Kurfürst von Brandenburg (1571-98); nach dem Tode von Kurfürst Christian I. von Sachsen (*1560, †1591) übernahm er zusammen mit Herzog Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (*1562, †1602) die Administration von Kursachsen.

Berlin, Dom, Hohenzollern-Gruft

Berlin, Dom, Hohenzollern-Gruft
Prinz von Preußen; preußischer General der Infanterie und Johanniter-Herrenmeister; jüngster Sohn des Königs Friedrich Wilhelm I. von Preußen aus dessen Ehe mit Sophie Dorothea, der Tochter des Königs Georg I. von Großbritannien; jüngerer Bruder Friedrichs des Großen; verheiratet seit 27.9.1755 mit Prinzessin Luise (*1738, †1820), Tochter des Markgrafen Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Schwedt. Bei seiner Tochter Friederike Luise (*1770, †1836) war Adelbert von Chamisso von 1796 bis 1798 Kammerherr. Einer seiner Söhne war Louis Ferdinand.
Linker Sarkophag

Berlin, Dom, Hohenzollern-Gruft
Königin in Preußen; einzige Tochter König Georgs I. von Großbritannien; verheiratet seit 28.11.1706 mit dem späteren König in Preußen, Friedrich Wilhelm I., dem “Soldatenkönig”; Mutter Friedrichs II., der ihr sehr zugetan war. Ihre älteste überlebende Tochter Wilhelmine heiratete 1731 Friedrich von Brandenburg-Bayreuth, den Erbprinzen des Fürstentums Bayreuth. Sophie Dorothea war im Gegensatz zu ihrem Mann interessiert an Kunst und Wissenschaft, Eigenschaften, die sie an ihre Kinder vermittelte.

Friedrich Ludwig Christian gen. Louis Ferdinand
Prinz von Preußen; dritter Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und seiner Gemahlin Anna Elisabeth Luise von Brandenburg-Schwedt und somit ein Neffe Friedrichs des Großen. Er kämpfte im 1. Koalitionskrieg mit und hatte zuletzt den Rang eines Generals. Er nahm am Feldzug des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig gegen die französische Republik teil und wurde bei der Belagerung von Mainz 1793 verwundet. Louis Ferdinand gehörte 1805 zum Kreis der Personen um Königin Luise, Freiherr vom Stein und General Ernst von Rüchel, der dafür stand, Napoléon entgegenzutreten. Gemeinsam mit dem Freiherrn vom Stein versuchten sie, den König davon zu überzeugen. Am 10.5.1805 übergab vom Stein eine entsprechende Denkschrift. Der König lehnte jedoch vorerst ab, gab schließlich jedoch dem Ansturm nach und befahl die Mobilmachung. Louis Ferdinand fiel als Kommandant einer preußischen Vorhut im Gefecht bei Saalfeld, vier Tage vor der Schlacht bei Jena und Auerstedt.
Berlin, Dom, Hohenzollern-Gruft

Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern
~1740
Königin in Preußen; Tochter des Herzogs Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenbüttel (Haus Bevern) und dessen Gemahlin Antoinette Amalie von Braunschweig-Wolfenbüttel: Sie war die Gattin Friedrichs II. des Großen; Friedrich hatte der Heirat, die am 12.6.1733 auf Schloß Salzdahlum stattfand, zugestimmt, um den Konflikt mit seinem Vater ein Ende zu setten und als Kronprinz rehabilitert zu werden. Die beiden führten jedoch - vor allem nach dem Tode Friedrich Wilhelms - ein getrenntes Leben. Elisabeth Christine lebte während der Sommerzeit im Schloß Schönhausen (heute zu Berlin), ansonsten im Stadtschloß von Berlin. Die sehr an Kunst und Literatur interessierte Elisabeth Christine gründete Niederschönhausen (heute zu Pankow) und führte dort - erstmals für Deutschland - die Seidenraupenzucht ein.
Berlin, Dom, Hohenzollern-Gruft

Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel
Kurprinzessin von Brandenburg; Tochter des Landgrafen Wilhelm VI. von Hessen-Kassel und dessen Gemahlin Hedwig Sophie von Brandenburg, der Schwester des Großen Kurfürsten. Am 13.8.1679 heiratete sie im Berliner Schloß Friedrich I., nachdem sie sich bereits drei Jahre zuvor heimlich verlobt hatten. 1680 wurde ihr einziges Kind, Luise Dorothea Sophie geboren, die 1700 Friedrich von Hessen heiratete, der von 1720 bis 1751 König von Schweden sein sollte. Elisabeth Henriette starb - von ihrem Gemahl tief betrauert - im Alter von nur 21 Jahren an den Pocken.
Berlin, Dom, Hohenzollern-Gruft
