Kieling, Wolfgang

 

  • geb. 16.3.1924 in Berlin-Neukölln
  • gest. 7.10.1985 in Hamburg

Deutscher Schauspieler; seine Karriere begann im Alter von 6 Jahren als Sprecher im Rundfunk und für Schallplatten. Mit 12 Jahren spielte er erstmals in einem Film mit: in Veit Harlans Maria, die Magd. Es folgten mehrere Film (1937 Heimweh, 1939 Reise nach Tilsit, 1941 Jenny und der Herr im Frack). Nebenher arbeitete er bei der UFA als Regieassistent und nahm Schauspielunterricht. Die Karriere wurde 1942 durch seine Einberufung als Soldat - er wurde schwer verwundet - und die anschließende russische Kriegsgefangenschaft unterbrochen. Erst nach seiner Entlassung 1949 spielte er Theater im Osten wie im Westen Berlins und drehte Filme bei der DEFA. Mehrmals wechselte er seinen Wohnsitz zwischen der DDR und der Bundesrepublik; zuletzt 1968 aus Protest gegen den Vietnamkrieg . Zwei Jahre vorher hatte er noch einen Stasi-Mitarbeiter in Alfred Hitchcocks Der zerrissene Vorhang gespielt, was ihm international Beachtung einbrachte. Neben seinen Arbeiten am Theater wurde er mehr und mehr im Fernsehen präsent. Dort war er u.a. in Serien wie Traumschiff, Schwarzwaldklinik und Tatort zu sehen sowie in Friedrich Dürrenmatts Die Physiker unter der Regie von Fritz Umgelter (1964) und in Der König und sein Narr (1981) zusammen mit Götz George. Kieling war in zweiter Ehe verheiratet mit Gisela Uhlen; aus dieser Verbindung entstammt die Schauspielerin Susanne (*1955).

Auszeichnungen u.a.: Adolf-Grimme-Preis (1974).

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Hamburg, Ohlsdorfer Friedhof

Bild: Claus Harmsen (stones & art)

Minetti, Bernhard

 

  • geb. 26.1.1905 in Kiel
  • gest. 12.10.1998 in Berlin

Deutscher Bühnenschauspieler; Charakterdarsteller; arbeitete von 1930 bis 1945 am Berliner Staatstheater unter Leopold Jessner *1878, †1945) und Gustaf Gründgens und von 1951 bis 1956 in Frankfurt am Main, danach überwiegend in Berlin; er wirkte in zahlreichen Stücken von Thomas Bernhard mit, der ihm 1976 sein Stück Minetti,widmete in dessen Uraufführung er – unter der Regie von Claus Peymann – die Hauptrolle spielte. Er führte auch Regie und spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit.

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Berlin, Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrich Werderschen Gemeinden

Gert, Valeska eigentl. Valeska Gertrud Samosch

 

  • geb. 11.1.1892 in Berlin
  • gest. 15.3.1978 in Kampen (Sylt)

Tänzerin, Pantomimin und Kabarettistin; ihre Leidenschaft für den Tanz begann schon in jungen Jahren; aber erst während des Ersten Weltkrieges schloß sie sich einer Berliner Tanzgruppe an. Sie entwickelte erste Tanzsatiren und nahm ein Engagement am Deutschen Theater in Berlin an, wo sie großen Erfolg in exzentrischen Rollen für Avantgardestücke hatte. Neben dem Tanzen verfaßte sie für Zeitschriften u.a. für Die Weltbühne und Berliner Tageszeitung. Seit 1925 übernahm sie auch Filmrollen in Ein Sommernachtstraum, Die freudlose Gasse (beide 1925), Alraune (1927) und Tagebuch einer Verlorenen (1929). 1933 mußte sie Deutschland verlassen, sie emigrierte über Paris, Budapest und London schließlich 1938 in die Vereinigten Staaten, wo sie - arbeitslos - u.a. als Tellerwäscherin und Aktmodell arbeiten mußte. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland (1947) leitete sie das Kabarett Hexenküche und kehrte auch auf die Leinwand zurück. So spielte sie 1972 in Rainer Werner Fassbinders Acht Stunden sind kein Tag: Franz und Ernst und 1976 in Volker Schlöndorffs Der Fangschuß.

Autobiographie: Katze von Kampen (1973).

Weitere Filme: Giulietta degli spiriti (dt. Julia und die Geister, 1964)

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Bild: Claus Harmsen (stones & art)

Berlin, Friedhof Ruhleben

Sellers, Peter eigentl. Richard Henry Sellers

 

  • geb. 8.9.1925 in Southsea (heute z. Portsmouth)
  • gest. 24.7.1980 in London

Britischer Filmschauspieler und Komiker; bemerkenswert war seine Fähigkeit verschiedene Akzente und Stimmen zu imitieren, so konnte er z. B. Upper Class English, amerikanisches Englisch, Englisch mit deutschem Akzent etc. nachahmen. Vor Beginn seiner Kinokarriere trat er in der BBC-Radiosendung The Goon Show auf, die die Comedyszene der 1950er Jahre revolutionierte.

Filme u.a.: Ladykillers (1955), Die Maus, die brüllte (1959), Der rosarote Panter (1963), Dr. Seltsam oder Wie ich lernte die Bombe zu lieben (1964), Casino Royale (1967).

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Bild: Claus Harmsen (stones & art)

London, Golders Green Crematorium and Mausoleum

Bild: Claus Harmsen (stones & art)

Lembke, Robert E.

 

  • geb. 17.9.1913 in München
  • gest. 14.1.1989 in München

Deutscher Journalist und Fernsehmoderator; arbeitete nach abgebrochenem Jurastudium zunächst als Zeitungsjounalist, dann beim Bayerischen Rundfunk, war ab 1949 stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Nachrichtenabteilung und wurde 1956 Chefredakteur und stellvertretender Fernsehdirektor. Ab 1969 war er Geschäftsführer des Deutschen Olympiazentrums und 1972 für die Rundfunk- und Fernsehübertragungen der Olympischen Sommerspielen 1972 in München verantwortlich. Dem deutschen Fernsehpublikum jedoch war er bekanntgeworden durch seine Ratesendung “Was bin ich?”, die er von 1955 bis 1988 moderierte und in der Prominente die Berufe von Kandidaten erraten mußten. Als Maskottchen hatte er stets seinen Foxterrier neben den drei “Schweinderln” auf dem Pult sitzen.

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München, Westfriedhof

Bild: Matthias Bauer (2001)
Bild: Claus Harmsen (stones & art)
Bild: Dieter Müller (01/2006)
Theater/Film XXIX