Berghaus, Ruth

 

  • geb. 2.7.1927 in Zeuthen b. Berlin
  • gest. 25.1.1996 in Berlin (Ost)

Deutsche Regisseurin und Theaterleiterin; seit 1954 mit Paul Dessau verheiratet; arbeitete für Schauspiel- und Musiktheater sowie für die Oper, war zunächst Choreographin, seit 1967 beim Berliner Ensemble und von 1971 bis 1977 als Nachfolgerin Bert Brechts und dann Helene Weigels dessen Leiterin, die Aufführung Strindbergs Drama Fräulein Julie führte zu ihrem Sturz, seit 1977 Regisseurin an der Deutschen Staatsoper Berlin.

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Bild: Martina Schulz

Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Werdersche Gemeinde

Langhoff, Wolfgang

 

  • geb. 6.10.1901 in Berlin
  • gest. 25.8.1966 in Berlin

Deutscher Theaterleiter; Vater von Matthias Langhoff und Thomas Langhoff; war Schauspieler und Regisseur in Wiesbaden und Düsseldorf, emigrierte nach KZ-Haft; leitete von 1946 bis 1963 das Deutsche Theater in Ostberlin. 

Werke u.a.: Die Moorsoldaten, 1935).

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Berlin, Friedhof Dorotheenstädt.u. Werdersche Gemeinde

Bild: Martina Schulz

Hoppe, Marianne

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  • geb. 26.4.1909 in Rostock
  • gest. 23.10.2002 in Siegsdorf (Oberbayern)

Deutsche Film- und Theaterschauspielerin; die Tochter eines mecklenburgischen Rittergutbesitzers genoß nach einer kaufmännischen Ausbildung Schauspielunterricht bei Max Reinhardt in Berlin und war dort von 1928 bis 1930 am Deutschen Theater, danach am Neuen Theater in Frankfurt am Main, spielte u.a. in München, Berlin, Düsseldorf; als UfA-Star war sie in vielen Filmen, u.a. in Eine Frau ohne Bedeutung (1936), Der Schritt vom Wege (1939), Romanze in Moll (1943), Der Schimmelreiter, Effi Briest zu sehen und im TV-Film Bei Thea (1988). Noch 1997 trat sie im Berliner Ensemble auf und war 1999 in Brechts Arturo Ui in Heidelberg zu sehen. Sie hatte eine Affaire mit Ödon von Horvath und war mit Thomas Bernhard bis zu dessen Tod befreundet und für ihn die Schauspielerin (Heldenplatz (1988). Von 1936 bis 1946 war sie mit Gustaf Gründgens verheiratet und kam durch diesen in Kontakt zu Nazi-Größen; sie wurde die “Preußische Duse” und “Königin des Deutschen Theaters” genannt.

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Devrient, Ludwig

 

  • geb. 15.12.1784 in Berlin
  • gest. 30.12.1832 in Berlin

Deutscher Schauspieler; Sohn des Kaufmanns Philipp De Vrient; Onkel von Carl Devrient  / Emil Devrient *1803, †1872 / Eduard Devrient; anlässlich eines Theaterbesuchs in Leipzig beschloß er, ebenfalls Schauspieler werden. Im Sommer 1803 schloß er sich der Langeschen Theatertruppe an. Zum ersten Mal stand Devrient im Mai 1804 in Gera auf der Bühne; sein Debüt gab er 1805 in Dessau unter der Leitung von Friedrich Wilhelm Bossann. Von Dessau ging er nach Berlin, wo er unter August Wilhelm Iffland am 18.7.1808 an der königlichen Hofoper auftrat und sich zu einem überragenden Charakterdarsteller in Rollen wie der des Lear, Falstaff oder Franz Moor entwickelte. Schon lange alkoholkrank, brach Devrient, der u.a. mit E.T.A. Hoffmann, der ihn auch beruflich unterstütze, während einer Aufführung von Shakespears König Lear auf offener Bühne bewußtlos zusammen.

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Berlin, Französischer Friedhof I (Chausseestr.)

Iffland, August Wilhelm

  Rekonstruktion des BKA (c), 2002

  • geb. 19.4.1759 in Hannover
  • gest. 22.9.1814 in Berlin

Deutscher Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker; Sohn eines Kanzlei-Registrators; riß aus Begeisterung für das Theater mit 17 Jahren von zuhause aus und wurde wenige Monate später Mitglied des Gothaers Hoftheater, der ersten Bühne Deutschlands mit festem Ensemble. Als sie drei Jahre später schloß, holte ihn Heribert von Dalberg (*1750, †1806) 1779 an das Mannheimer Nationaltheater, an dem er u.a. den Franz Moor in der Uraufführung von Friedrich von Schillers Drama Die Räuber spielte. Auch in Frankfurt am Main war Iffland, der führend im Theatergeschehen der Goethezeit war, erfolgreich, u.a. mit der Frankfurter Erstaufführung von Schillers Kabale und Liebe, wie Goethes Mutter Aja bezeugte, die ihn mehrmals zum Essen einlud. Einen weiteren Triumph erlebte er in Frankfurt, als er 1790 anläßlich der Krönungsfeierlichkeiten für Leopold II. beauftragt wurde, ein Festspiel zur Glorifizierung des Erzherzogs Friedrich von Österreich zu schreiben. 1796 wurde Iffland Direktor des Königlichen Nationaltheaters in Berlin und 1811 Generalmusikdirektor der Königlichen Schauspiele; er schrieb über 60 Theaterstücke.

Ifflandring: ein vom Schauspieler Theodor Döring (*1803, +1878) mit der Legende, der Ring sei von Iffland gestiftet und an den bedeutendsten deutschsprachigen Schauspieler weiterzureichen, an Friedrich Haase (*1825, +1911) gegebener Fingerring; von Albert Bassermann ging der Ring auf Werner Krauß über, 1959-96 trug ihn Josef Meinrad, seit 1996 trägt ihn Bruno Ganz (*1941).

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Berlin, Friedhöfe der Dreifaltigkeits-, Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinden

Löwitsch, Klaus

 

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  •  geb. 8.4.1936 in Berlin
  • gest. 3.12.2002 in München

Deutscher Schauspieler; der Sohn eines Architekten besuchte nach Übersiedlung der Familie 1945 nach Wien dort ein Realgymnasium und wurde als 19-Jähriger Schauspielschüler am Max-Reinhard-Seminar, mußte allerdings seine Schauspielausbildung abbrechen und ein Engagement als Gruppentänzer an der Wiener Volksoper annehmen, wo er als erste Rolle in dem Musical Kiss me Kate spielte. Von 1961 bis 1972 arbeitete er an den Münchner Kammerspielen, war danach engagiert in Konstanz, Köln, Wien, Hamburg und Zürich. Anfang der 1970er Jahre lernte er Rainer Werner Fassbinder kennen und spielte in dessen Filmen Der Händler der vier Jahreszeiten (1971), Welt am Draht (1973) und Despair - Eine Reise ins Licht (1977). Einem breiteren Publikum wurde Löwitsch als Privatdetektiv Peter Strohm bekannt, er wirkte jedoch auch in Tatort-Krimis der ARD und Der Alte mit. Insgesamt spielte er mehr als 300 Film- und Fernsehrollen.

Auszeichnungen u.a.: Adolf Grimme-Preis 1998 für Das Urteil.

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München, Ostfriedhof

Bild: Matthias Kohler
Bild: Matthias Bauer
Bild: Dieter Müller (01/2006)
Bild: Dietrich Linz (05/2006)
Bild: Bernhard Rosinski (07/2007
Bild: Bernhard Rosinski (07/2007
Theater/Film F