer der bedeutendsten deutschen Kleinkünstler (“Lieber groß auf einer kleinen, als klein auf einer großen Bühne”) geltende Hüsch stand über 53 Jahre auf der Bühne. Begonnen hatte er, der 31 Jahre in Mainz-Bretzenheim gewohnt hatte, bevor er sich nach dem Tod seiner Frau an den Niederrhein zurückzog, auf einer Bühne an der Mainzer Universität, an der er eigentlich Literaturgeschichte studieren sollte. Mit 70 eigenen Programmen war er nicht nur einer der produktivste und erfolgreichste Vertreter des literarischen deutschen Kabaretts, sondern auch einer der scharfzüngig (“Sprachwitzenschaftler”) das Kleingeistigkeit und Spießertum auf den Arm nahm.
Schriftsteller; der Sohn österreichischer Emigranten lebte seit 1947 in der DDR, ging nach Ende seiner Inhaftierung 1976 nach
Westberlin; schrieb Lyrik, Erzählungen (Vor den Vätern sterben die Söhne, 1977), Theaterstücke (Rotter, 1977; Mercedes, 1988) und drehte Spielfilme (Engel aus Eisen, 1981; Der Passagier, 1988).
Werke u.a.: Liebe macht Tod oder Das Spiel von Romeo und Julia. Nach Auszeichnungen u.a:

Berlin, Friedhof Dorotheenstädt. u. Werdersche Gemeinde
Moers-Hülsdonk, Hauptfriedhof
Deutscher Schriftsteller; studierte Literaturwissenschaften, arbeitete als Landarbeiter und Werkzeugschlosser, war Hauptmann in der NVA (Nationale Volksarmee der
DDR). Er verfaßte Gedichte, Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Lust- und Hörspiele Werke u.a.: In Sachen Adam und Eva, Arno Prinz von Wolkenstein oder Kader entscheiden alles.

Berlin, Friedhof Dorotheenstädt. u. Werdersche Gemeinde

Deutscher Schriftsteller; studierte nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg Germanistik und Kunstgeschichte. Bevor er ab 1927 als Redakteur bei den
Münchner Neuesten Nachrichten arbeitete, wo man ihn nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 entließ, unternahm er zahlreiche Reisen durch die Länder Nord- und Südeuropas und Afrikas. Roth, der in der Tradition von Wilhelm Busch und
Christian Morgenstern
achternsinnige, humorvolle Gedichte schrieb, veröffentlichte seine Gedichte “Ein Mensch” zuerst im Simplicissimus, bevor sie 1935 in einem Sammelband publiziert wurden. Werke u.a.:
Die Dinge, die unendlich uns umkreisen (1918)Mensch und Unmensch (1948), Der letzte Mensch (1964).
Ein Mensch erblickt das Licht der Welt-
Doch oft hat sich herausgestellt
Nach manchem trüb verbrachten Jahr,
Daß dies der einzige Lichtblick war.
München, Nymphenburger Friedhof



